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Seit ihrer Vertreibung vor über 30 Jahren leben rund 95.000 Saharauis unter unvorstellbar harten Bedingungen als Flüchtlinge in der westalgerischen Sahara. Das Volk aus der Westsahara wurde nach dem Abzug der spanischen Kolonialmacht 1975 und dem anschließenden Konflikt um die Kontrolle des Gebietes zur Flucht nach Algerien gezwungen.
Einst Nomaden, sind sie heute in vier Flüchtlingslagern zu Bewegungslosigkeit gezwungen und abhängig von internationaler Hilfe.
Das Schlimmste für die Menschen ist ihre Perspektivlosigkeit. Bis heute ist der Status der West-Sahara ungeklärt. Trotz des Waffenstillstands seit 1991 kommt es zu keiner Einigung.

In der Wüste kann nichts angebaut werden. Es mangelt an allem. Es gibt kaum Arbeit und vor allem die Jungen träumen von einem besseren Leben in der Ferne.
Zurzeit sind etwa 26.500 Mädchen und Jungen in den 28 Grundschulen des Flüchtlingslagers eingeschrieben. Es gibt außerdem noch zwei Internate (welche von den Überschwemmungen 2006 erheblich beschädigt wurden) und 25 Vorschulzentren.
Um den saharauischen Flüchtlingskindern einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen, folgen die Schulen dem algerischen Curriculum, sodass ihre Grundschulabschlüsse anerkannt werden. Das Abitur ist dann oft außerhalb der Flüchtlingslager möglich.
Die Klassenräume sind jedoch mit jeweils 40 bis 50 Kindern vollkommen überfüllt und es fehlt an adäquatem Lehrmaterial. In den Schulen müssen sich nicht selten drei oder vier Kinder ein Buch teilen.

Es gibt nicht nur zu wenig Lehrmaterial, auch ist das bisherige Material veraltet und entspricht nicht mehr dem algerischen Standard. Vor einigen Jahren reformierte Algerien sein Bildungssystem und änderte die Schulbücher. Ohne diese neuen Schulbücher ist die Anerkennung der schulischen Abschlüsse der Flüchtlingskinder gefährdet, und somit auch die Hoffnung auf eine weiterführende Bildung.
Hilfsmaßnahmen des UNHCR
Wenn die Schulen ihren Zweck erfüllen, können sie den Flüchtlingskindern eine hoffnungsvollere Perspektive ermöglichen. Deshalb unterstützt der UNHCR den Kauf von Schulbüchern für 7.000 bzw. 26% der Flüchtlingskinder.
Der Erwerb dieser Schulbücher ist Teil eines größeren UNHCR-Bildungsprojekts, das Mindeststandards im Bereich Schulbildung in den algerischen Flüchtlingslagern sichert.
Dazu gehören auch der Erwerb von
Die Laufteilnehmer des Sahara-Marathons 2010 unterstützen dieses Projekt mit einem Teil des Reisepreises.
Mehr dazu hier »
Zusatzinformationen:
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