+++ Nothilfe Naher Osten +++
Im Nahen Osten spitzt sich die humanitäre Lage dramatisch zu.
Über 1 Million Menschen sind seit Beginn der neuesten Kampfhandlungen innerhalb des Libanons auf der Flucht.
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Nahost-Eskalation breitet sich auf den Libanon aus
Stand März 2026
Die Situation im Nahen Osten ist erneut dramatisch eskaliert – mit direkten Folgen für die Menschen im Libanon. Die erneute Gewalt zwingt Tausende, ihre Häuser zu verlassen, und verstärkt die Angst und Unsicherheit für eine Bevölkerung, die ohnehin seit Jahren unter Krisen leidet.
Besonders betroffen sind der Süden des Landes, die Bekaa-Ebene und die südlichen Vororte von Beirut. Viele Familien fliehen zu Fuß oder mit dem Auto, oft nur mit wenigen Habseligkeiten. Der UNHCR mobilisiert derzeit Ressourcen und arbeitet eng mit der libanesischen Regierung und humanitären Partnern zusammen, um Geflüchtete schnell zu unterstützen.
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Families are fleeing their homes across parts of southern Lebanon after increased Israeli airstrikes.
— UNHCR, the UN Refugee Agency (@Refugees) March 3, 2026
Many have left only with that they could carry.
Civilians must be protected at all times. pic.twitter.com/MJ8nuCk4I7
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Libanon unter Druck
Seit Oktober 2019 befindet sich das Land in einer schweren Wirtschafts- und Staatskrise. Gleichzeitig beherbergt der Libanon über eine Million Flüchtlinge und Binnenvertriebene aus der Region. Viele Familien kämpfen täglich um ausreichende Versorgung, sicheren Wohnraum und medizinische Hilfe. Jede weitere Eskalation droht, die humanitäre Lage weiter zu verschärfen und bestehende Hilfsstrukturen zusätzlich zu belasten.
Die Armut im Libanon ist groß
Die Preise für Lebensmittel, Heizmaterial, Medikamente und alle Dinge des einfachen Lebens sind in den letzten Jahren in die Höhe geschossen. Viele Geflüchtete leben zudem in Unterkünften, die für den Winter nicht geeignet sind. Sie haben keinen sicheren oder angemessenen Schutz.
Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der Arbeit im Libanon?
Extreme Wetterbedingungen
Während im Sommer hohe Temperatur im Libanon herrschen, ist der Winter meist nass und kalt. Viele der Flüchtlinge leben in provisorischen Unterkünften, Zelten oder mit Planen abgedeckten Hütten, die nicht auf die Winterstürme ausgerichtet sind. Bei starkem Regen werden oftmals Behausungen geflutet und die eisigen Temperaturen sorgen für schwere Lebensverhältnisse.
Der UNHCR leistet jedes Jahr Winterhilfe und versorgt die Familien mit Decken, Öfen und warmer Kleidung. Langfristig ist es das Ziel, die Menschen in stabilen Unterkünften und Wohnungen unterzubringen.
Besondere innenpolitische Lage
Aufgrund der schwierigen innenpolitischen Lage und der angespannten wirtschaftlichen Situation des Libanon, sieht die libanesische Regierung die sehr hohe Zahl der Flüchtlinge im Land kritisch. Schon 2015 wurde die Neuregistrierung von Flüchtlingen darum offiziell beendet. Auch eine lokale Integration der Flüchtlinge wird von der libanesischen Regierung als Option abgelehnt. Aus diesem Grund ist der UNHCR dauerhaft auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen außerhalb des Landes.
Eine Möglichkeit für Flüchtlinge ist das Resettlement, die Umsiedlung in ein sicheres Drittland. Doch die Verfügbarkeit dieser sogenannten Resettlement-Plätze liegt weit unter dem Bedarf. Es ist also dringend notwendig, dass Staaten weitere Plätze anbieten.
Desweiteren unterstützt der UNHCR Flüchtlinge, die in ihr Heimatland zurückkehren wollen. So bekommen sie zum Beispiel Informationen über die Lage in ihrer Heimatregion und Unterstützung, wenn notwendige Papiere fehlen.
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