waren Ende 2025 auf der Flucht.
der Flüchtlinge gibt es auf Grund von langanhaltenden Krisensituationen.
Menschen sind aufgrund von Konflikten im eigenen Land vertrieben.
Zahlen & Fakten zu Menschen auf der Flucht
Die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen, ist 2025 erstmals seit zehn Jahren gesunken - bleibt jedoch weiterhin auf einem besorgniserregend hohen Niveau.
Ende 2025 waren weltweit 117,8 Millionen Menschen auf der Flucht. 5,4 Millionen von ihnen flohen allein in 2025 vor Gewalt und Verfolgung in andere Länder.
Gleichzeitig konnten 14,7 Vertriebene in ihre Herkunftsländer oder -regionen zurückkehren. Damit erreichte die Rückkehr weltweit den zweithöchsten Stand seit Beginn der Datenerhebung vor 60 Jahren – allerdings kehrten viele Menschen nicht freiwillig und unter schwierigen Bedingungen zurück.
Quelle: UNHCR Gobal Report 2025. Einige Palästina-Flüchtlinge unter dem Mandat des UNRWA wurden auch 2023 (1,2 Millionen), 2024 (1,4 Millionen) und 2025 (1,4 Millionen) innerhalb des Gazastreifens vertrieben. In dieser Grafik werden diese innerhalb des Landes vertriebenen Flüchtlinge unter UNRWA-Mandat jedoch nur einmal gezählt – unter der Kategorie „Palästina-Flüchtlinge unter UNRWA-Mandat“.
Zu den 117,8 Millionen gewaltsam Vertriebenen gehörten Ende 2025
- 41,6* Millionen Flüchtlinge, darunter:
- 28,5 Millionen Flüchtlinge unter UNHCR Mandat
- 6 Millionen Palästina-Flüchtlinge unter UNRWA-Mandat
- 7,2 Millionen andere schutzbedürftige Menschen - 68,7 Millionen Binnenvertriebene durch Konflikte und Gewalt
- 9 Millionen Asylsuchende
* Die Zahlen beruhen auf Daten, die von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, dem UNHCR und anderen UN-Organisationen gemeldet wurden. Sie sind gerundet, was die Abweichungen bei der Addition erklärt.
Die wichtigsten Vertreibungssituationen im Jahr 2025
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Sudan
© UNHCR/Ziyad AlhamadiWährend der Konflikt im Sudan in sein viertes Jahr geht, ist die Zahl der Geflüchteten aus dem Sudan bis Ende 2025 auf 2,8 Millionen gestiegen – ein Anstieg um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zugleich bleibt der Sudan die weltweit größte Krise der Binnenvertreibung: Ende 2025 waren 9,1 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben.
Einige vertriebene Sudanes*innen – sowohl Geflüchtete als auch Binnenvertriebene – kehren inzwischen in vergleichsweise sichere Gebiete zurück, in denen die Kämpfe nachgelassen haben. Doch die Rückkehr ist mit enormen Herausforderungen verbunden: Grundlegende Dienstleistungen funktionieren kaum, Infrastruktur ist zerstört oder stark beschädigt, viele Häuser sind unbewohnbar und wirtschaftliche Perspektiven sind extrem begrenzt.
- Demokratische Republik Kongo
- Syrien
- Afghanistan
Niemand flieht freiwillig
Gründe für eine Flucht können sehr unterschiedlich sein. Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden.
Hilfe am Limit
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Flüchtlinge
Die Zahl der Flüchtlinge weltweit ist bis Ende 2025 leicht auf 41,6 Millionen gesunken. Viele dieser Flüchtlinge sind bereits seit vielen Jahren auf der Flucht.
Die meisten Flüchtlinge verbleiben in der Nähe ihres Herkunftslandes. Die ärmsten Ländern der Welt beherbergen 26 Prozent der Flüchtlinge. 68 Prozent der Flüchtlinge leben in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.
aller Flüchtlinge sind Kinder.
aller Flüchtlinge leben in den Nachbarländern.
der Flüchtlinge leben in den am wenigsten entwickelten Ländern.
Sinkende Zahl von Asylgesuchen
- 2025 warteten 9 Millionen Asylsuchende auf eine Entscheidung über ihren individuellen Antrag.
