Menschen waren in Burundi innerhalb des Landes vertrieben (März 2026)
Menschen flohen allein im Dezember 2025 vor der Gewalt in der DR Kongo nach Burundi
Burundische Flüchtlinge sind seit 2017 freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt
Burundi: Rückkehr, Flucht und neue Not
Stand: Juli 2026
Burundi hat eine lange Geschichte von Gewalt und Vertreibung. Nach politischen Unruhen im Jahr 2015 flohen viele Menschen in Nachbarländer wie Tansania, Ruanda, die Demokratische Republik Kongo und Uganda.
Heute ist die Lage im Land politisch ruhiger als in früheren Jahren. Doch Armut, fehlende Arbeitsmöglichkeiten und schwache Infrastruktur machen das Leben für viele Menschen weiterhin schwer. Viele Burundier*innen leben deshalb noch immer als Flüchtlinge in der Region.
Viele Menschen kehren zurück — doch die Lage bleibt schwierig
Seit 2017 sind mehr als 300.000 burundische Flüchtlinge freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Auch 2025 setzten sich Rückkehrbewegungen fort: 17.779 Burundier*innen kehrten mit Unterstützung des UNHCR zurück.
Doch eine Rückkehr ist oft nur der erste Schritt. Viele Familien kommen in Gemeinden an, in denen Wohnraum, Arbeit, Schulen und Gesundheitsversorgung knapp sind. Kinder brauchen Zugang zu Bildung, Familien wichtige Dokumente und Rückkehrer*innen Unterstützung, um sich wieder eine Lebensgrundlage aufzubauen.
Gleichzeitig ist Burundi selbst Aufnahmeland. Die meisten Flüchtlinge im Land stammen aus der Demokratischen Republik Kongo. 2025 verschärfte die Gewalt im Osten der DR Kongo die Lage deutlich: Erst im Februar, dann erneut im Dezember flohen viele Menschen nach Burundi. Allein im Dezember suchten mehr als 100.000 Menschen Schutz im Land.
Hilfe am Limit
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Wie der UNHCR in Burundi hilft
Der UNHCR unterstützt in Burundi Flüchtlinge, Asylsuchende, Rückkehrer*innen und Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden.
Dazu gehören Schutz und Registrierung, Hilfsgüter, Unterstützung bei Unterkunft, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie Hilfe für besonders gefährdete Menschen. Für Rückkehrer*innen ist außerdem wichtig, dass sie Dokumente erhalten, Kinder zur Schule gehen können und Familien wieder eine Perspektive in ihren Gemeinden finden.
Der UNHCR arbeitet dabei eng mit der Regierung und Partnerorganisationen zusammen. Ziel ist, Menschen nicht nur kurzfristig zu versorgen, sondern sie stärker in nationale Systeme wie Schulen, Gesundheitsdienste und soziale Unterstützung einzubeziehen.
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