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Ärztin mit Mundschutz in UNHCR Klinik
© UNHCR/Louise Donovan

Corona Pandemie

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Corona-Virus: Flüchtlinge besonders gefährdet

Die Welt befindet sich noch immer im Ausnahmezustand. Die Zahl der an Corona Erkrankten steigt wieder an und nach wie vor sterben jeden Tag Menschen an COVID-19.  Wir alle versuchen unseren Alltag in dieser Situation zu koordinieren und zu bestehen.

Gleichzeitig erleben wir eine Welle der Solidarität, die großartig ist! Doch diese sollte sich nicht auf Deutschland beschränken.

Flüchtlinge müssen aufgrund ihrer eingeschränkten Versorgungslage besonders geschützt werden, damit sie sich nicht mit dem neuartigen Virus Covid-19 infizieren. Sie befinden sich oft an Orten, die überfüllt sind oder an denen das öffentliche Gesundheitswesen bereits überlastet oder schlecht ausgestattet ist und sind deshalb besonders schutzbedürftig. Oft fehlen sauberes Wasser und Sanitäranlagen oder auch nur Seife, um etwas gegen die Verbreitung von Krankheitserregern zu tun.

Das Virus kann jeden treffen, und es liegt in unserer kollektiven Verantwortung, sicherzustellen, dass die globale Reaktion alle Menschen einschließt.

Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen

Fast 80 Millionen Menschen weltweit wurden durch Verfolgung, Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Davon sind 26 Millionen Flüchtlinge, von denen 85 Prozent von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen aufgenommen werden, die über ein schwächeres Gesundheitswesen, Wasserversorgungssystem und unzureichende Sanitäranlagen verfügen.

Wie kann man Flüchtlinge vor COVID-19 schützen?

Die offensichtlichste und nachhaltigste Lösung, um Flüchtlinge vor dem Coronavirus zu schützen, besteht darin, die hygienischen Bedingungen und das Gesundheitssystem in den Flüchtingslagern zu verbessern, damit die Flüchtlinge eine gerechte Versorgung erhalten können.

Der UNHCR kennt sich mit dem Management globaler Notfälle wie SARS, Ebola oder Grippe aus und verschärft derzeit weltweit seine allgemeinen Vorsorge-, Präventions- und Reaktionsmaßnahmen im Rahmen von COVID-19.

Dazu gehören:

  • die lückenlose Versorgung mit sauberem Wasser, Seife, Sanitäranlagen
  • die Ausbildung von Personal zur Sicherstellung der Infektionskontrolle
  • Maßnahmen zur Abfallentsorgung zu verstärken
  • Informationskampagnen zu starten
  • Verbesserung des Zugangs zu öffentlichen medizinischen Einrichtungen
  • (Luft-) Transport von Hilfsgütern wie Masken
  • Einrichtung von Isolation- und Quarantänestationen


Der UNHCR braucht jetzt dringend für die nächsten Monate zusätzlich 455 Millionen US-Dollar. Diese Summe ist wesentlich, um auf den erhöhten Gesundheitsbedarf von Flüchtlingen durch COVID-19 reagieren zu können und um die Vorbereitungs-, Präventions- und Reaktionsmaßnahmen zu verstärken.

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Hände waschen

Wie hilft der UNHCR im Kampf gegen die Pandemie?

In 40 Ländern führte der UNHCR Bargeldhilfsprogramme ein und stockte in 25 Ländern die Mittel des Programms auf. Dank der Bargeldauszahlungen können die Menschen, ihre Grundbedürfnisse trotz der enormen wirtschaftlichen Probleme, die die Pandemie mit sich bringt, befriedigen.

In Griechenland...

  • ... unterstützt der UNHCR die Behörden verstärkt dabei, die Wasser- und Sanitärkapazität zu erhöhen, Hygieneartikel zu liefern sowie medizinische Einheiten und Räume für Screening, Isolierung und Quarantäne einzurichten.
  • ... stellt der UNHCR für Asylsuchende auch den Zugang zu Informationen über Hotlines und Dolmetschleistungen sowie durch die Mobilisierung von Freiwilligen sicher.
  • … setzt sich der UNHCR für die Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen in den nationalen Impfplan ein.

  • … half der UNHCR bei der Einrichtung von medizinischen Kontroll-, Isolations- und Quarantänestationen für Neuankömmlinge in der Nähe von Aufnahmezentren auf den griechischen Inseln und dem Regionalbezirk Evros. Auch stellt er den dort liegenden Krankenhäusern medizinische Schutzausrüstung zur Verfügung.

