Schauspielerin

Friederike Kempter

Friederike Kempter - Unterstützerin der UNO-Flüchtlingshilfe
Friederike Kempter (Foto: Stefan Klüter)

"Vom 8. bis 16. Mai diesen Jahres war ich zusammen mit meinem Freund Ulrich Bentele für die NDR- Reihe "7 Tage.." in Jordanien- auf den Spuren syrischer Flüchtlinge. Die Menschen und deren Schicksale, denen ich dort begegnet bin, haben mich sehr bewegt. Jede einzelne Geschichte war erschütternd und gleichzeitig war ich beeindruckt von der Kraft dieser Menschen, die fast alles verloren haben und sich trotzdem nicht aufgeben.

Man ist mir überall mit großer Offenheit und noch größerer Gastfreundschaft begegnet- ein Umstand, der mich angesichts der unerträglichen Taten und Äußerungen einiger Menschen hier in
Deutschland, beschämt.

Nach dieser kleinen Reise bin ich mehr denn je der Meinung, dass wir die Pflicht haben Flüchtlingen zu helfen. Aus Solidarität und aus Menschlichkeit.

Ich konnte die Arbeit des UNHCR in Jordanien eine Woche lang ganz nah erleben. Mein Eindruck war, dass obwohl die Probleme, die es vor Ort zu bewältigen gilt, sehr komplex und kompliziert sind und oft mit struktureller und administatorischer Arbeit zu lösen sind, trotzdem nicht vergessen wird, um wen es am Ende geht: Um jeden einzelnen Flüchtling. Ich fand es bemerkenswert wie die UNHCR- Mitarbeiter vor Ort den syrischen Flüchtlingen begegnet sind- trotz der hohen Belastung: mit großem Respekt, mit Geduld und Freundlichkeit. Und deshalb engagiere ich mich für die UNO-Flüchtlingshilfe."

Impressionen einer bewegenden Reise

Ihre ganz persönlichen Eindrücke vom Flüchtlingslager Zaatari hat Friederike Kempter in diesen Bildern festgehalten.

Den Infotext zum Bild sehen Sie, wenn Sie auf die Lupe zeigen oder auf das Foto klicken.

