+++ Nothilfe Naher Osten +++
Im Libanon bleibt die humanitäre Lage angespannt.
Rund 860.000 Menschen sind inzwischen in ihre Herkunftsorte zurückgekehrt. Etwa 360.000 Menschen sind jedoch weiterhin vertrieben – und neue Luftangriffe zwingen erneut Familien zur Flucht.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende
Nahost-Eskalation breitet sich auf den Libanon aus
Stand August 2026
Auch nach der vereinbarten Waffenruhe bleibt die Lage im Libanon dramatisch. Viele Menschen sind zwar in ihre Herkunftsorte zurückgekehrt, doch dort erwarten sie beschädigte Häuser, weitreichende Zerstörung und ein eingeschränkter Zugang zu grundlegender Versorgung. Erneute Luftangriffe im Süden des Landes haben zudem weitere Familien zur Flucht gezwungen.
Viele Menschen leben weiterhin in Sammelunterkünften, bei Angehörigen oder in überfüllten Mietunterkünften. Schäden an Wohnraum, Infrastruktur sowie Wasser- und Stromnetzen erschweren den Wiederaufbau und eine sichere, nachhaltige Rückkehr.
Der UNHCR unterstützt gemeinsam mit Partnern weiterhin vertriebene und besonders schutzbedürftige Menschen mit Schutzangeboten, psychosozialer Unterstützung, Hilfsgütern, Unterkünften und Bargeldhilfen. Auch Wiederaufbau, Trümmerräumung und eine bessere Sicherheitslage bleiben entscheidend, damit Menschen langfristig und sicher zurückkehren können.
Helfen Sie uns zu helfen!
So hat UNHCR von März bis August 2026 geholfen:
Unterkunft und Kosten
An 447 Sammelunterkünften wurden Reparaturarbeiten abgeschlossen. Zusätzlich helfen Bargeldhilfen besonders gefährdeten Haushalten, Grundbedürfnisse zu decken.
Psychosoziale Hilfe
Mehr als 171.000 Menschen erhielten psychologische und psychosoziale Unterstützung.
Versorgung mit Hilfsgütern
Mehr als 191.000 Menschen wurden mit wichtigen Hilfsgütern versorgt – in Sammelunterkünften, Aufnahmegemeinden und informellen Unterkünften.
Helfen Sie uns, zu helfen
Ihre Unterstützung ermöglicht lebenswichtige Hilfe für Menschen im Libanon.
Sie gibt Schutz, Versorgung und Hoffnung dort, wo Existenzen zerstört und Überleben täglich neu erkämpft werden muss.
Jede Spende hilft, Not zu lindern und Menschen in akuten Krisen nicht allein zu lassen.
Es gibt so viel Zerstörung und die Geräusche der Luftangriffe und Drohnen waren zu viel…
Die Lage im Libanon verschärft sich weiter. Insbesondere Familien leiden unter der Ungewissheit der Flucht.
Libanon unter Druck
Seit Oktober 2019 befindet sich das Land in einer schweren Wirtschafts- und Staatskrise. Gleichzeitig beherbergte der Libanon bereits vor der jüngsten Gewalt rund eine Million Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Viele Familien kämpfen täglich um ausreichende Versorgung, sicheren Wohnraum und medizinische Hilfe. Jede weitere Eskalation droht, die humanitäre Lage weiter zu verschärfen und bestehende Hilfsstrukturen zusätzlich zu belasten.
Die Armut im Libanon ist groß
Die Preise für Lebensmittel, Heizmaterial, Medikamente und alle Dinge des einfachen Lebens sind in den letzten Jahren in die Höhe geschossen. Viele Geflüchtete leben zudem in Unterkünften, die für den Winter nicht geeignet sind. Sie haben keinen sicheren oder angemessenen Schutz.
Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei der Arbeit im Libanon?
Extreme Wetterbedingungen
Während im Sommer hohe Temperatur im Libanon herrschen, ist der Winter meist nass und kalt. Viele der Flüchtlinge leben in provisorischen Unterkünften, Zelten oder mit Planen abgedeckten Hütten, die nicht auf die Winterstürme ausgerichtet sind. Bei starkem Regen werden oftmals Behausungen geflutet und die eisigen Temperaturen sorgen für schwere Lebensverhältnisse.
Der UNHCR leistet jedes Jahr Winterhilfe und versorgt die Familien mit Decken, Öfen und warmer Kleidung. Langfristig ist es das Ziel, die Menschen in stabilen Unterkünften und Wohnungen unterzubringen.
Besondere innenpolitische Lage
Aufgrund der schwierigen innenpolitischen Lage und der angespannten wirtschaftlichen Situation des Libanon, sieht die libanesische Regierung die sehr hohe Zahl der Flüchtlinge im Land kritisch. Schon 2015 wurde die Neuregistrierung von Flüchtlingen darum offiziell beendet. Auch eine lokale Integration der Flüchtlinge wird von der libanesischen Regierung als Option abgelehnt. Aus diesem Grund ist der UNHCR dauerhaft auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen außerhalb des Landes.
Eine Möglichkeit für Flüchtlinge ist das Resettlement, die Umsiedlung in ein sicheres Drittland. Doch die Verfügbarkeit dieser sogenannten Resettlement-Plätze liegt weit unter dem Bedarf. Es ist also dringend notwendig, dass Staaten weitere Plätze anbieten.
Desweiteren unterstützt der UNHCR Flüchtlinge, die in ihr Heimatland zurückkehren wollen. So bekommen sie zum Beispiel Informationen über die Lage in ihrer Heimatregion und Unterstützung, wenn notwendige Papiere fehlen.
Das könnte Sie auch interessieren:
So können Sie helfen
Sie möchten Menschen auf der Flucht zur Seite stehen?
Dann unterstützen Sie unsere lebensrettende Hilfe noch heute mit Ihrer Online-Spende. Jeder Beitrag hilft!