Jemen Nothilfe
© UNHCR/Hugh Macleod
Jemen Nothilfe
© UNHCR/Hugh Macleod

Humanitäre Katastrophe Jemen

19,5
Millionen

Menschen waren 2025 im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen

4,8
Millionen

Menschen sind 2025 innerhalb des Jemen vertrieben

50
Tausend

Flüchtlinge und Asylsuchende lebten Ende 2024 im Jemen, vor allem aus Somalia und Äthiopien

Zehn Jahre Krise im Jemen

Stand: Juli 2026
Seit zehn Jahren zählt der Jemen zu den schwersten humanitären Krisen weltweit. Anhaltende Gewalt, wirtschaftlicher Zusammenbruch, Dürren, Überschwemmungen und der Zerfall öffentlicher Dienstleistungen haben die Not im Land immer weiter verschärft.

Im Jahr 2025 waren rund 19,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Rund 4,8 Millionen Menschen waren innerhalb des Landes vertrieben.

Gewalt und Klimaschocks verschärfen die Not

Lokale Eskalationen, besonders in Marib und im Süden des Landes, zwingen immer wieder Menschen zur Flucht. Gleichzeitig führen Überschwemmungen und andere extreme Wetterereignisse zu neuen Vertreibungen. 
Fluten zerstören Unterkünfte, beschädigen Straßen sowie Wasser- und Sanitäranlagen. Sie treffen Familien, die durch Krieg, Armut und frühere Flucht kaum noch Reserven haben.

Besonders betroffen sind Frauen und Kinder. Viele Kinder müssen arbeiten oder betteln. Frauen und Mädchen sind auf der Flucht stärker von Gewalt, Ausbeutung und Kinderehen bedroht.

Trotz der schweren Krise bleibt der Jemen zugleich Zufluchts- und Transitland. 2025 lebten dort über 63.000 Flüchtlinge und Asylsuchende, vor allem aus dem Horn von Afrika.

mehr zu Krieg und Naturkatastrophen als Fluchtursachen

Ihre Hilfe zählt

Die Hilfsprojekte im Jemen sind chronisch unterfinanziert. Ihre Spende hilft, vertriebene Familien weiter mit Schutz, Unterkunft, medizinischer Hilfe und lebenswichtigen Gütern zu unterstützen.

Helfen und Spenden

Wie der UNHCR im Jemen hilft

Der UNHCR unterstützt im Jemen vor allem Binnenvertriebene, aber auch Flüchtlinge und Asylsuchende:

Hilfsteams versorgen Familien mit Plastikplanen, Reparatur-Sets, Schlafmatten, Decken, Kochutensilien, Hygieneartikeln sowie Wasser- und Sanitärhilfen.

Darüber hinaus erhalten Familien Bargeldhilfen. So können sie selbst kaufen, was sie am dringendsten brauchen – etwa Lebensmittel, Medikamente oder Brennmaterial.

Der UNHCR fördert außerdem medizinische Versorgung, hilft bei der Eindämmung von Krankheiten wie Cholera und unterstützt Bildungsangebote mit Lehrbüchern und Schulmaterialien.

Die UNO-Flüchtlingshilfe hat die Arbeit des UNHCR im Jemen 2024 mit rund 400.000 Euro unterstützt. Doch die Hilfsprojekte sind weiterhin chronisch unterfinanziert.

Schutz

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