- Die Zahl derjenigen, die erstmals um internationalen Schutz nachsuchten, sank um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, auf 4,7 Millionen.
- Die größten Zahl neuer individueller Asylanträgen wurde in den USA gemeldet, gefolgt von Ägypten: USA (912.000), Ägypten (292.000).
- Insgesamt wurde 945.600 Personen Flüchtlingsstatus in 2025 zuerkannt. 13 Prozent mehr als im Vorjahr. 930.200 Menschen erhielten einen vorläufigen Status.
- Jeder fünfte Einzelanträge wurde von Staatsangehörigen des Sudan oder Venezuela gestellt.
In Deutschland: Rückläufige Asylgesuche
2025 sank in Deutschland die Zahl der Asylgesuche erneut. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben 2025 insgesamt 113.236 Personen einen ersten Asylantrag in Deutschland gestellt, 55.307 Menschen stellten einen Folgeantrag. 101.606 Asylverfahren waren 2025 noch anhängig.
26.388 der Erstanträge im Jahr 2025 betrafen Kinder im Alter von unter vier Jahren. Die Zahl der Asylerstanträge von unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sank 2025 auf etwas mehr als einem Viertel der Antragszahl von 2024, auf 4.926.
Die wichtigsten Herkunftsländer waren Syrien, Afghanistan, der Türkei, Somalia und dem Irak.
Binnenvertriebene
Wie in den vergangenen Jahren stellen Binnenvertriebene die Mehrheit der gewaltsam vertriebenen Bevölkerung weltweit dar. Mit etwa 68,7 Millionen Menschen, die vor Konflikten geflohen und im eigenen Land geblieben sind, ist die Zahl um 7 Prozent im Vergleich zu Ende 2024 gesunken.
Binnenvertriebene
der Binnenvertriebene flüchteten aufgrund von Naturkatastrophen
Binnenvertriebene kehrten 2025 in ihre Heimatregion zurück
Lösungen für Flüchtlinge: Rückkehr, Resettlement oder Einbürgerung
Quelle: UNHCR Global Trends Report 2025.
Flüchtlinge kehrten 2025 in ihre Heimatländer zurück
konnten nach Kanada im Resettlementprogramm auswandern
der Flüchtlinge kehrten in nur 3 Länder zurück (Afghanistan, Syrien und Sudan)
Rückkehr
Die meisten Flüchtlinge wünschen sich, in ihre Heimat zurückzukehren und dort ihr Leben neu aufzubauen – vorausgesetzt, Sicherheit und Stabilität sind gewährleistet.
Daher ist die Entwicklung erfreulich, dass die Zahl der Rückkehrer 2025 weiter gestiegen ist. Laut Global Trends Report waren es 2025 14,7 Millionen Menschen – 10,3 Millionen Binnenvertriebenen und fast 4,4 Millionen Flüchtlinge. 90 Prozent der Rückkehrer kehrten in nur drei Länder zurück: Afghanistn (1,9 Mio.), Syrien (1,3 Mio.) und Sudan (651.500).
Doch die meisten Rückkehrbewegungen im Jahr 2025 fanden unter äußerst schwierigen Bedingungen oder in fragilen Kontexten statt. Afghanische Flüchtlinge sahen sich infolge politischer Veränderungen in ihren Aufnahmeländern häufig zur Rückkehr gedrängt. Kongolesische Binnenvertriebene wiederum mussten ihre Unterkünfte nach deren zwangsweiser Schließung verlassen und hatten keine andere Wahl, als zurückzukehren. Auch syrische und sudanesische Flüchtlinge sowie Binnenvertriebene kehrten trotz anhaltender Unsicherheit, mangelhafter Grundversorgung und begrenzter Erwerbsmöglichkeiten in ihre Herkunftsregionen zurück.
Damit eine Rückkehr langfristig tragfähig ist, sind erhebliche Investitionen in die Wiedereingliederung der Rückkehrenden unerlässlich. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Entwicklung von Ländern, die durch Konflikte schwer gezeichnet sind. Gleichzeitig braucht es auch Investitionen in den Aufnahmeländern, damit Flüchtlinge bis zu einer sicheren und nachhaltigen Rückkehr ihren Lebensunterhalt sichern, ihre Familien versorgen und zugleich einen positiven Beitrag für die Gesellschaften leisten können, die sie aufgenommen haben.