     

 

In Kenia...

  • … hat eine Hygiene-Aufklärungskampagne über COVID-19 über 200.000 Flüchtlinge erreicht. Dazu wurden die Verantwortlichen der Flüchtlingsgemeinden und Ehrenamtliche geschult, die in regelmäßigem Kontakt mit den Flüchtlingen stehen.
  • … wurden im Flüchtlingslager Dadaab Gesundheitseinrichtungen erweitert und Isolations- und Quarantäne-Einrichtungen aufgebaut. Außerdem wurden zusätzlich 125 Handwaschbecken bei Lebensmittelverteilungsstellen, Schulen und Märkten installiert.
  • … haben Flüchtlinge über 150.000 Stoffmasken produziert.
  • … wurden doppelte Rationen von Essen und Hygiene-Produkten ausgegeben, um lange Schlangen oder Versammlungen zu vermeiden.
  • … hat der UNHCR die Angebote der psychosozialen Unterstützung erweitert und die schon existierenden „helplines“ verstärkt, damit die Flüchtlinge und Asylsuchenden weiterhin Zugang zu Informationen und Hilfe haben.

In Bangladesch...

  • ... schaltet der UNHCR Radiospots, Videos, Poster und Broschüren in den Sprachen Rohingya, Burmesisch und Bengali.
  • ... stellt der UNHCR sicher, dass Seife und Wasser für alle zugänglich sind und erhöht der UNHCR die Anzahl der Waschmöglichkeiten.
  • ... unterstüzt der UNHCR den Bau von neuen Isolations- und Behandlungseinrichtungen für Flüchtlinge und die umliegende Aufnahmegemeinschaft.
  • ... bildete der UNHCR 43 Psycholog*innen aus, die wiederum über 500 freiwillige psychosoziale Helfer*innen schulten. Ihr Ziel ist es, den Menschen zu helfen, ihren Alltag zu bewältigen und mit psychosozialen Problemen umzugehen.
  • … sollen Geflüchtete in Zukunft mit dem Impfstoff, der von der COVAX Initiative geliefert wird, geimpft werden. Bis dahin setzen sich medizinische Hilfskräfte vor Ort für die stärke Einbindung der geflüchteten Menschen in die Vorbereitung der Impfkampagne ein, einschließlich der Bereitstellung von Informationen über die Impfstoffe und die Vorbereitung der Mobilisierung von Ressourcen.
  • … wird die Beobachtung der Covid-19-Situation fortgesetzt, um Personen mit Symptomen schnellstmöglich identifizieren zu können und somit die weitere Übertragung zu verhindern. Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes führten schon über 550.000 Haushaltsbesuche durch und identifizierten und überwiesen 10.000 Personen mit dem Virus an die Gesundheitsämter.

 

In Jordanien...

  • ... wird am Eingang der Flüchtlingslager Zaatari und Azraq ein Temperatur-Screening durchgeführt.
  • ... laufen Sensibilisierungskampagnen und
  • ... die Stromversorgung wurde verbessert.
  • ... haben die Supermärkte längere Öffnungszeiten, um den Mindestabstand von Menschen zueinander sicherzustellen.
  • ... wurde am 14.Januar 2021, als eines der ersten Länder weltweit mit Covid-19 Impfungen für Flüchtlingen begonnen.
  • ... unterstütz der UNHCR in den Bereichen Gesundheit, Sanitärversorgung, Hygiene und Logistik und persönliche Schutzausrüstung.

Im Sudan...

  • ... versorgte der UNHCR Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Mitgliedern der Aufnahmegemeinschaften mit Seife.
  • ... führen der UNHCR mit anderen UN-Organisationen und dem Gesundheitsministerium eine umfangreiche Sensibilisierungskampagne über den Virus und seine Verbreitung in mehreren Sprachen durch.
  • … nutzt der UNHCR Textnachrichten, um Geflüchteten mit Informationen und Präventionshinweise zu erreichen.
  • … wurde am 26. April 2021 mit der Verteilung der Impfstoffdosen angefangen. Bei der Registrierung von Geflüchteten und des Medizinischen Personal wurden Personen, die in Risikogruppen fallen, in den nationalen Impfstoffeinsatzplan aufgenommen.

In Brasilien...

