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Ruanda
© UNHCR/Georgina Goodwin

Educate a Child - Bildung für Flüchtlingskinder

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EAC und UNHCR –  eine erfolgreiche Partnerschaft

Der Tag, an dem ein Flüchtlingskind im Aufnahmeland zur Schule gehen kann, markiert einen Wendepunkt: Weg vom Chaos der Flucht und hin zur Normalität des Lebens, wie sie es früher kannten. Gleichzeitig signalisiert es einen Blick in eine bessere Zukunft.

86 Prozent aller Flüchtlinge haben Zuflucht in Entwicklungsländern gefunden. Doch gerade hier ist das Geld für Bildung knapp. Immer noch bleibt 48 Prozent der Flüchtlingskinder weltweit der Unterricht verwehrt!

Weltweit besuchen 90 Prozent der Kinder die Grundschule. Bei den Flüchtlingskindern liegt der Anteil mit 68 Prozent weit darunter. In einkommensschwachen Ländern kann sogar nur jedes zweite Kind in die Grundschule gehen.

Grundschule für alle

Educate A Child ist ein wichtiger langfristiger Partner des UNHCR, damit Kinder, die weltweit auf der Flucht sind, eine Grundschulausbildung erhalten.

Seit 2012 ist es dem UNHCR gelungen, 1,2 Millionen Mädchen und Jungen einzuschulen. Bis 2022 sollen weitere 365.000 Kinder hinzukommen – indem der UNHCR Lehrpersonal
ausbildet, Schulen baut, für eine gute Ausstattung sorgt und Schulmaterial zur Verfügung stellt.

Das Programm von Educate A Child ist sehr umfassend und deckt fast alle Bereiche des schulischen Lebens ab, so dass der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Grundschulbildung ermöglicht und das Risiko eines Schulabbruchs trotz schwieriger Lebensumstände verringert wird.

Projektbereiche

  • Bauliche Maßnahmen: Der Bau bzw. Umbau von Schulen und Schulräumen mit entsprechend ausgestatteten Toiletten- und Waschräumen, die besonders auf die Bedürfnisse von Mädchen eingehen.
  • Ausbildung von Lehrer*innen: Aus- und Fortbildung zu besonderen Themen wie Kinderschutz, pädagogische Maßnahmen, Lernplanentwicklung sowie Trainings zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.
  • Lernmaterialien: Bereitstellung von Büchern, Unterrichtsmaterialien und zusätzlichen Lehrstunden.
  • Bildungskosten: Übernahme von Schul- und Prüfungsgebühren, Schuluniformen, Schultransport, Bücher, Verpflegung.
  • Wiedereingliederung: Durch jahrelange Flucht kommt es zu Schulunterbrechungen oder verspätete Einschulungen. Es wird dafür gesorgt, dass Kinder wieder in die Schule zurückkehren können.
  • Besondere Förderung von Mädchen: Der UNHCR setzt sich für die Gleichberechtigung von Mädchen und ihr Recht auf Bildung ein und organisiert entsprechende Kampagnen und Aktivitäten, um Mädchen zu ermutigen, in die Schule zu gehen und diese auch abzuschließen.
  • Besondere Bedürfnisse: Kinder mit körperlichen Behinderungen und besonderen Bedürfnissen gehören zu den am stärksten von der Vertreibung Betroffenen. Einige Flüchtlingskinder mit besonderen Anforderungen benötigen spezialisierte Fachschulen, bei anderen würde die Bereitstellung von Rollstühlen, Brillen oder Hörgeräten bereits maßgeblich zur Schulintegration beitragen.
  • Bildungszugang: Der UNHCR wird in den kommenden Jahren weiterhin mit nationalen Behörden, Sozialdiensten sowie lokalen Schulnetzwerken zusammenarbeiten und sich für die Einschulungsbereitschaft von Flüchtlingskindern sowie für Richtlinien zum Kinderschutz einzusetzen. Außerdem wird der UNHCR entsprechende Schulungen organisieren und Schulinspektionen durchführen, um sicherzustellen, dass angemessene Standards eingehalten werden.

Schwerpunktländer

Das Programm zur Förderung der Grundschulbildung für Flüchtlingskinder wird schwerpunktmäßig in folgenden Ländern durchgeführt:

Tschad, Äthiopien, Iran, Kenia, Malaysia, Pakistan, Ruanda, Uganda, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen

Förderung

Die UNO-Flüchtingshilfe unterstützte das Bildungsprogramm von EAC und UNHCR

  • 2019 mit über 1,4 Millionen Euro,
  • 2020 mit über 2 Millionen Euro und
  • 2021 bislang mit 650.000 Euro.

4 Beispiele zur Förderung der Grundschulbildung

Über 812.000 Schulbücher und Schulsets werden unter anderem in Tschad, Kenia und Jemen bereitgestellt.

Über 2.271 Klassenzimmer werden im Tschad, in Kenia, Mexiko, Pakistan, Sudan, Südsudan, Syrien und Jemen renoviert.

Mehr als 360.000 Schüler*innen erhalten materielle oder finanzielle Hilfe, um die Bildungskosten tragen zu können.

In den nächsten drei Jahren plant der UNHCR über 50.000 Hygienekits an 33.000 Mädchen zu verteilen.

  • Sie hat es fast geschafft: Ein Flüchtlingsmädchen nimmt am Abschlussexamen der Mogadishu Grundschule im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia teil.
    © UNHCR/Samuel Otieno

    Sie hat es fast geschafft: Ein Flüchtlingsmädchen nimmt am Abschlussexamen der Mogadishu Grundschule im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia teil.

  • Jahrelang konnten diese Kinder im syrischen Aleppo nicht in die Schule gehen. Jetzt freuen sich, dass der Unterricht nach langer Zeit endlich wieder beginnen kann.
    © UNHCR/Antwan Chnkdji

    Jahrelang konnten diese Kinder im syrischen Aleppo nicht in die Schule gehen. Jetzt freuen sich, dass der Unterricht nach langer Zeit endlich wieder beginnen kann.

  • In der Flüchtlingssiedlung Bidibidi in Uganda verteilen Lehrer in der Ofonze-Grundschule Schulmaterial an die Schüler.
    © UNHCR/David Azia

    In der Flüchtlingssiedlung Bidibidi in Uganda verteilen Lehrer in der Ofonze-Grundschule Schulmaterial an die Schüler.

  • In vielen Ländern müssen Kinder zum Lebensunterhalt der Familien beitragen und brechen darum die Schule vorzeitig ab.
    Credit Line: © UNHCR/Corentin Fohlen

    In vielen Ländern müssen Kinder zum Lebensunterhalt der Familien beitragen und brechen darum die Schule vorzeitig ab.

  • Manchmal sind es Kleinigkeiten: Damit auch Mädchen in die Schule gehen können, ist es wichtig, dass für sie Toiletten vorhanden sind. Wie hier in der Nyarugugu Grundschule in der Flüchtlingssiedlung Nakivale in Uganda.
    © UNHCR/Eunice Ohanusi

    Manchmal sind es Kleinigkeiten: Damit auch Mädchen in die Schule gehen können, ist es wichtig, dass für sie Toiletten vorhanden sind. Wie hier in der Nyarugugu Grundschule in der Flüchtlingssiedlung Nakivale in Uganda.

 

 

 

Mädchen schreibt auf Fußboden

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Bildung für Flüchtlinge

 

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