Irak - Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene
Es ist die größte humanitäre Katastrophe, die der Nahe Osten je erlebt hat.
Die eskalierende Gewalt und Unsicherheit im Irak hat über vier Millionen Menschen zur Flucht gezwungen.
Etwa die Hälfte von ihnen wurde innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben.
Weitere zwei Millionen suchen Schutz und Zuflucht in den angrenzenden Nachbarländern.

Die Belastung für die Aufnahmeländer ist enorm
Es fehlt an Unterkünften, die Gesundheitssysteme sind überlastet und die öffentlichen Schulen überfüllt.
Nur ein Zehntel der rund 300.000 irakischen Flüchtlingskinder kann in Syrien zur Schule gehen. Dabei ist Syrien das einzige Land in der Region, das irakischen Kindern überhaupt freien Zugang zu öffentlichen Schulen erlaubt.
Tausende Iraker leiden, weil die Gesundheitssysteme die zusätzlichen Kranken und Verletzten nicht bewältigen können.
Schwierige Hilfe für Binnenvertriebene
Im Irak selbst ist es angesichts der äußerst schlechten Sicherheitslage im Land, extrem schwierig die benötigte Hilfe zu den Menschen zu bringen.
Die UN-Hilfsmission für Irak schätzt, dass mehr als 15 Millionen Iraker als besonders gefährdet gelten dazu gehören Flüchtlinge, Vertriebene, Witwen, Behinderte.
Viele haben bald keine eigenen Mittel mehr, um sich selbst zu versorgen. Aber auch die Aufnahmegemeinden kämpfen mit der immer größer werdenden Zahl von Vertriebenen.
Die Fakten
- Schätzungsweise vier Millionen Iraker sind abhängig von Lebensmittelhilfen.
- Nur 60 Prozent haben Zugang zum staatlichen Lebensmittelverteilungssystem.
- 23 Prozent der Kinder sind chronisch unterernährt.
- 70 Prozent der Iraker haben keinen Zugang zu ausreichender Wasserversorgung.
- 80 Prozent haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen.
- Die Arbeitslosenrate beträgt mehr als 50 Prozent.
UNHCR hilft
Im Irak versorgt UNHCR die Vertriebenen mit: · dringend benötigten Hilfsgütern · sauberem Trinkwasser · Unterkünften
Zudem werden:
- die Menschen registriert
- in landesweit 14 Zentren Rechtshilfen bereitgestellt.
- den Vertriebenen die wichtigsten Unterlagen ersetzt, um ihren Anspruch auf die staatliche Lebensmittelhilfe zu sichern
In den Nachbarländern:
- setzt sich UNHCR für die Gewährleistung des Flüchtlingsschutzes ein
- versorgt UNHCR Bedürftige mit Hilfsgütern
- unterstützt UNHCR die Schul- und Gesundheitssysteme
Hintergrund
- Bildergalerie »
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- Schulen für irakische Flüchtlingskinder »
UNHCR vor Ort
Irakische UNHCR-Mitarbeiter sind an sieben Orten im Irak im Einsatz und arbeiten mit einem Netzwerk von 17 Partnern zusammen. Insgesamt beschäftigt UNHCR derzeit 300 Mitarbeiter in Syrien, Jordanien, Libanon, Türkei, Irak sowie in Genf, die sich ausschließlich für die irakischen Flüchtlinge einsetzen.
Förderung
Die UNO-Flüchtlingshilfe hat das UNHCR-Nothilfeprogramm für irakische Flüchtlinge bisher mit 50.000,- Euro unterstützt. Insgesamt flossen 250.000 Euro in Hilfsprojekte für irakische Flüchtlinge.