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UNHCR Flagge

Geschichte der UNO-Flüchtlingshilfe

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Hilfe für Flüchtlinge seit 1980

„Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern“ stellte der französische Schriftsteller André Malraux fest. Das 40. Jahr unserer Arbeit ist daher kein reiner Rückblick, kein Schwelgen in schönen Erinnerungen. Es ist für uns vielmehr Verantwortung und Auftrag für die Zukunft zugleich. Mehr als 225 Millionen Euro konnte die UNO-Flüchtlingshilfe seit ihrer Gründung an Mitteln mobilisieren, um Geflüchteten weltweit zu helfen. Solange es Flüchtlinge gibt, werden wir ihnen weltweit Hoffnung und würdevolle Zukunftsperspektiven ermöglichen.

Unser Zeitstrahl gewährt Einblicke in die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe als nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR):

1980
"Report"-Beitrag

TV-Bericht in der ARD

Während einer "Report"-Sendung wurde eine Reportage mit erschütternden Elendsbildern aus Flüchtlingslagern in Somalia gezeigt. Nach dem Bericht rief der Moderator, Franz Alt, eindringlich zu Spenden für den UN-Flüchtlingskommissar auf. Zuvor hatte der damaligen UNHCR-Vertreter in Deutschland, Yefime Zarjevski, in einem TV-Interview auf die dringliche Lage in Somalia aufmerksam gemacht.

Die Hilfsbereitschaft der Zuschauer war überwältigend. In wenigen Tagen kamen mehr als 1,2 Millionen Mark zusammen. Ein Problem tauchte jedoch auf: Der UNHCR konnte keine Spendenquittungen ausstellen.


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Filmszene

Vereinsgründung

Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

Gründung des Vereins "Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe e.V." mit und durch Dr. Gustav Koch, der den Verein bis Mitte der 1990er Jahre rein ehrenamtlich führte. Seine Stellvertreter sind Joachim Krause und Herbert Becher.


1983
Schirmherrschaft

Präsident*in des Deutschen Bundestags

Erster Schirmherr der "Deutschen Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe e. V." wird der Bundestagspräsident Philipp Jenninger. Damit wurde der Grundstein für die Schirmherrschaft durch das zweithöchste Staatsamt gelegt - es folgten 1987 Dr. Rita Süßmuth, 1998 Wolfgang Thierse, 2005 Dr. Norbert Lammert und 2017 Dr. Wolfgang Schäuble.


1989
Bürgerkrieg in Afghanistan

Ein Land in Trümmern

10 Jahre nach ihrem Einmarsch verlassen die russischen Streitkräfte das Land. 5 Millionen Menschen sind aus dem Land geflohen. Doch statt Frieden versinkt Afghanistan in einem Bürgerkrieg zwischen den sich verfeindeten Gruppen, bis schließlich fundamentalistische Taliban die Macht übernehmen. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt afghanische Flüchtlinge und Rückkehrer und fördert vor allem Bildungsprojekte.


1990
Regionalstelle Nord

Die Stimme im Norden

In Niedersachsen, Hamburg und Bremen engagiert sich Dr. Reinhold Friedl ehrenamtlich um Pressekontakte im Norden zu knüpfen. Er organisiert Vorträge und Seminare über die Situation von Flüchtlingen und lädt alljährlich zum Neujahrsempfang.


1991
Jugoslawien-Krieg

Vielvölkerstaat bricht auseinander

Nachdem Slowenien und Kroatien im Juni ihrer Unabhängigkeit erklären, bricht in Jugoslawien Krieg aus. Er dauert vier Jahre, in deren Verlauf fast drei Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Der Betriff der „ethnischen Säuberung“ geht in die Alltagssprache ein. Neben der Nothilfe fördert die UNO-Flüchtlingshilfe Rückkehrprogramme und auch psychosoziale Projekte für Flüchtlinge in Bosnien.


Mali

Dürre und Krieg

In Mali führt ein bewaffneter Tuareg-Aufstand zu einem Bürgerkrieg. Über 300.000 Menschen werden vertrieben. Eine Dürre verschlechtert die Lebensbedingungen der Flüchtlinge und Vertriebenen. Die UNO-Flüchtlingshilfe hilft den Rückkehrern u.a. beim Aufbau der Wasser- und Gesundheitsversorgung und bei Bildungsangeboten.


1994
Völkermord in Ruanda

Unbeschreibliches Elend in Goma

Es ist der größte und schnellste Massenexodus in der jüngeren Geschichte Afrikas. Nach dem Völkermord in Ruanda fliehen 2 Millionen Menschen in Panik und aus Angst vor Vergeltung in die Nachbarländer. In Tansania und Zaire (heute Demokratische Rep. Kongo) entstehen riesige Flüchtlingslager. Eines davon ist in Goma, wo Hilfsorganisationen aus aller Welt rund zwei Jahre um das Überleben der Flüchtlinge kämpfen, die in großer Not und Elend ausharren. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt die Bemühungen u.a. mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Plastikplanen für Notunterkünfte.


1995
Geschäftsstelle

Rheinallee, Bonn/Bad Godesberg

Eine hauptamtliche Geschäftsstelle wird eingerichtet. Der erste Geschäftsführer ist Johannes Bausch.


