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Dank der Unterstützung des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) müssen hunderte von Grundschülern in der krisengeschüttelten Region Darfur im Westen des Sudan nicht mehr im Freien lernen. Das gemeinsame Lernen, so die Hoffnung, werde Brücken zwischen den unterschiedlichen Kulturen schaffen und so zukünftige Konflikte vermeiden helfen in einer Region in der in den vergangenen Jahren hundertausende Menschen gewaltsam vertrieben wurden.

In der Grundschule im Dorf Fasei lernen fast 900 Schüler (500 Jungen und 400 Mädchen). Unter ihnen sind sowohl afrikanisch- als auch arabischstämmige Kinder, die friedlich zusammenleben und nicht das Leid der Vertreibung kennen gelernt haben, das in anderen Teilen Darfurs viele Dörfer zerstört hat.
Die Schülerzahlen sind gestiegen und viele Schüler müssen unter Plastikplanen auf dem Hof lernen. Nachdem die Ältesten um Hilfe gebeten haben, entschied UNHCR im letzten Jahr den Bau neuer Klassenzimmer unter Verwendung von umweltfreundlichen Materialien zu finanzieren. So sind acht Klassenzimmer entstanden, die aus stabilisierten Erdblöcken bestehen.
"Das Schöne an diesem Schulbau ist, dass sie sich in einem Gebiet befinden, in dem gemischte [ethnische] Gruppen leben," bemerkt Ken Riebe, ein UNHCR-Mitarbeiter, der im nähen Städtchen Zalingei arbeitet. "Verschiedene Stämme leben in dieser Region, Afrikaner und Araber, und alle Gruppen profitieren von der Schule, werben für ein friedliches Zusammenleben, was bedeutet, dass weniger Menschen vertrieben werden," fügt er hinzu.
Inter-ethnische Konflikte gibt es in West-Darfur seit 2003. 2,5 Millionen Zivilisten wurden aus ihren Dörfern vertrieben und fanden Schutz in anderen Gebieten oder im benachbarten Tschad, wo jetzt 250.000 Flüchtlinge leben.
Die Schüler freuen sich sichtlich über die neue, vergrößerte Schule. "Ich bin sehr froh, dass die neuen Klassen gebaut wurden," sagt der 13-jährige Mohamed. Aber er und die anderen Schüler hoffen, die die Bildung im Distrikt noch weitere Unterstützung bekommt. "Bald werde ich die Grundschule beenden und dann muss ich nach Zalingei in die weiterführende Schule gehen," sagt Mohamed und fügt hinzu: "Ich wünschte, hier in Fasei würde eine weiterführende Schule gebaut."
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