  • ...  haben der UNHCR und Partner in Boa Vista eine Isolationseinrichtung errichtet, um mögliche Verdachtsfälle unter venezolanischen Flüchtlingen und Migrant*innen aufzunehmen.
  • ... wurden 1.000 Hygienekits an die indigene Bevölkerung in Belem und Santarem verteilt.
  • … werden, nach dem Einsatz des UNHCRs venezolanische Flüchtlinge die, in den Bundesstaaten Roramia, Mazonas, Pará und im Distirio Federal leben mit, geimpft.

In Uganda...

  • ... unterstütze der UNHCR zusammen mit seinen Partnern Flüchtlingshaushalte in der Hauptstadt Kampala mit Bargeldauszahlungen. Mit dem Geld können die Menschen ihre Miete und andere Grundbedürfnisse bezahlen.
  • ... unterstützten der UNHCR und seine Partner 18 Quarantäneeinrichtungen im ganzen Land, unter anderem durch die Übernahme der Kosten für medizinische Versorgung und persönliche Schutzausrüstung, Lebensmittel und Logistik. 
  • ... verpflichtet sich die Regierung u.a. zu universellen Zugang zu Gesundheitsversorgung und zur Einbeziehung von Flüchlignen in ihr nationlen Gesundheitssystem
  • … wurde im März 2021 die Impfungen mit AstraZeneca gestartet. Auch Flüchtlinge sind in der Impfkampagne berücksichtig.
  • ... verpflichtet sich die Regierung, Flüchtlingen universellen Zugang zu Gesundheitsversorgung zu garantieren und sie in das nationale Gesundheitssystem einzubeziehen.

Im Jemen...

  • ... arbeitet der UNHCR im Jahr 2020 in Sana'a mit 14 geflüchteten Schneider*innen zusammen und untertsützt sie bei der Herstellung von 30.000 Mundschutzen - 9.000 davon sollen an Flüchtlinge und Helfer*innen vor Ort verteilt werden. Den Rest der Masken verkaufen die Schneider*innen zu einem herabgesetzten Preis, damit sie auch von Personen mit geringem Einkommen gekauft werden können.
  • ... unterstützt der UNHCR 66.000 gefährdete Flüchtlinge und Binnenvertriebene mit Bargeldhilfen im Jahr 2021.
  • … unterstützt der UNHCR das Gesundheitsministerium mit Lieferungen von PCR-Diagnosetest, um das Testen in sechs Isolations- und Quarantänezentren zu erhöhen.
  • … werden Flüchtlings- und Asylbewerberfamilien insbesondere im Flüchtlingscamp Kharaz im Bezir Lahj mit Hygienesets und anderen Hilfsgütern, wie Öfen, Gesichtsmasken und Seifen versorgt, um die Verbreitung des Covid-19 zu verhindern

In Somalia...

  • ... informierte der UNHCR Geflüchtete über Präventions- und Reaktionsmaßnahmen für COVID-19. Außerdem wurden Hygiene-Kits verteilt und 48 Möglichkeiten zum Händewaschen vor Gesundheitszentren, Krankenhäusern und Aufnahmezentren aufgestellt (die von etwa 1.000 Personen pro Tag benutzt werden).
  • ... verteilte der UNHCR 1.700 medizinischer Gesichtsmasken an Gesundheitspersonal von Partnerorganisationen, die mit Corona Patentien arbeiten müssen.
  • … startete die Regierung die Impfkampagne unter der COVAX Initiative. Geflüchtete und Vertriebene sind hier ebenfalls beachtet.

  • … wird eine Isolations- und Quarantänestation im Regionalkrankenhaus von Berbera vom UNHCR unterstützt.

  • … erhalten Betroffene von Geschlechterspezifischer und sexueller Gewalt spezielle Unterstützung, insbesondere während der Covid-19-Behandlungen.

  • … versorgte der UNHCR die Gesundheitsbehörden mit Covid-19-Schnellest sowie Schutzkleidung für medizinisches Personal.

     

Im Irak...

... erhalten Flüchtlinge und Binnenvertriebene in Lagern Bargeldhilfe, um den Zugang zu grundlegenden Hygieneartikeln und sonstigen Grundbedürfnissen zu sichern. Bis Mitte Juni haben über 62.500 vertriebene Familien die Hilfe in Anspruch genommen.

Der UNHCR arbeitet zudem mit UN-Partnern zusammen, um Lösungen für logistische Herausforderungen zu finden, die sich aufgrund von Produktionseinschränkungen und Grenzschließungen ergeben. Dazu zählt zum Beispiel die Organisation von Luftbrücken.
 