1997
Installation "Die Flüchtlinge"

Installation „Die Flüchtlinge“

Mitten in Hamburg baute die mexikanische Künstlerin Helen Escobedo eine beeindruckende Installation mit dem Titel "Die Flüchtlinge" mit 100 überlebensgroßen Strohpuppen auf.
Bei der Einweihung mit dabei (von links nach rechts) die Künstlerin Helen Escobedo, ARD-Tagesthemen Moderator und Präsidiumsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe, Ulrich Wickert, der Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe Norddeutschland, Dr. Reinhold Friedl, Ute Pape (damalige Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Präsidiumsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe) sowie Dr. Gustav Koch (damals Vorsitzender der UNO-Flüchtlingshilfe).


1999
Krise im Kosovo

Flucht aus dem Kosovo

In der Endphase des Jugoslawien-Krieges flüchten 850.000 ethnische Albaner aus dem Kosovo. Nach drei Wochen kehren 600.000 von ihnen in ihre Heimat zurück. Die Nothilfemaßnahmen und Hilfen für Rückkehrer unterstützte die UNO-Flüchtlingshilfe mit 2 Millionen DM.


2000
Karikaturen-Ausstellung

Was laufen Sie denn einfach so über die Straße ?

Die Karikaturen-Ausstellung mit Zeichnungen von Thomas Plaßmann geht im September erstmals auf Tour. Themen wie Gewalt gegen Ausländer, die Asyldebatte in Deutschland bringen die Betrachter mit Biss und einem Augenzwinkern zum Nachdenken. Die Ausstellung ist seither erfolgreich in vielen Bundesländern gezeigt worden. 20 Jahre später, wartet nun eine aktualisierte Version auf Interessenten.

Weitere Informationen


Kabarett zum 20. Jubiläum

"Nur fliehen ist schöner"

Das Berliner Kabarett Distel gab eine Jubiläumsvorstellung „Nur fliehen ist schöner“ in der Adenauer-Stiftung in Berlin.

Die ehemalige Schirmherrin Dr. Rita Süßmuth diskutierte mit dem engagierten Publikum und Flüchtlingsfrauen stellte das Büfett zusammen.


2001
11. September

Zuspitzung in Afghanistan

Nach den Anschlägen vom 11. September führt die USA Militärschläge gegen die Taliban durch. Millionen Menschen fliehen in die Nachbarländer Pakistan und Afghanistan. Mit 2,5 Millionen Flüchtlingen ist Afghanistan noch immer das zweitgrößte Herkunftsland von Flüchtlingen.


2003
Irak

Beginn des Irak-Krieges

Der Krieg im Irak endet mit dem Sturz von Saddam Hussein. Unser damaliger Schirmherr, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, ruft im Namen der UNO-Flüchtlingshilfe zu Spenden für die Flüchtlinge auf. Der Irak ist seit 2003 nicht mehr zur Ruhe gekommen, über die Jahre hat die UNO-Flüchtlingshilfe eine Vielzahl von Projekten für Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Irak unterstützt.


Darfur-Konflikt

Überleben in der Wüste

Der Konflikt zwischen Rebellengruppen und sudanesischer Regierung fordert hunderttausende Tote. Rund 2,5 Millionen Menschen werden zu Flüchtlingen.
Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt das Nothilfe-Programm.


Installation "Die Flüchtlinge"

"Die Flüchtlinge"

Erneut behandelt die mexikanische Künstlerin Helen Escobedo das Thema Flucht: diesmal ist es ein Zug von 60 in Lumpen gehüllten Figuren, die schweigsam durch den Raum ziehen. Die Installation „Die Flüchtlinge“ beeindruckt im Bonner Frauenmuseum viele Besucher.


Kunstausstellung

Sebastião Salgado - Fotoausstellung

Vom 14.11.2003 bis 01.02.2004 begeisterten die phantastischen Schwarz-Weiß-Fotografien des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado die Besucher der Bundeskunsthalle in Bonn und lenkten die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Millionen Flüchtlingskindern.


2004
Stiftungsgründung

UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung

Neben der UNO-Flüchtlingshilfe wird die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung gegründet, um vor allem langfristige Flüchtlingsprojekte zu unterstützen.


2005
Das Jahr für Afghanistan

Afghanistan-Jahreskampagne

Afghanistan steht für die größten und längsten Flüchtlingsbewegungen der Welt. Unter dem Motto „Helfen steckt an!“ organisierte die UNO-Flüchtlingshilfe gemeinsam mit der Stadt Bonn und der Hilfsorganisation Care International ein Jahr lang Aktionen und Benefizveranstaltungen zugunsten afghanischer Flüchtlinge. Bei einem Konzert des Beethoven-Orchester in der Beethovenhalle kamen 20.000 EUR für die Afghanistanhilfe zusammen. Cosma Shiva Hagen und Roger Willemsen besuchten Projekte in Afghanistan.

