Über zwei Millionen Iraker sind vor den Kämpfen in ihrer Heimat in die angrenzenden Nachbarländer geflohen. Rund eine halbe Million sind Kinder im Schulalter.
Trotz intensiver Anstrengungen der Aufnahmeländer besuchen nur Wenige die Schule. Denn die Masse entwurzelter Iraker hat zum Teil die gesamte Infrastruktur dieser Länder zum Erliegen gebracht - vor allem im Bildungswesen.
Im syrischen Exil geht nur ein Zehntel der rund 300.000 irakischen Flüchtlingskinder zur Schule. Dabei ist Syrien das einzige Land in der Region, das irakischen Kindern überhaupt freien Zugang zu öffentlichen Schulen erlaubt. Aber es gibt nicht genügend Plätze für alle.
Eine komplette Generation irakischer Kinder ist in Gefahr, keine Bildung zu erhalten.
UNHCR und UNICEF haben einen Aktionsplan entwickelt, um in den Schulen Platz für zusätzlich mindestens 150.000 Kinder zu schaffen und Schulabbrecher wieder zu integrieren.
Hilfsmaßnahmen
Es werden
Schulcontainer und Lernmaterialien beschafft
zusätzliche Klassenräume eingerichtet
Gebäude hergerichtet, die vorübergehend als Schulen genutzt werden können
4.000 zusätzliche Lehrkräfte ausgebildet
Viele irakische Kinder sind seit drei Jahren nicht mehr regelmäßig zur Schule gegangen. Diese Kinder, von denen viele unter traumatischen Erfahrungen leiden, sollen in besonderen Kursen auf die Schule vorbereitet und psychologisch betreut werden.