Kernbereiche der Förderung von Flüchtlingsprojekten deutscher Projektträger

Die fünf Kernbereiche erklärt

Kernbereiche Förderung Flüchtlingsprojekte

Gesundheit

Gesundheitsförderung

  • Vermittlung medizinischer Behandlung durch kooperierende Fachärzte und Kliniken
  • Vernetzung und Kooperation mit Vertretern des Regelgesundheitssystems
  • Qualifizierungsmaßnahmen für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende
  • Öffentlichkeitsarbeit

Psychosoziale Beratung & Betreuung

  • Psychosoziale Beratung und Betreuung von psychisch schwer belasteten Geflüchteten (u.a. Folteropfern)
  • Anamnese und Diagnostik
  • Psychologische Stellungnahmen und Atteste (v.a. bei aufenthaltsrechtlichen Fragen)
  • Psychoedukation und psychische Stabilisierung
  • Notfall- und Krisenintervention
  • Therapie mit Dolmetscherunterstützung

Beratung & Betreuung

Asylverfahrens- & Rechtsberatung

  • Beratungsverfahren
  • Infobus: mobile Beratung insbesondere für ländliche Gebiete
  • Dolmetschergestützte Beratung (z.B. bei der Anhörung und im Klageverfahren)
  • Krisenintervention bei drohender Abschiebung (z.B. Petitionsausschussverfahren/ Härtefallkommission)
  • Rechtsberatung und Verfahrensbegleitung

Soziale Beratung & Betreuung

  • Beratung im Aufnahme- und Asylverfahren
  • Begleitung zu Ämtern und Behörden
  • Qualifizierungsmaßnahmen für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Zivilgesellschaft

Bildung

Gesellschaftliche Integration

  • Integration von Flüchtlingskindern in das deutsche Bildungssystem (Kita/ Schule/ Ausbildung/ Uni)
  • Qualifizierung von Lehrkräften (z.B. Deutsch für Ausländer)
  • Mentorenprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (v.a. Frauen)
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen und Bildungsmaßnahmen

Arbeitsmarktintegration

  • Rekrutierung und Vermittlung von Lotsen für die Arbeitsmarktintegration
  • Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen und Unternehmen als potentieller Arbeitgeber
  • Verbreitung und Vermittlung von Ausbildungsmaßnahmen
  • Hilfe bei Sprachbarrieren und Bewerbungsunterlagen
  • Befristete Begleitung während der Erwerbstätigkeit

Vulnerable Geflüchtete

Beratung & Betreuung

  • Klärung von aufenthaltsrechtlichen Fragen und des Bezugs von Erziehungshilfen bei den Jugendämtern
  • Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und anderen Fachstellen
  • Verbesserung der Versorgungsstrukturen und der Unterbringungssituation von UMFs
  • Dolmetscherpool/ Sprachmittler/ Kulturmittler

Vormundschaft & Patenschaft

  • Gewinnung, Vermittlung, Betreuung von Patenschaften/ Pflegefamilien/ Einzelvormundschaften für z.B. UMFs
  • Vorbereitungskurse und Fortbildungen für Paten/ Pflegefamilien/ Einzelvormündern

Netzwerkarbeit & Informationsvermittlung

Strukturentwicklung

  • Erarbeitung von Konzepten (z.B. Auswahl der Örtlichkeiten für Flüchtlingsunterkünfte, Monitoring der Unterbringungssituation, Sicherstellung von Standards)
  • Evaluierung und Monitoring

Qualifizierung

  • Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden
  • Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende
  • Organisation und Durchführung von Schulungen, Weiterbildungen und Qualifizierungsangeboten von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden

Öffentlichkeitsarbeit

  • Informationsvermittlung zum Thema Flucht, Migration und Asyl (z.B. vor und nach der Inbetriebnahme von Flüchtlingsunterkünften, Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterial und Arbeitsmaterialien zu relevanten Themen und zu bestehenden Beratungsangeboten)
  • Förderung der Akzeptanz von Geflüchteten durch Öffentlichkeits-, Sensibilisierungs- und Lobbyarbeit (z.B. Einbeziehung örtlicher Institutionen, Geflüchteten eine Stimme geben)
  • Kontakt, Miteinbeziehung und Sensibilisierung politischer Akteure vor Ort bzw. in der Region zu verschiedenen Themen der Flüchtlingsproblematik

Veranstaltungen (max. Förderung 1.000 €)

  • Konferenzen
  • Fachtagungen
  • Sonstige (z.B. Ausstellungen, Musikveranstaltungen)

Projektförderung

Organisationen, die darüber nachdenken, einen Antrag bei der UNO-Flüchtlingshilfe zu stellen, sollten sich zunächst mit den inhaltlichen und formalen Kriterien vertraut machen:

Förderrichtlinien der UNO-Flüchtlingshilfe

Luna Borgböhmer

Luna Borgböhmer

Projektförderung


Tel: (0228) 90 90 86-53

Fax: (0228) 90 90 86-01

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