Flüchtlingsrat
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Besser informiert

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„Besser informiert durch das Asylverfahren“

Das Projekt „Besser informiert durch das Asylverfahren“ des Kölner Flüchtlingsrats begleitet Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle in Köln in dem Prozess ihres Asylverfahrens.

Die Informationsangebote umfassen Einzelfallberatungen, Gruppenveranstaltungen und Online-Informationsvideos und sollen insbesondere Flüchtlinge über ihre Rechte und Chancen aufklären.

Gruppenberatung

Die Gruppeninformationsveranstaltungen helfen den Geflüchteten, einen ersten Überblick über den Verlauf des Asylverfahrens zu erlangen. Sie bieten die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge zu erörtern sowie erste Fragen zu beantworten. Die Themenauswahl in den Gruppensitzungen orientiert sich an Fragen, die in der Vergangenheit vermehrt in Einzelfallberatungen aufgetreten sind.

Einzelfallberatung

In der persönlichen Beratung wird auf die individuelle Problemlage eingegangen. So wird beispielsweise die Fluchtgeschichte der Geflüchteten aufgearbeitet, um sie auf die eigene Anhörung zur Bestimmung ihres Asylstatus beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorzubereiten.

„Ein Hauptschwerpunkt der Einzelfallberatung liegt in der Anhörungsvorbereitung, in der die Fluchtgeschichte intensiv aufgearbeitet und die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor- und nachbereitet werden kann. Hierbei wird auf anhörungsrelevante Informationen hingewiesen und zusätzliche Rechte und Pflichten für die Anhörungssituation erläutert“, erklärt Projektleiterin Hila Qasem.

Außerdem kann in den Einzelgesprächen die besondere Schutzbedürftigkeit von Personen besser festgestellt werden. So können angemessene Maßnahmen eingeleitet und beantragt werden, wie beispielsweise das Anfragen von Sonderbeauftragten für Personen, die unter schwerem Trauma leiden. Die Beratung deckt ebenfalls Themen ab die in Verbindung zum Asylverfahren stehen, wie elterliche Fürsorge, Vaterschaftsanerkennungen, Familienzusammenführung, Zugang zu Arbeit und Ausbildung, körperliche und psychische Gesundheit oder Geldleistungen.

Eigenständig informieren

Über aufbereitete Informationen, die online verfügbar sind, sollen Geflüchteten überregional das Dublin-Verfahren und dessen Relevanz nähergebracht werden. Über die Videos können Flüchtlinge sich selbstbestimmt und kurzfristig das grundlegende Wissen über die rechtlichen Grundlagen des Asylverfahrens und ihre Rechte aneignen.

Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützte bereits 2021 das Vorgängerprojekt mit 20.518,53 Euro. Das im Jahr 2022 angelaufene und weiterentwickelte Projekt "Informiert durch das Asylverfahren" wird mit 20.000 € unterstützt.

 

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