Frauen mit Kindern in einer Reihe
© UNHCR/Antonia Vadala
Frauen mit Kindern in einer Reihe
© UNHCR/Antonia Vadala

Hilfe für Flüchtlinge & Vertriebene im Sudan

3,2
Millionen

Menschen sind aus dem Sudan in Nachbarländer geflohen (Stand: Dez 2025)

800
Tausend

Flüchtlinge im Sudan mussten vorzeitig in ihre Heimatländer zurückkehren (Stand: Dez 2025)

10,1
Millionen

Menschen sind innerhalb des Sudans durch die Kämpfe vertrieben worden (Stand: Dez 2025)

Eskalierende Gewalt und eine humanitäre Katastrophe

Stand: Februar 2026

Seit Ausbruch der bewaffneten Kämpfe zwischen den Sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 hat sich die Lage im Sudan dramatisch verschärft.

Anhaltende Gewalt, Luftangriffe und interkommunale Konflikte – insbesondere in der Region Darfur – zwingen Millionen Menschen zur Flucht. Der Sudan erlebt heute eine der komplexesten und schwersten humanitären Krisen weltweit.

Trotz vereinzelter Verbesserungen in einigen Städten dauern die Kämpfe an, neue Vertreibungswellen folgen, und die Not der Zivilbevölkerung wächst weiter.

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Millionen kämpfen gegen den Hunger

Hunger gehört zu den dramatischsten Folgen des Krieges im Sudan. Laut der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) sind über 21 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. 

Durch die anhaltende Gewalt, Vertreibung und den Zusammenbruch von Märkten und Versorgungssystemen haben Millionen Menschen kaum noch Zugang zu ausreichend Nahrung. 

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt, dass die Lage sich weiter zuspitzt und immer mehr Familien um ihr tägliches Überleben kämpfen.

Wie Ihre Spende im Sudan hilft

 

Schutz und Nothilfe:

Unterstützung für Binnenvertriebene und Flüchtlinge mit Unterkünften, Notfallhilfe, Bargeldunterstützung und Schutzmaßnahmen.

Hilfe vor Ort und über Grenzen hinweg:

Einsatz in mehreren Bundesstaaten sowie grenzüberschreitende Hilfe – auch in schwer zugänglichen Regionen.

Fokus auf besonders Schutzbedürftige:

Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Hilfe.

Hintergrund: Flucht, Hunger und der Zusammenbruch grundlegender Strukturen

Die Gewalt im Sudan hat zu massiver Vertreibung geführt: Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, viele von ihnen mehrfach. Weitere Millionen haben in Nachbarländern Schutz gesucht. 

Gleichzeitig war der Sudan bereits vor dem aktuellen Konflikt ein wichtiges Aufnahmeland für Flüchtlinge aus der Region. Der Krieg hat jedoch grundlegende Strukturen zerstört: 

  • Gesundheitssysteme sind vielerorts kollabiert
  • Schulen sind geschlossen
  • landwirtschaftliche Produktion und Lieferketten sind unterbrochen
  • Hunger, Krankheiten und Armut breiten sich aus
  • ganze Regionen stehen am Rand einer Hungersnot 

Die anhaltende Gewalt zwingt immer mehr Menschen dazu, alles zurückzulassen und nach Sicherheit zu suchen.

Hilfe am Limit

Die humanitäre Hilfe steckt in einer schweren Finanzierungskrise. 

Weltweit verlieren Flüchtlinge den Zugang zu lebenswichtiger Hilfe – weil das Geld fehlt.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

informieren & helfen

UNHCR-Hilfe in den Nachbarländern

Die Hilfe hört an der Grenze nicht auf. Der UNHCR ist auch in den Nachbarländern wie Tschad, Südsudan und ZAR vor Ort und unterstützt Flüchtlinge aus dem Sudan.

Die Klimakrise verschärft die Lage in der Region zusätzlich: Dürren, Überschwemmungen und extreme Wetterereignisse zerstören Lebensgrundlagen und treiben immer mehr Menschen in Armut und Vertreibung. 

Man hat 13 Jahre Zeit um ein Kind zu begleiten. Die Einstellung der Finanzierung bedeutet, das dieser Prozess gestoppt wird.

UNHCR-Mitarbeiter Michel-Rene Bizoza, besucht die Schulen im Flüchtlingscamp Farchana im Tschad, wo viele sudanesische Flüchtlinge leben. Michel-Rene ist besorgt, denn wenn die finanziellen Mittel für die Schulen gestrichen werden, nimmt man den Kindern ihre Zukunft. 

Lesen Sie mehr zu den Auswirkungen der Mittelkürzungen 

Rückkehr trotz großer Unsicherheit

Während in weiten Teilen des Landes Krieg herrscht, gibt es mittlerweile einige relativ sichere Gebiete. Den prekären Lebensumständen von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen geschuldet, entscheiden sich viele Menschen für eine Rückkehr. 

Bis Juli 2025 sind über 1 Millionen Binnenvertriebene in ihre Heimatregionen zurückgekehrt. Gleichzeitig kamen allein aus Ägypten rund 344.000 Flüchtlinge zurück. Nach mehr als zwei Jahren Krieg liegen weite Teile des Landes in Trümmern. 

Die Rückkehrer stehen vor dem Nichts.

FAQ

Wie kam es zur aktuellen Krise im Sudan?

Die heutige Krise im Sudan ist das Ergebnis jahrelanger politischer Instabilität und wirtschaftlicher Not. Nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir im Jahr 2019 blieb der Übergang zu einer zivilen Regierung fragil. Im Oktober 2021 übernahm das Militär erneut die Macht, Proteste wurden gewaltsam unterdrückt und internationale Unterstützung teilweise ausgesetzt.

Im April 2023 eskalierte der Machtkampf zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) unter General Abdel Fattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF unter Mohamed Hamdan Daglo („Hemeti“) zu einem offenen Krieg. Seitdem kommt es im ganzen Land zu schweren Kämpfen, auch in Darfur und anderen Regionen. Waffenruhen wurden wiederholt gebrochen, Friedensgespräche blieben bislang ohne Durchbruch.

Millionen Menschen mussten fliehen – innerhalb des Sudans und in Nachbarländer wie Tschad, Ägypten und Südsudan. Viele Rückkehrer finden zerstörte Städte, fehlende Versorgung und kaum Sicherheit vor.

Wer ist von der Krise im Sudan besonders betroffen?

Besonders gefährdet sind Kinder, Frauen und mehrfach vertriebene Familien. Viele Menschen leiden unter Hunger, Gewalt, fehlender medizinischer Versorgung und dem Zusammenbruch grundlegender Infrastruktur. Auch die Gemeinden in den Aufnahmeregionen sind zunehmend überlastet.

Können die Menschen im Sudan sicher zurückkehren?

Viele Rückkehrer*innen kehren nicht aus Sicherheit zurück, sondern aus Mangel an Alternativen. In ihren Heimatregionen finden sie oft zerstörte Häuser, fehlende Infrastruktur und kaum Zugang zu Hilfe. Eine sichere und dauerhafte Rückkehr ist für viele derzeit nicht möglich.

Regionale Entwicklungen

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Menschen waten durch Matsch im Flüchtlingslager RF1368958_Sudan_Ueberschwemmung.jpg