Syrienkrise: Spenden Sie für Flüchtlinge und Vertriebene
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Eine Dekade der Gewalt

(Stand: 20.6.2024)
Am 15. März 2011 wurden friedliche Proteste in Syrien von der Regierung gewaltsam niedergeschlagen: es folgten dreizehn Jahre gewaltsame Auseinandersetzungen und eine der größten Flüchtlingskrisen weltweit.

Und obwohl die Situation der Flüchtlinge aus Syrien immer weniger mediale Aufmerksamkeit erhält, ist die Krise noch lange nicht überwunden. Tatsächlich ist die Zahl der syrischen Flüchtlinge in den letzten Jahren kaum zurückgegangen und die Situation der syrischen Flüchtlinge (und Aufnahmegemeinschaften) ist schwieriger als je zuvor.

Mehr als 5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien leben in der Region.

Über die Hälfte der Bevölkerung Syriens musste ihr Zuhause seit Beginn der Krise in ihrem Land verlassen. Die Mehrheit der Flüchtlinge hat der UNHCR bisher in den Hauptaufnahmeländern Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten registriert. Die Türkei hat mit 3,1 Millionen die höchste Zahl syrischer Flüchtlinge weltweit aufgenommen, während der Libanon und Jordanien zu den direkten Nachbarländern mit der höchsten Flüchtlingszahl gehören. Ein Großteil der Flüchtlinge hofft, eines Tages wieder in Syrien leben zu können. Jedoch sehen sie eine Rückkehr in naher Zukunft als unwahrscheinlich an.

Rund 7,2 Millionen Menschen sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht.

Immer wieder müssen die Menschen vor Gewalt fliehen und ihr Hab und Gut zurückgelassen. In Syrien ist jede dritte Person zur Flucht innerhalb des Landes gezwungen. Viele Menschen wurden bereits mehrmals zur Flucht gezwungen, weil die Sicherheitslage kritisch war.

16,7
Millionen

Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

13
Jahre

Gewalt

7,2
Millionen

Binnenvertriebene

Trotz der schwierigen Umstände bleibt der UNHCR vor Ort, um diejenigen, die alles zurücklassen mussten, mit lebensrettenden Maßnahmen zu versorgen.

Jeder hat das Recht auf Sicherheit und Zugang zu Nahrungsmitteln, Lebensgrundlagen, Wasser, Unterkunft und Wärme."

Filippo Grandi, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge

Verheerendes Erdbeben verschärft die Notlage vieler Menschen

Am 6. Februar 2023 ereigneten sich im Südosten der Türkei, in der Provinz Kahramanmaras, zwei starke Erdbeben der Stärke 7,7 und 7,5. Die Erdbeben forderten Tausende von Menschenleben und verursachten unzählige Zerstörungen an Häusern und Infrastruktur in der gesamten Region. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren rund 8,8 Millionen Menschen in Syrien von den Erdbeben betroffen. Allein in Syrien starben fast 6.000 Menschen, über 12.800 wurden verletzt. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Aleppo, Hama, Idleb, Latakia und Tartus. Der UNHCR unterstützte die Überlebenden, in Zusammenarbeit mit nationalen Hilfsorganisationen, mit Unterkünften und Hilfsgütern, durch psychosoziale Betreuung, psychologische Erstversorgung sowie Rechtshilfe.

Viele Familien verloren durch die Erdbeben nicht nur ihre Unterkünfte sondern auch die gesamte Lebensgrundlage. Die katastrophale wirtschaftliche Lage verschärfte sich weiter. 

16,7 Millionen Menschen im Land sind auf humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen.

Der UNHCR ist besorgt über die Situation der Menschen im Land. Die sozio-ökonomische Situation hat sich im Laufe der Corona-Pandemie und nach dem Erdbeben 2023 dramatisch verschlechtert. Die dreizehn Jahre fortwährende Krise in Syrien hat zu einem wirtschaftlichen Krise, mit Inflation und steigenden Preisen, insbesondere im Lebensmittelsektor geführt. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge leben rund 90 Prozent der Syrer*innen unterhalb der Armutsgrenze. 16,7 Millionen Menschen sind im Land auf humanitäre Hilfe angewiesen.

  • Kinder

    Ein Mädchen trägt ihre kleine Schwester vor einer Schule, die in eine Sammelunterkunft im Bezirk Maysaloon in Aleppo, Syrien, umgewandelt wurde, wo sie nach den verheerenden Erdbeben untergebracht sind.

