Zwischen zwei Leben
Eine Doku-Serie der UNO-Flüchtlingshilfe
S1F6 : Auf den Geschmack kommen
In der 6. Folge nehmen uns Abdul und Farida mit an ihren Esstisch und zeigen, wie der UNHCR die Familie gemeinsam mit hunderttausend anderen Flüchtlingen mit ausreichend Nahrung in der Hitze von Jordanien versorgt.
Farida verrät uns außerdem, wie sie die einfache Ernährung für Ihre Kinder spannend gestaltet.
Außerdem besuchen wir gemeinsam mit Ihab den Supermarkt im Camp, ein ganz und gar unerwarteter Anblick mitten in der Wüste.
Sie möchten jetzt schon wissen wie es weitergeht?
Schon gewusst?
Wussten Sie schon, dass die gemeinsame Essenszeit im Nahen Osten der wichtigste Teil des Tages ist? Hier kommt die Familie zusammen um zu essen, zu lachen und sich von Ihrem Tag zu erzählen.
Auf der ganzen Welt benötigen Familien Nahrung um zu überleben und gesund zu bleiben. Aber oft ist es auch mehr als nur eine Mahlzeit – das Essen schweißt sie zusammen.
Wo auch immer der UNHCR seine Zelte aufschlägt, erhalten Familien bei ihrer Ankunft ein warmes und reichhaltiges Essen. Viele hatten bei Ihrer Flucht keine Möglichkeit Nahrungsmittel mitzunehmen und waren wochenlang ohne richtige Mahlzeit unterwegs. Oft sind sie erschöpft und schwach, Kinder häufig unterernährt.
Wenn Kinder im Camp ankommen, wiegen wir sie und schauen nach anderen Anzeichen von Mangelernährung. Untergewichtige Kinder werden sofort in unser Ernährungsprogramm aufgenommen. Hier erhalten sie spezielle Nahrungsergänzungsmittel um wieder in eine gute körperliche Verfassung zu kommen.
Dank Ihnen können wir nicht nur einfach Kalorien verteilen, sondern den Menschen ihre Unabhängigkeit und Würde zurückgeben.
Wir sagen Dankeschön!
„Wir sind sehr dankbar für die Nahrungsmittel, die wir hier erhalten. Aber es wird nie das Gleiche sein wie zu Hause.“
Flüchtlinge können frisch gebackenes Brot, Obst und Gemüse in den Geschäften auf der "Champs Elysées", der Hauptstraße in Zaatari, kaufen. ©UNHCR/S.Rich
Farida weiß, wie sie ihren Kindern mit kleinen Tricks das Essen schmackhaft machen kann.
Wir sind eine neun-köpfige Familie. Vor allem die Kinder brauchen Essen. Wir bekommen neun Essensgutscheine. Jeder davon ist zehn Jordanische Dollar wert. Da muss man manchmal schon knapp rechnen, aber es genügt uns. Auch, wenn es nicht anders schmeckt: ich färbe den Reis ein bisschen ein. Die Kinder mögen es und ich freue mich, wenn sie glücklich sind. Nach all dem was passiert ist.
Zuhause konnte ich die Tür zu unserem Garten öffnen, das frische Gemüse riechen und unsere Produkte für den Tag pflücken. Natürlich ist das Brot zuhause etwas besser. Auch das Masafar, ein traditionelles Lammgericht, ist nicht ganz dasselbe. Klar vermissen wir das frische Essen und die frischen Lebensmittel von Zuhause. Alles hier ist gefroren. Fast so festgefroren, wie unsere Situation und das Leben hier manchmal.
Wir haben genug zum Überleben aber ich träume davon wieder nach Hause zurück zu kehren und den Kindern unsere traditionellen Gerichte zuzubereiten. Mein Lieblingsgericht sind gefüllte Weinblätter. Es wäre wunderbar, wenn ich diese noch mal für meine Kinder zubereiten könnte, frisch gepflückt aus unserem Garten.
Jetzt schon alle Folgen anschauen
Wir möchten uns bei Ihnen als treue*r Dauerspender*in der UNO-Flüchtlingshilfe bedanken.
Folgen Sie Abdul und seiner Familie auf ihrem Weg in ein neues Leben im Flüchtlingscamp Zaatari in Jordanien.