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Junge Frau schreibt an Tafel
© UNHCR/Liba Taylor

Die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung

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Hilfe, die bleibt

Weltweit sind Millionen von Menschen auf der Flucht vor Verfolgung und Gewalt. Die UNO-Flüchtlingshilfe will mithelfen, Flüchtlingen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sie möchte, dass Flüchtlinge ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können.

Die UNO-Flüchtlingshilfe hat dafür im Jahr 2004 zusätzlich eine eigene Stiftung ins Leben gerufen. „Weltweit sind 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie nie zuvor. Ein Grund mehr, in unseren Anstrengungen niemals nachzulassen.“, sagt Bernd Schlegel, geschäftsführender Vorstand der UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung und Vorstandsvorsitzender der UNO-Flüchtlingshilfe.

Das Besondere an einer Stiftung ist: die Erträge des Stiftungsvermögens sorgen dafür, dass die Stiftung ihren Auftrag erfüllen kann. Das Stiftungsvermögen selbst bleibt erhalten. Zustiftungen erhöhen das Stiftungskapital. Sie werden nicht, wie Spenden, zeitnah verwendet. Damit helfen Zustiftungen doppelt – jetzt und in Zukunft, indem sie jedes Jahr verlässlich zu weiteren Erträgen beitragen.

Mehr zum Thema "Stiften & Zustiften" erfahren Sie hier:

Stifter werden

Ausführliche Informationen zur Tätigkeit und den Finanzen der Stiftung erhalten Sie hier im aktuellen Jahresbericht 2018/2019:

Download Jahresbericht

Aufbau und Struktur

Stiftung und Verein – gemeinsam für Flüchtlinge

Die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung ist eine reine Förderstiftung und unterstützt ausschließlich Projekte der UNO-Flüchtlingshilfe e.V., des deutschen Partners des UNHCR. Daher nimmt die Stiftung auch keine Förderanträge an. Die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung hat ihren Sitz in Bonn.

Die Organe der Stiftung sind das Kuratorium und der Vorstand. Die Gremienmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

Vorstand/Geschäftsführung:

  • Bernd Schlegel, Geschäftsführender Vorstand   
  • Linda Gombert, Mitglied des Vorstands


Kuratorium:

  • Hans-Hermann Klare, Vorsitzender, Autor (Hamburg)
  • Kirsten Schipporeit, stellv. Vorsitzende (Hannover)
  • Dr. Susanne Fuchs, selbständig (Mannheim)
  • Ulrich Griesdorn, Stiftungsmanager, Deutsches Stiftungszentrum (Essen)
  • Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft (Berlin)
  • Dietrich Suhlrie, Vorstandsmitglied der NRW.BANK (Düsseldorf)

 

Download Satzung der Stiftung (PDF)

Kontrolle

Unsere Stiftung wird durch die Stiftungsaufsicht in Nordrhein-Westfalen sowie durch das für sie zuständige Finanzamt in Bonn überwacht. Geprüft werden die Gemeinnützigkeit, der Erhalt des Stiftungsvermögens und die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder. Den Jahresabschluss prüft ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer.

Vermögensanlage

Die Anlage des Stiftungsvermögens erfolgt nach strengen, auf Sicherheit und Werterhalt bedachten Kriterien. Darüber hinaus haben wir mit unserem Vermögensverwalter – dem Deutschen Stiftungszentrum – Vorgaben vereinbart, die auch die Nachhaltigkeit einzelner Anlagen betreffen. Außerdem werden die ethischen Anlagerichtlinien des UNHCR beachtet. Die Kriterien sind in einer eigenen Anlagerichtlinie festgelegt.

Download Anlagerichtlinie (PDF)

Vernetzung

Die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und orientiert sich an deren Grundsätzen „Guter Stiftungspraxis“.  

Download Grundsätze „Guter Stiftungspraxis“ (PDF)

Projekte, für die wir Ihre Hilfe brauchen

Hoffnung auf ein besseres Leben

Wenn Menschen gezwungen sind zu fliehen, werden sie aus ihrer Schule, Ausbildung oder ihrem Beruf gerissen. Für viele Flüchtlinge ist es daher wichtig, die Zeit in der Fremde nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Das Erlernen neuer Fähigkeiten schafft Selbstvertrauen und erleichtert den Start nach der Rückkehr. Besonders für Kinder und Jugendliche ist der Besuch einer Schule entscheidend, um sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können. 

Je nach Situation werden Schulmaterial, Schulbauten, Stipendien, Lehrergehälter, Berufsausbildungen und Trainingskurse angeboten.