  • Zerstörung
    © UNHCR

    Zerstörung im Viertel Al-Arbaeen in Hama, Syrien, nachdem die Region am 6. Februar von zwei starken Erdbeben heimgesucht wurde.

  • Schutz
    © UNHCR/Hameed Maarouf

    Vom Erdbeben betroffene Familien suchen Schutz auf einer Freifläche unter Plastikplanen, die vom UNHCR im Bezirk Bustan Al-Basha in Aleppo, Syrien, bereitgestellt wurden.

  • Familie
    © UNHCR/Priscilla Gracinda Gomes

    Als Shamsehs Heimatstadt Jandairis im Nordwesten Syriens im Februar von den verheerenden Erdbeben erschüttert wurde, fand sie mit ihrer Familie in der informellen Barmaya-Siedlung für Binnenvertriebene in Aleppo Schutz.

  • Ventilatoren
    © UNHCR/Emad Kabbas

    Im Rahmen seiner kontinuierlichen Hilfe für die von den Erdbeben im Februar betroffenen Familien verteilten der UNHCR Syrien und seine Partner Solarventilatoren an die betroffenen Familien in der Region Damsarkho im Gouvernement Latakia in der Küstenregion, um ihnen zu helfen, mit dem heißen Wetter und der Feuchtigkeit zurechtzukommen.

  • Unterkunft
    © UNHCR/Hameed Maarouf

    In diesem Jahr verteilte und installierte der UNHCR Unterkunftspakete, um Rückkehrerfamilien im Dorf Al-Zerbah im Süden des ländlichen Aleppo ein sicheres und würdiges Leben zu ermöglichen. Die Schutzpakete umfassten Türen, Fenster, Wassertanks und Stromkabel.

Die Zukunft einer ganzen Generation ist in Gefahr

Dies ist eine Krise, die insbesondere Kinder und Jugendliche betrifft. Kinder gehören zu der vulnerabelsten Gruppe unter Geflüchteten. Sie brauchen Bildung, ein Zuhause, genug zu essen.

Viele mussten miterleben, wie Familienanghörige oder Freund*innen getötet wurden. Die meisten der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen leben in extremer Armut, können ihre Kinder nicht ernähren, und haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Unterkunft.

Besonders Flüchtlingskinder leiden unter den Erlebnissen und sind traumatisiert. Die Regierungen der Aufnahmestaaten bemühen sich, die Kinder am Schulunterricht teilnehmen zu lassen. Ein Großteil der Flüchtlingskinder hat keinen Zugang zu Bildung. 

Letzten Winter haben wir die Fenster mit Steinen geschlossen. Mit den neuen Türen und Fenstern, die eingebaut werden, haben wir es hoffentlich im kommenden Winter etwas wärmer"

Mousa, 82 und Fathiyeh, 70, kehrten in ihr Haus im Dorf Deir Salman in Ost-Ghouta zurück, nachdem sie während der Krise von einem Ort zum anderen vertrieben worden waren. Sie fanden es leer vor, ohne Hab und Gut und sogar ohne Türen und Fenster. Der UNHCR und seine Partner setzen die Reparaturen in Mousas Haus fort und bauen Türen und Fenster ein, um das Haus wieder bewohnbar zu machen.

  • Ist ein Ende der Krise in Sicht?
  • Was brauchen die Menschen in Syrien und im Exil?
  • Was macht der UNHCR vor Ort?

Unterfinanzierung der Hilfsmaßnahmen

Die Unterfinanzierung ist eine der größten Herausforderung für die Arbeit des UNHCR. Die syrische Fluchtsituation ist einer der größten und schwerwiegendsten weltweit. Für die dringende Hilfe innerhalb Syriens benötigt der UNHCR für das Jahr 2024 rund 467 Millionen US-Dollar, von denen im Mai 2024 lediglich 10% finanziert wurden.

Aufgrund der mangelnden Finanzierung in den Vorjahren musste der UNHCR Bildungszuschüsse kürzen und Nothilfemaßnahmen sowie Bargeldhilfen reduzieren.

2023 hat die UNO-Flüchtlingshilfe Flüchtlinge und Binnenvertriebene in Syrien und dessen Nachbarländer mit 4,9 Millionen Euro unterstützt. Für die Opfer des Erdbebens wurden Projekte mit über 6 Millionen Euro gefördert.

Um den Flüchtlingen aus Syrien weiter helfen zu können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

 

 

syrische Flüchtlingskinder

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