Binnenvertriebene leben in Mosambik (Stand: Juli 2025)
US-Dollar braucht der UNHCR in 2026 für die Hilfsprogramme in Mosambik
Flüchtlinge leben in Mosambik (Stand: Juli 2025)
+++ Schwere Überschwemmungen in Mosambik: Hunderttausende müssen fliehen +++
Seit Jahresbeginn sind Regionen im Süden und im Zentrum Mosambiks von schweren Überschwemmungen betroffen.
Die Folgen sind dramatisch:
- Rund 400.000 Menschen wurden akut vertrieben.
- Teilweise stiegen die Wasserstände so rapide an, dass Familien nichts retten oder mitnehmen konnten.
- Kinder wurden von ihren Familien getrennt.
- Ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sind besonders gefährdet.
- Notunterkünfte sind massiv überfüllt - was die Sicherheitsrisiken für Betroffene erhöht.
- Viele weitere Menschen sind von den Fluten eingeschlossen.
- Beschädigte Straßen und überflutetes Gelände schneiden sie von Hilfe ab.
Gemeinsam mit Partnern unterstützt der UNHCR die Regierung bei der Bereitstellung dringend benötigter Hilfe. Hilfskräfte, die sich um besondere Schutzmaßnahmen kümmern, sind vor Ort, um die akutesten Risiken zu identifizieren.
Bitte unterstützen Sie die UNHCR-Nothilfe mit Ihrer Spende!
Gewalt destabilisiert eines der ärmsten Länder der Welt
(Stand: Januar 2026)
Seit 2017 hat Mosambik mit einer komplexen humanitären Krise zu kämpfen, die durch Gewalt von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen angeheizt wird.
Diese anhaltende Unsicherheit hat über die Jahre bis zu 1,3 Millionen zur Flucht innerhalb des eigenen Landes gezwungen. Rund 700.000 von ihnen konnten mittlerweile wieder zurückkehren, doch sie und die etwa 600.000 verbliebenen Binnenvertriebenen brauchen dringend Unterstützung. Unter der Gewalt und deren Folgen leiden auch die 23.000 Flüchtlinge und Asylsuchenden, die das Land beherbergt.
In der nördlichsten Provinz Mosambiks, Cabo Delgado, ist die Sicherheitssituation weiterhin angespannt. Die anhaltende Gewalt bewaffneter Gruppen und Berichte über Entführungen, Zwangsrekrutierung und geschlechtsspezifische Gewalt sorgen für eine instabile Lage.
Gleichzeitig bleibt Mosambik eines der weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder.
Fluchtursache: Naturkatastrophen
Mosambik gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von klimabedingten Gefahren wie Zyklonen, tropischen Stürmen, Überschwemmungen und Dürre betroffen sind. Wiederholt forderten Zyklone in den vergangenen Jahren Menschenleben. Mit starken Winden und Überschwemmungen zerstörten sie viele Häuser und beschädigten die Infrastruktur.
Hunderttausende wurden durch die Zerstörung zur Flucht gezwungen.
Nothilfe und Unterstützung von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen
Auch wenn die anhaltende Unsicherheit die Hilfsmaßnahmen immer wieder beeinträchtigen, ist der UNHCR vor Ort und versorgt Flüchtlinge und Vertriebene.
Der UNHCR
- unterstützt die Regierung bei der Prüfung des Flüchtlingsstatus, bei der Dokumentation von Asylsuchenden und Flüchtlingen sowie bei Maßnahmen zum Schutz von Kindern,
- identifiziert und unterstützt Menschen, die einem erhöhten Risiko von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind,
- liefert grundlegende Hilfsgüter und Unterkünfte an Binnenvertriebene,
- unterstützt die Integration von Geflüchteten in den Gastgemeinden,
- setzt sich für einen verbesserten Zugang zu Bildung für Geflüchtete ein,
- fördert den Erhalt von Staatsbürgerschaften für Flüchtlings- und Asylbewerberkinder, die im Land geboren wurden und unterstützt den Einbürgerungsprozess von anerkannten Flüchtlingen.
Fehlende Mittel
Da Mosambik mit den sich überlagernden Auswirkungen von Konflikten, Wetterextremen und politischen Spannungen zu kämpfen hat, ist die internationale Unterstützung unerlässlich. Der UNHCR benötigt zusätzliche Mittel, um die Unterstützung für die betroffenen Gemeinschaften zu erhöhen. Der finanzielle Bedarf des UNHCR für die Notfallhilfe in Mosambik für 2026 liegt bei insgesamt 38 Millionen US-Dollar.
Der UNHCR bittet dringend um zusätzliche Mittel, um die wichtigsten Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge und Vertriebene durchführen zu können.
So können Sie helfen
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