 


Erdbeben Pakistan

Nothilfe Pakistan

Ein Erdbeben in der Kaschmir-Region forderte 80.000 Tote und hinterließ 4 Millionen Menschen obdachlos. Weil der UNHCR seit Jahrzehnten vor Ort ist, wurden die Überlebenden mit Unterkünften und Hilfsmaterialien unterstützt.


2006
Benefiz-Kunstauktion

Zum 1., zum 2., zum 3.

Unter der Schirmherrschaft von Hellmuth Karasek wurden am 03. Dezember 2006 im Bonner Kunstmuseum Kunstwerke im Wert von über 20.000 zugunsten der UNO-Flüchtlingshilfe versteigert. Darunter Werke von Martin Kippenberger, Günther Uecker, Katharina Grosse, Max Uhlig oder Mischa Kuball und Katharina Sieverding.


2007
Ausstellung "Stille Flucht"

Saharauis Ausstellung „Stille Flucht“

Mit den eindrücklichen Fotografien des Kölner Fotografen Boris Becker von Saharauischen Flüchtlingen in der Sahara, die tausende Besucher in der Bundeskunsthalle sahen, wurde auf diese vergessene Flüchtlingskrise aufmerksam gemacht.


2009
Sahara-Benefizmarathon gewinnt Deutschen PR-Preis

Die UNO-Flüchtlingshilfe erhält für das Projekt „Benefizmarathon für saharauische Flüchtlinge“ die höchste Auszeichnung der PR-Branche im deutschsprachigen Raum: den „Internationalen Deutschen PR-Preis 2009“ in der Kategorie Events. Auch das Bild der zwei Flüchtlingsmädchen an der Marathon-Strecke kam in die engere Auswahl für das PR-Bild des Jahres.

4 Jahre hintereinander fand der Sahara-Benefizmarathon mit Beteiligung der UNO-Flüchtlingshilfe statt. Rund 100 Läuferinnen und Läufer folgten unserem Aufruf und liefen den Marathon in algerischen Sahara, der einzige Lauf auf der Welt, der drei Flüchtlingslager verbindet. Die Läufer besuchten Hilfsprojekte für die Sahraui und lebten gemeinsam mit den Flüchtlingsfamilien in deren Zelten. Mit einem Teil des Startgeldes und vielen Spenden wurden eine Reihe Hilfsprojekte für die Sahraui-Flüchtlinge verwirklicht.


2011
Südsudan

Ein andauernder Konflikt

Der Südsudan wird nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg unabhängig. Doch wenige Jahre danach flammen erneut Kämpfe auf. 3,9 Millionen Menschen - fast ein Drittel der Bevölkerung des Südsudan - sind noch immer durch den Konflikt entwurzelt.


Ostafrika

Dürre, Hunger und Gewalt

Innerhalb weniger Wochen fliehen Hunderttausende aus Somalia nach Kenia. Das Flüchtlingslager Dadaab im Osten Kenias wird zum größten Flüchtlingslager der Welt. Mehr als 500.000 Flüchtlinge - über 90 Prozent aus Somalia - leben hier unter schwierigsten Bedingungen. Die Hilfe für Somalia begleitet die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe seit ihrer Gründung 1980.


Syrien

Eine humanitäre Katastrophe

Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten kommt es zu einem Bürgerkrieg, durch den über die Hälfte der Bevölkerung vertrieben wird. Krieg und Gewalt herrschen - noch immer sind Millionen von Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.


2014
Ukraine

Vertreibung, Krieg und Leid

Der Konflikt in der Ukraine hat viel Leid für die zivile Bevölkerung gebracht. Noch immer konnten 1,5 Millionen Menschen nicht in ihre Häuser und Dörfer zurückkehren und leben als Binnenvertriebene im eigenen Land. Auch die Bevölkerung, die entlang der Kontaktlinie lebt, hat mit großen Einschränkungen zu leben und sind durch die andauernden Kampfhandlungen täglich in Gefahr.


2015
Flüchtlingskrise Europa

Fluchtroute Richtung Europa

Immer mehr Menschen wagen die lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer. 2015 stieg die Zahl der Flüchtlinge und Migrant*innen, die versuchen Europa zu erreichen auf über 1 Million. Von Griechenland machen sich die verzweifelten Menschen auf der Balkanroute auf den Weg nach Norden.


2017
Flucht der Rohingya

Flucht vor ethnischer Gewalt

Vor der Gewalt in ihrem Heimatland Myanmar fliehen 700.000 Rohingya in das benachbarte Bangladesch. Dort entsteht das größte Flüchtlingslager weltweit: Kutupalong.


2018
Venezuela

Ein Land stürzt ins Chaos

Seit dem Amtsantritt von Präsident Maduro 2013 stürzt das ehemals stabile Land immer tiefer ins Chaos. Steigende Lebensmittelpreise, ein zusammengebrochenes Gesundheitssystem und steigende Gewalt sind nur einige der Gründe, warum über 5 Millionen Menschen Venezuela bereits verlassen haben. 


2020
40 Jahre UNO-Flüchtingshilfe

100 Künstler - 1 Mission

Unter dem Motto "Leben retten, Kunst gewinnen" begeht die UNO-Flüchtlingshilfe mit einer Kunstlotterie ihr 40 jähriges Jubiläum.

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