Resettlement/Neuansiedlung
In 2025 wurden laut Regierungs- und UNHCR-Daten weltweit rund 81.800 Flüchtlinge über Umsiedlungs- und Sponsoringprogramme in 24 Ländern aufgenommen. Das ist dreimal weniger als im selben Zeitraum 2024. Weltweit hat der UNHCR 2,9 Millionen Menschen identifiziert, die Umsiedlungsbedarf haben.
Über 84 Prozent der Aufnahmen erfolgten in nur drei Ländern (Kanada, den USA und Australien) über UNHCR-Programme und private Sponsoringwege. Die meisten Flüchtlinge stammten aus Eritrea, Afghanistan, Somalia, Syrien und der Demokraitschen Republik Kongo.
Integration und Einbürgerung
Die lokale Integration trägt dazu bei, dass Flüchtlinge in den Aufnahmeländern ein neues Leben aufbauen können. Sie schafft ein langfristig stabiles Umfeld, das die Flüchtlinge in die Lage versetzt, ihr Leben neu aufzubauen, sinnvoll am wirtschaftlichen und sozialen Leben des Aufnahmelandes teilzunehmen und sich und ihre Familien zu ernähren.
Verlässliche Daten zur lokalen Integration von Flüchtlingen sind nach wie vor begrenzt und schwer vergleichbar. Als Indikatoren gelten häufig Einbürgerungen oder die Vergabe von Daueraufenthaltsrechten.
Laut Angaben aus 18 Aufnahmeländern erhielten in 2025 93.500 Geflüchtete aus 179 Ländern entweder die Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis – doppelt so viele wie im Vorjahr.
Die meisten dieser Geflüchteten stammten aus Syrien, Azerbaidschan, Afghanistan und dem Iran. Die höchsten Einbürgerungszahlen 2025 waren in 6 Ländern zu verzeichnen: Armenien (21.800), Kanada (20.400), den Niederlanden (13.700), Australien (10.000), Schweden (10.500) und Norwegen (8.400).
Fast alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus dem UNHCR Trends Report 2025.
Wie erstellt der UNHCR die Statistiken im Global Trends Report?
Der UNHCR-Report "Global Trends" wird jedes Jahr zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni herausgegeben und bezieht sich auf Zahlen, die von Januar bis Ende Dezember des Vorjahres erfasst wurden.
Das Hauptaugenmerk des Reports liegt auf der Analyse der Veränderungen und Trends bei der Vertreibung von Menschen, die unter das UNHCR-Mandat fallen.
Zusätzlich schätzt der UNHCR die Anzahl derjenigen, die von UNHCR geschützt und/oder unterstützt wird. Diese Zahl unterscheidet sich leicht von der Zahl der Menschen auf der Flucht, da sie neben Personen, die gewaltsam vertrieben wurden (Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene und andere Personen, die internationalen Schutz benötigen), noch weitere Personengruppen berücksichtigt. Dazu zählen diejenigen, die innerhalb des letzten Jahres in ihre Heimat zurückgekehrt sind, Staatenlose (von denen die meisten nicht gewaltsam vertrieben wurden) und andere Gruppen, denen der UNHCR auf humanitärer Basis Schutz oder Hilfe gewährt hat.
Alle Zahlen in dem Bericht basieren auf Daten, die von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen gemeldet oder vom UNHCR selbst erfasst wurden, wobei die Zahlen auf Hundert oder Tausend gerundet sind.
Was sind „andere Personen, die internationalen Schutz benötigen“?
Darunter werden Personen gefasst, die sich außerhalb ihres Herkunftslandes oder -gebiets befinden, typischerweise weil sie gewaltsam über internationale Grenzen vertrieben wurden, die jedoch nicht unter anderen Kategorien (Asylsuchende, Flüchtlinge, Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen) gemeldet wurden, die aber wahrscheinlich internationalen Schutz benötigen, einschließlich Schutz vor erzwungener Rückkehr sowie Zugang zu Grundversorgungsleistungen auf vorübergehender oder längerfristiger Basis.
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