Wenn Schweigen endet: Psychische Gesundheit in Geflüchteten-Communities
Jeden Tag steht Narmine mit dem Ziel auf, das Leben eines anderen Menschen ein Stück besser zu machen.
Als syrische Geflüchtete kennt sie die Herausforderungen der psychischen Gesundheit nur zu gut. Angstzustände, Depressionen und Wut sind in vielen Gemeinschaften von Vertriebenen weit verbreitet – und dennoch fällt es vielen schwer, darüber zu sprechen oder Hilfe zu suchen.
Genau hier setzt Narmine an. Ein zentraler Teil ihrer Arbeit ist Aufklärung und Sensibilisierung: Sie spricht mit Geflüchteten über psychische Belastungen, erklärt Symptome und zeigt Wege auf, Unterstützung anzunehmen.
Statt darauf zu warten, dass Betroffene selbst Hilfe suchen, geht Narmine aktiv auf sie zu. Sie besucht Familien in ihren Unterkünften, organisiert Gruppensitzungen und bietet bei Bedarf auch Einzelgespräche an.
Ihr Ansatz: Vertrauen schaffen und das Stigma rund um psychische Gesundheit durchbrechen.
Die Wirkung von Narmines Engagement ist deutlich spürbar. Was früher oft verschwiegen wurde, wird zunehmend zum Gesprächsthema. In den Gemeinschaften beginnt sich etwas zu verändern: Menschen sprechen offener über ihre psychische Gesundheit – und ermutigen sich gegenseitig, Unterstützung anzunehmen.
Auch Fawzieah hat von diesen Angeboten profitiert. Seit Jahren lebt sie als Geflüchtete im Irak und kämpfte lange mit emotionalem Stress und Angstzuständen. Die Verantwortung für ihre acht Kinder und die unsichere Lebenssituation setzten ihr stark zu.
Am meisten geholfen hat mir die Erkenntnis, dass ich nicht allein bin.
Durch die Teilnahme an Gruppensitzungen fand sie neue Wege, mit diesen Belastungen umzugehen.
Mentale Gesundheit
Der Mai ist Mental Health Awareness Month.
Viele Geflüchtete leben mit den unsichtbaren Folgen von Flucht.
Erfahren Sie mehr über psychische Gesundheit, Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten:
Eine einzelne Person kann eine Gemeinschaft beeinflussen. Wir alle stehen vor Herausforderungen im Bereich der psychischen Gesundheit, aber indem wir uns gegenseitig unterstützen, können wir sie überwinden
schließt Narmine.
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium sowie internationalen und lokalen NGOs stellt UNHCR wichtige Dienste zur psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung (MHPSS) für Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften bereit. Diese Angebote geben den Menschen Werkzeuge an die Hand, um ihre Widerstandsfähigkeit wieder aufzubauen und ihr Wohlbefinden zu verbessern.
Im Jahr 2024 hat der UNHCR im Irak fast 10.000 Beratungen im Bereich der psychischen Gesundheit durchgeführt und die Bereitstellung entsprechender Unterstützung in Bereiche wie Bildung, Kinderschutz und geschlechtsspezifische Gewalt integriert.
Bemerkungen :