Schnelle Hilfe in größter Not

Im akuten Krisenfall sind die Flüchtlingslager des UNHCR - des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen - für viele Flüchtlinge die erste sichere Station. Speziell ausgebildete Nothelferinnen und Nothelfer sind vor Ort und kümmern sich um die Versorgung der Flüchtlinge.

Viele Flüchtlinge sind erschöpft, krank und hungrig. Erste Hilfe heißt zunächst die Verteilung von Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Zeltplanen zum Schutz vor dem Wetter. Aber auch die medizinische Versorgung ist für Menschen auf der Flucht lebensnotwendig. Verwundungen und Krankheiten werden behandelt, Impfungen durchgeführt. Kinder, die an Mangel- und Unterernährung leiden, erhalten Zusatznahrung.

Zukunft & Neuanfang

Die meisten Flüchtlinge wünschen sich sehnlichst, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Dies ist jedoch nur selten der Fall, da viele Kriege und Konflikte lange andauern. Um Flüchtlingen dennoch eine Perspektive bieten zu können, bemüht sich der UNHCR, Länder zu finden, die Flüchtlinge aufnehmen und ihnen einen Neuanfang bieten (Resettlement-Programm).

Eine mögliche Rückkehr ins Herkunftsland bedeutet häufig nicht das Ende der Probleme. Das Heimatland hat sich stark verändert und ist fremd geworden, Häuser und Felder sind zerstört. Es gibt keine Arbeit. Eine erste Hilfe kann die Verteilung von Baumaterial, Saatgut und Werkzeug sein. Weitere wichtige Maßnahmen sind der Wiederaufbau von Wohnraum und Rechtshilfe zur Sicherung von Besitzansprüchen.

Hoffnung auf ein besseres Leben

Wenn Menschen gezwungen sind zu fliehen, werden sie aus ihrer Schule, Ausbildung oder ihrem Beruf gerissen. Für viele Flüchtlinge ist es daher wichtig, die Zeit in der Fremde nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Das Erlernen neuer Fähigkeiten schafft Selbstvertrauen und erleichtert den Start nach der Rückkehr. Besonders für Kinder und Jugendliche ist der Besuch einer Schule entscheidend, um sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können. 

Je nach Situation werden Schulmaterial, Schulbauten, Stipendien, Lehrergehälter, Berufsausbildungen und Trainingskurse angeboten.

Schnelle Hilfe in größter Not

Im akuten Krisenfall sind die Flüchtlingslager des UNHCR - des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen - für viele Flüchtlinge die erste sichere Station. Speziell ausgebildete Nothelferinnen und Nothelfer sind vor Ort und kümmern sich um die Versorgung der Flüchtlinge.

Viele Flüchtlinge sind erschöpft, krank und hungrig. Erste Hilfe heißt zunächst die Verteilung von Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Zeltplanen zum Schutz vor dem Wetter. Aber auch die medizinische Versorgung ist für Menschen auf der Flucht lebensnotwendig. Verwundungen und Krankheiten werden behandelt, Impfungen durchgeführt. Kinder, die an Mangel- und Unterernährung leiden, erhalten Zusatznahrung.

Zukunft & Neuanfang

Die meisten Flüchtlinge wünschen sich sehnlichst, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Dies ist jedoch nur selten der Fall, da viele Kriege und Konflikte lange andauern. Um Flüchtlingen dennoch eine Perspektive bieten zu können, bemüht sich der UNHCR, Länder zu finden, die Flüchtlinge aufnehmen und ihnen einen Neuanfang bieten (Resettlement-Programm).

Eine mögliche Rückkehr ins Herkunftsland bedeutet häufig nicht das Ende der Probleme. Das Heimatland hat sich stark verändert und ist fremd geworden, Häuser und Felder sind zerstört. Es gibt keine Arbeit. Eine erste Hilfe kann die Verteilung von Baumaterial, Saatgut und Werkzeug sein. Weitere wichtige Maßnahmen sind der Wiederaufbau von Wohnraum und Rechtshilfe zur Sicherung von Besitzansprüchen.

Unser aktuelles Projekt

Seit mehreren Jahren konzentriert sich die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung insbesondere auf Bildungsprojekte – von der Schaffung des Zugangs zur Grundschule bis hin zu Hochschul-Stipendien.

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Screenshot aus Video

DAFI-Stipendien schenken Perspektiven

Bildung ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und die erfolgreiche persönliche Entwicklung eines jeden Menschen. Hochschulbildung befähigt junge Flüchtlinge in besonderem Maße. Als ÄrztInnen, IngenieurInnen oder LehrerInnen können sie sich in ihren Aufnahmeländern vergleichsweise schnell und erfolgreich integrieren. Bei einer Rückkehr in ihr Heimatland leisten sie wichtige Aufbau- und Entwicklungsarbeit.