So konnte bereits geholfen werden

Dank der schnellen Unterstützung von Regierungen, aber auch von Spender*innen in aller Welt, konnte der UNHCR innerhalb nur weniger Wochen die weltweiten Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen COVID-19 auf- und ausbauen.

33
Millionen

Masken wurden verteilt

29,4
Millionen

Personen erhielten bisher Covid-19 spezifische Hilfen.

8,5
Millionen

Flüchtlinge und Vertiriebene in 65 Ländern haben Bargeldhilfen erhalten


Darüber hinaus wurden weltweit 1.2 Millionen Menschen mit Hilfen zur Existenzsicherung unterstütz, 9,4 Millionen gewaltsam Vertriebene wurden medizinisch versorgt, 2 Millionen Frauen und Mädchen nutzten durchgehend erreichbare UNHCR Notfallnummer für Opfer von geschlechterspezifischer Gewalt, 900.000 Tausend Kinder wurden auf ihrem Bildungsweg während der Pandemie unterstützt und über 600.000 Menschen wurde geholfen, dem wachsenden psychischen Druck der Pandemie durch psychosoziale Unterstützung entgegenzuwirken.(Stand: Juni 2021)

Wie gefährdet COVID-19 zusätzlich das (Über)Leben von Flüchtlingen?

Durch die Maßnahmen, die getroffen wurden, um die Pandemie einzudämmen, fällt es Flüchtlingen und Vertriebenen noch schwerer, ihre Lebensgrundlagen zu sichern, da soziale Unterstützungssysteme überlastet sind und viele Flüchtlinge ihre Einkommensquelle verloren haben. Zusätzlich wirken sich die einschränkenden Präventionsmaßnahmen erheblich auf das psychosoziale Wohlergehen von Flüchtlingen aus. Viele sind durch die verschiedenen Stressfaktoren, die durch die Pandemie verursacht werden, mit der Situation überfordert. Die Situation von Personen mit psychischen Vorerkrankungen könnte sich noch weiter verschlechtern -  auch weil sie oft keinen Zugang zu angemessener Hilfe haben. Nicht zuletzt beeinträchtigen die Bewegungseinschränkungen und die Situation in überfüllten Lagern die miserable Situation von Flüchtlingen. Oftmals fehlen sauberes Wasser, Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung und anderer Hyginemaßnahmen.

Werden Kriegsflüchtlinge weiterhin Grenzen überqueren können?

Länder können Maßnahmen zur Eingrenzung von COVID-19 ergreifen, doch sie dürfen Flüchtlinge nicht daran hindern, in Sicherheit zu gelangen. Wenn ein Verdacht auf eine Erkrankung besteht, könne weitere Maßnahmen ergriffen werden, wie Tests oder eine zeitlich begrenzte Quarantäne.

Was sind die Pläne für Impfungen von Geflüchteten?

Wie setzt sich der UNHCR für die Impfung von Geflüchteten ein?

Während sich die Welt auf die Verteilung der Covid-19-Impfstoff vorbereitet, setzt sich UNHCR weiterhin auf globaler, regionaler und nationaler Ebene dafür ein, dass Flüchtlinge und andere betroffene Personen in die Pläne der Regierungen zur Zuteilung von Impfstoffen und in die laufenden grundlegenden Gesundheitsdienste einbezogen werden.
Auch stärkt der UNHCR seine Partnerschaft mit Gavi, einer internationalen Impfstoff-Allianz, mit dem zentralen Ziel sicherzustellen, dass Flüchtlinge und vertriebenen Personen derselbe Zugang zu Impfstoffen gewährt wird wie einheimischen Menschen.

Wer ist für die Impfung von Flüchtlingen, Binnenflüchtlingen und Staatenlosen zuständig?

Die nationalen Behörden sind für die Maßnahmen der Gesundheitsbehörden und die Durchführung der COVID-19-Impfung verantwortlich. Die Bereitstellung und Verabreichung der Impfstoffe an Flüchtlinge und andere Menschen in unserer Obhut wird von den nationalen Gesundheitsbehörden koordiniert. Nationale und internationale Organisationen sowie Partner aus der Zivilgesellschaft können gebeten werden, diese Maßnahmen zu unterstützen.

Sind alle Regierungen verpflichtet, Flüchtlinge in ihre Impfprogramme einzubeziehen?