Zurück-Button
Weiter-Button
  • Zaatari: ich bin erst mal überwältigt von der schieren Größe dieses Flüchtlingslagers. Ungefähr 85 000 Menschen leben hier<br>in einer riesigen Zelt- und Containerstadt mitten in der Wüste. (Foto: Friederike Kempter)<br>
    Flüchtlingslager Zaatari
    Zaatari: ich bin erst mal überwältigt von der schieren Größe dieses Flüchtlingslagers. Ungefähr 85 000 Menschen leben hier
    in einer riesigen Zelt- und Containerstadt mitten in der Wüste. (Foto: Friederike Kempter)
  • Überall sind Kinder, die uns neugierig folgen, wenn wir drehen. Beinahe die Hälfte der Einwohner Zaataris sind Kinder. (Foto: Friederike Kempter)
    Kinder
    Überall sind Kinder, die uns neugierig folgen, wenn wir drehen. Beinahe die Hälfte der Einwohner Zaataris sind Kinder. (Foto: Friederike Kempter)
  • Ein Mädchen klettert auf einem Wassertank in Zaatari. Wasser ist im Camp natürlich sehr wichtig, es wird mit LKW’s geliefert. Als wir im Camp sind streiken die LKW- Fahrer 2 Tage und das Wasser wird knapp. Die Menschen macht das verständlicherweise ziemlich nervös. (Foto: Friederike Kempter)
    Wasserversorgung
    Ein Mädchen klettert auf einem Wassertank in Zaatari. Wasser ist im Camp natürlich sehr wichtig, es wird mit LKW’s geliefert. Als wir im Camp sind streiken die LKW- Fahrer 2 Tage und das Wasser wird knapp. Die Menschen macht das verständlicherweise ziemlich nervös. (Foto: Friederike Kempter)
  • Auf dem mittlerweile schon berühmten "Champs- Elysee" in Zaatari. Fast wie in einer richtigen Stadt. Hier gibt es Läden, Restaurants, Werkstätten. (Foto: Friederike Kempter)
    Einkaufstrasse
    Auf dem mittlerweile schon berühmten "Champs- Elysee" in Zaatari. Fast wie in einer richtigen Stadt. Hier gibt es Läden, Restaurants, Werkstätten. (Foto: Friederike Kempter)
  • Ein jordanischer UNHCR- Mitarbeiter kümmert sich um ein syrisches Flüchtlingskind im Registrierungscenter in Rabah Sarhan, nahe der syrischen Grenze. Hier werden neuankommende Flüchtlinge registriert und hier erhalten sie ihre Papiere, was wichtig ist für ihre Rechtssicherheit und damit sie Zugang zum Bildungswesen und Gesundheitssystem in Jordanien erhalten. (Foto: Friederike Kempter)
    Registrierung & Ausweispapiere
    Ein jordanischer UNHCR- Mitarbeiter kümmert sich um ein syrisches Flüchtlingskind im Registrierungscenter in Rabah Sarhan, nahe der syrischen Grenze. Hier werden neuankommende Flüchtlinge registriert und hier erhalten sie ihre Papiere, was wichtig ist für ihre Rechtssicherheit und damit sie Zugang zum Bildungswesen und Gesundheitssystem in Jordanien erhalten. (Foto: Friederike Kempter)
  • Zu Gast bei Basil, 16 Jahre, dessen Vater in Syrien vermisst wird, und der mit seinem kleinen Bruder bei seinem Onkel in Zaatari wohnt. Er ist Mitglied einer Theatergruppe für Jugendliche im Camp und möchte Clown werden! (Foto: Friederike Kempter)
    Berufswunsch: Clown
    Zu Gast bei Basil, 16 Jahre, dessen Vater in Syrien vermisst wird, und der mit seinem kleinen Bruder bei seinem Onkel in Zaatari wohnt. Er ist Mitglied einer Theatergruppe für Jugendliche im Camp und möchte Clown werden! (Foto: Friederike Kempter)
  • Ich habe Khalil Nassef kennengelernt, als sie ihren neugeborenen Sohn Ahmed registrieren ließ, der in Zaatari geboren wurde. Sie hat uns zu sich eingeladen. Das Haus der Familie in Syrien wurde zerbombt. (Foto: Friederike Kempter)
    Zu Gast bei Flüchtlingsfamilie
    Ich habe Khalil Nassef kennengelernt, als sie ihren neugeborenen Sohn Ahmed registrieren ließ, der in Zaatari geboren wurde. Sie hat uns zu sich eingeladen. Das Haus der Familie in Syrien wurde zerbombt. (Foto: Friederike Kempter)
  • In der Küche von Familie Nassef. Die Menschen im Flüchtlingslager, die, die fast alles verloren haben und fast nichts mehr haben, begegnen uns überall mit großer Gastfreundschaft. Hier wird frisches Popcorn für uns gemacht. (Foto: Friederike Kempter)
    Gastfreundschaft
    In der Küche von Familie Nassef. Die Menschen im Flüchtlingslager, die, die fast alles verloren haben und fast nichts mehr haben, begegnen uns überall mit großer Gastfreundschaft. Hier wird frisches Popcorn für uns gemacht. (Foto: Friederike Kempter)
  • Auf Wiedersehen, Familie Nassef! Auf Wiedersehen, Zaatari! Ich fahr zurück in meine sichere Heimat. Diese Menschen können das nicht. Sie haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht. Und sie brauchen unsere Hilfe. (Foto: Friederike Kempter)
    Abschied
    Auf Wiedersehen, Familie Nassef! Auf Wiedersehen, Zaatari! Ich fahr zurück in meine sichere Heimat. Diese Menschen können das nicht. Sie haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht. Und sie brauchen unsere Hilfe. (Foto: Friederike Kempter)
Zurück-Button
Weiter-Button

Zur Person:

Friederike Kempter wurde 1979 in Stuttgart geboren. Bereits während der Schulzeit sammelte sie erste Schauspielerfahrungen und wirkte nach ihrem Abitur in Kaspar Heidelbachs Komödie „ Zwei vom Blitz getroffen“ mit. Dem Film- und Fernsehpublikum bekannt ist die Wahlberlinerin vor allem als Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern im Tatort aus Münster, durch ihr Mitwirken im Ensemble von Ladykracher sowie durch ihre Rolle in dem preisgekrönten Film „Oh Boy!". Neben der Schauspielerei ist Friederike Kempter auch als Sprecherin von Hörbüchern tätig.