Leider bleibt jedoch ein Studium für die allermeisten Flüchtlinge nur ein Traum. Weltweit sind nur ca. 3% der Flüchtlinge im jungen Erwachsenenalter in höheren Bildungseinrichtungen eingeschrieben – im Vergleich zu 37 % der jungen Erwachsenen ohne Fluchterfahrung.

Was steckt hinter dem Begriff DAFI?

DAFI steht für Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein und ist ein weltweit einzigartiges Programm. Seit 1992 vergibt es Stipendien an Flüchtlinge, um diesen ein berufsqualifizierendes Erststudium in ihrem Asylland zu ermöglichen – vorzugsweise in Ländern des Globalen Südens.

Das DAFI-Stipendienprogramm

  • Mit ihrer Studienförderung können die Studierenden je nach Bedarf die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Studien- und Prüfungsgebühren, Bücher und ggfs. andere Ausgaben bestreiten.
  • DAFI begleitet sie während des Studiums und auch darüber hinaus mit zusätzlichen Bildungs- und Beratungsangeboten, von Sprachkursen über Bewerbungstrainings bis hin zu psychosozialer Gesundheitsvorsorge und Mentoringangeboten.
  • Die UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung hat das DAFI-Programm mit Stiftungsmitteln aus dem Geschäftsjahren 2018 und 2019 in Höhe von gesamt 16.595 Euro gefördert.

 

Bitte unterstützen Sie die Ausbildung von Mädchen. Jede Gemeinschaft wächst mit der Bildung von Mädchen und Frauen. Denn wir haben viele Fähigkeiten.

Flüchtlingsstudentin Everline studiert mit Unterstützung des DAFI-Stipendiums Buchhaltung und Finanzen an der Kyambogo University in Kampala.

Everlines Geschichte

Everline studiert im dritten Jahr Buchhaltung und Finanzen an der Kyambogo University in Kampala, Uganda. Sie wird durch ein DAFI-Stipendium unterstützt. „Ich wurde 1996 geboren. Meine Familie stammt aus dem Süd-Sudan, aus dem Grenzgebiet zu Uganda. Ich habe fünf Geschwister. Von 2000 bis 2006 habe ich in Uganda die Grundschule besucht. Nach Unterzeichnung der Friedensabkommen konnten einige von uns Flüchtlingen in den Süd-Sudan zurückgehen. 2014 aber brach der Krieg erneut aus und wir mussten zurück nach Uganda. Wir ließen uns in der Siedlung Morobi nieder und ich zog im folgenden Jahr nach Kampala.

Bis zu meinem 5. Lebensjahr bin ich bei meinen Eltern aufgewachsen. Sie schickten mich zur Schule und ich liebte es, dorthin zu gehen. Als ich 6 Jahre alt war, trennten sich jedoch meine Eltern und meine Stiefmutter sah keinen Sinn darin, dass ich zur Schule ging. Sie hielt es für Zeitverschwendung. Auch mein Vater wuchs in einer Familie auf, in der keine seiner Schwestern zur Schule ging. Deshalb lernte ich hart, um allen das Gegenteil zu beweisen. Da meine schulischen Ergebnisse gut waren, ließ mich mein Vater in der Schule. Meine Lehrer unterstützten mich auch. Im Alter von 19 Jahren sagte mein Vater dann zu mir: „Ich denke, du wirst zu Hause bleiben, ich muss jetzt für deine Geschwister bezahlen.“ Er war bereit, mich aufzugeben. Ich verlor alle Hoffnung auf ein Studium. Trotzdem war ich immer noch entschlossen, das erste Mädchen in meiner Familie zu sein, das die Universität erreicht. Ich bewarb mich für das DAFI-Stipendium und hatte das Glück, angenommen zu werden.

Das sehe ich als, wenn man so will, als meine Verpflichtung an, mein Glück nicht nur für mich zu genießen, sondern auch zu teilen.

Als Journalist hat Hans-Hermann Klare jahrelang aus den Krisenregionen der Welt berichtet. Im Interview spricht der Kuratoriumsvorsitzende über seine Erfahrungen und sein Engagement für die Stiftung der UNO-Flüchtlingshilfe.

Zum Interview

Stiftungskonto

UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung

Sparkasse KölnBonn
IBAN DE38 3705 0198 1911 1111 91
BIC COLSDE33

Stichwort „Zustiftung“

Ihr Kontakt zur UNO-Flüchtlingshilfe Stiftung

Sie möchten sich als Stifterin oder Stifter engagieren? Haben Sie Fragen und wünschen weitere Informationen?
Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Gombert

Linda Gombert

Stiftungsverwaltung

(0228) 90 90 86-59

(0228) 90 90 86-01

E-Mail

Ute

Ute Musiol

Großspender & Stiftungen

(0228) 90 90 86-31

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