UNHCR setzt sich kontinuierlich für die Einbindung von Flüchtlingen und anderen Menschen, die wir schützen, in nationale Strategien auf Länder-, regionaler und globaler Ebene ein.
Bis heute haben von 90 Ländern, die derzeit nationale COVID-19-Impfstrategien entwickeln, 51 Länder Flüchtlinge in ihre Impfpläne berücksichtigt.
Der UNHCR beteiligen sich an Diskussionen und Entscheidungsprozessen im Rahmen von COVAX, der globalen Initiative, die einen schnellen und gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen für alle Länder sicherstellen soll. Er arbeitet mit internationalen Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass "niemanden zurücklassen" und "gerechter Zugang zu Impfstoffen" nicht nur Phrasen sind, sondern Praxis.

Was sind die Risiken und Konsequenzen, wenn Flüchtlinge nicht in die nationalen Impfpläne einbezogen werden?

Aus Sicht des Gesundheitswesens ist es unmöglich, die Übertragung des Virus zu stoppen oder nachhaltig zu verlangsamen, wenn nicht mindestens 70 Prozent der Bevölkerung Immunität erlangt haben.

Der Schlüssel zur Beendigung der Pandemie liegt darin, sicherzustellen, dass Flüchtlinge in die Impfung eingebunden werden. Der Ausschluss von Flüchtlingen, anderen Vertriebenen oder Ausländern von den Impfplänen birgt das Risiko einer anhaltenden Übertragung in diesen Personengruppen mit Auswirkungen auf die nationale Bevölkerung.

Mit dem Ausschluss von Flüchtlingen sind spürbare Risiken für ihren Schutz verbunden, die von den Folgen für ihre Gesundheit, den Zugang zu Dienstleistungen, Arbeit, Bildung und Lebensunterhalt bis hin zur Bewegungsfreiheit und dem Schutz vor Diskriminierung reichen.

Wo können wir mit den ersten Impfungen für Flüchtlinge rechnen?

Jordanien hat als erste Land mit der Impfung von Flüchtlingen begonnen. Als Teil des nationalen COVID-19-Impfplans kann jeder, der auf jordanischem Boden lebt, einschließlich Flüchtlingen und Asylbewerbern den Impfstoff kostenlos erhalten.
Insgesamt haben 94 Länder, in denen UNHCR arbeitet, zugesichert, gewaltsam Vertriebene Menschen in nationale Impfpläne aufzunehmen. Der UNHCR plant in 2021 Regierung bei der Verabreichung von Impfstoffen für Flüchtlinge mit 50 Millionen US Dollar zu unterstützen.

Wer wird unter den Flüchtlingen vorrangig behandelt?

In dem Bewusstsein, dass die Verfügbarkeit von Impfstoffen zunächst begrenzt sein wird, haben sich die strategische Beratergruppe der WHO für Impfungen und die Beteiligten an COVAX auf einen Verteilungsplan geeinigt, um sicherzustellen, dass erfolgreiche COVID-19-Impfstoffe und -Behandlungen gerecht auf alle Länder verteilt werden.

Das Rahmenwerk empfiehlt, dass alle Länder Dosen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße erhalten sollten, um die Gruppen mit der höchsten Priorität zu immunisieren, wie z. B. ältere Menschen, Menschen mit chronischen Krankheiten oder Menschen, die immunschwach sind. Ebenfalls oberste Priorität haben Mitarbeiter des Gesundheitswesens und andere Personen mit systemkritischen Funktionen.

Nur die Flüchtlinge und andere Menschen, die unter der Obhut des UNHCR stehen und zu einer der nationalen Prioritätskategorien gehören, werden zunächst geimpft. Andere können folgen, wenn die Zahl der Impfungen erhöht wird.

Jede*r sollte vor dem Coronavirus geschützt werden!

COVID-19 fordert nicht nur unser Gesundheitssystem und unsere Fähigkeiten zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, sondern auch unseren Zusammenhalt als eine Gemeinschaft von Nationen, die in einer gemeinsamen Krise zusammenarbeiten.

Helfen Sie uns, für Flüchtlinge da zu sein

Jahresration Seife
Wasser und Hygiene Wasser und Hygiene

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Gesundheit Gesundheit

Basis-Gesundheitsversorgung

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Wasser und Hygiene Wasser und Hygiene

Sauberes Wasser für einen Monat

30,00 €

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