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Beweggründe - der Podcast der UNO-Flüchtlingshilfe

Der Podcast der UNO-Flüchtlingshilfe

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Hier gibt's was auf die Ohren

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82,4 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – eine Zahl, die kaum zu begreifen ist. Doch hinter dieser Zahl stehen über 82 Millionen Schicksale, Geschichten von Eltern, Kindern, Schwestern, Brüdern, individuell und vielfältig. Niemand von ihnen ist freiwillig geflohen und jede*r Einzelne musste mehr durchleben, als sich die meisten von uns vorstellen können.

Aber nicht nur die unvorstellbar große Zahl an betroffenen Menschen und Schicksalen kann das Verständnis zum Thema „Flucht“ erschweren – auch die vielen, ganz unterschiedlichen relevanten Aspekte, die dabei eine Rolle spielen, macht das Thema für viele Menschen schwer nachvollziehbar: Fluchtursachen, Fluchtrouten, Asyl, Integration sind nur ein paar davon.

Der Podcast „Beweggründe“ will dieses hochkomplexe Thema „Flucht“ mit all seinen Aspekten begreifbarer machen. Dafür widmen sich mehrere Staffeln unterschiedlichen Schwerpunkten und geben geflüchteten Menschen Raum, ihre Geschichten und Ansichten zu teilen. Zusätzlich bieten Gespräche mit Wissenschaftler*innen die Einordnung des Themas in unterschiedliche Kontexte – global, historisch und ökonomisch.

Peter Ruhenstroth-Bauer und Svenja von Reuss führen gemeinsam durch die Folgen, die ab dem 13.05. jeden zweiten Donnerstag erscheinen.

1. Staffel: Ankommen

Wie fühlt es sich an, kurz bevor man das eigene Zuhause verlassen muss, was passiert auf der Flucht und wie prägen solche Erlebnisse? Wie ist es, als geflüchtete Person neu in einem Land anzukommen, das Schutz und Sicherheit verspricht? Sich in einer Gesellschaft einzuleben und sein Leben neu aufzubauen? Wie beeinflusst der Fluchthintergrund die eigene Identität, wie wirken Erfahrungen der Flucht nach und was ist „Heimat“?

Das sind nur einige der Fragen, über die wir mit bekannten Persönlichkeiten aus Deutschland sprechen, die selbst Fluchterfahrung haben. In sehr persönlichen und bewegenden Gesprächen erzählen Gäste wie Marina Weisband, Yared Dibaba, Sawsan Chebli, Ilija Trojanow, Enissa Amani, Lena Gorelik und Rauand Taleb von ihren Erlebnissen und Geschichten.

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Folge 7: Lena Gorelik erzählt über's Ankommen in Deutschland

Die vielfach ausgezeichnete Autorin und Essayistin Lena Gorelik wurde 1981 im heutigen St. Petersburg geboren. Mit elf Jahren musste sie mit ihrer russisch-jüdischen Familie fliehen und kam als so genannte „Kontingentflüchtlinge“ nach Deutschland. Sie studierte an der Deutschen Journalistenschule in München und schreibt heute neben Büchern auch Kolumnen und Essays. Ihr neuer Roman "Wer wir sind" erschien im Mai 2021.

Wie sie die Zeit in der Flüchtlingsunterkunft wahrgenommen hat, welche Bedeutung Sprache, Lichterketten und auch Humor für Gorelik haben und warum sie die Demokratie feiert, erzählt sie in einem sehr persönlichen Gespräch.

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Folge 6: Ilija Trojanow erzählt über's Ankommen in Deutschland

Ilija Trojanow wurde 1965 in Bulgarien geboren und lebt mittlerweile in Wien. Mit seinen Eltern floh er als Sechsjähriger nach München. Die Familie hat hier politisches Asyl bekommen. Nach Stationen mit seinen Eltern in Kenia, später in Paris und schließlich in München, wo er an der LMU studierte, war Ilija Trojanow in den 90-er Jahren in Afrika und Indien. Mittlerweile wieder in Deutschland haben er vielbeachtete Bücher geschrieben, ist Kurator, Moderator Gastprofessor und viel ausgezeichneter Preisträger.

Im Gespräch erzählt er sehr persönlich und humorvoll, was die Flucht mit einem Paralleluniversum zu tun hat und warum Sprache und das Beherrschen der Sprache nicht nur für Geflüchtete wichtig ist, sondern auch für die Mehrheitsgesellschaft.

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Folge 5: Sawsan Chebli erzählt über's Ankommen in Deutschland

Sawsan Chebli wurde 1978 als zwölftes von dreizehn Kindern in Berlin geboren,

Ihre Eltern sind 1948 vor dem Palästinakrieg in den Libanon geflohen und 1968 nach Deutschland gekommen. Bis zu Ihrem 12. Lebensjahr waren sie und ihre Familie staatenlos und lebten mit unsicherem Aufenthaltsstatus hier. Sawsan Chebli hat Politikwissenschaft studiert und früh angefangen, Erfahrungen im politischen Berlin zu sammeln, erst als Mitarbeiterin im Bundestag, im Berliner Senat und im Auswärtigen Amt. Seit 2016 ist sie Staatssekretärin in Berlin.

Im Gespräch erzählt sie, was es bedeuten kann, als Kind von Geflüchteten aufzuwachsen, wie ihr Fluchthintergrund ihr politisches Engagement beeinflusst und wie sie mit Hass und Hetze, die ihr täglich online und offline begegnen, umgeht.

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Folge 4: Rauand Taleb erzählt über's Ankommen in Deutschland

Rauand Taleb wurde 1992 im Irak, im Nordosten der Autonomen Region Kurdistan, geboren. Als er sechs Jahre alt war, musste seine Familie aus dem Land fliehen und ist nach Deutschland gekommen.

Nach der Schule hat er  die Schauspielschule in Nürnberg besucht und ist inzwischen bekannt aus Film, Fernsehen & Theater.
Im Interview erzählt er, wieso die Flucht für ihn als Kind ein großes Abenteuer war, warum er bei seiner ersten großen Rolle im Fernsehen recherchieren musste, was einen Flüchtling ausmacht und was der Schlüssel zu einer gelungenen Integration ist.

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Folge 3: Enissa Amani erzählt über's Ankommen in Deutschland

Enissa Amani wurde 1985 in Teheran, Iran geboren. Als sie ein halbes Jahr alt war, mussten ihre Eltern aufgrund von politischer Verfolgung fliehen und die Familie kam nach Deutschland. Hier ist Enissa in Frankfurt-Griesheim aufgewachsen und ist heute engagierte Human Rights Aktivistin, sondern auch eine in Deutschland und international bekannte Künstlerin.

Im Podcast erzählt sie, wie es ist, trotz Flucht ins sichere Deutschland, weiter Momente der Angst zu haben, warum Milchschnitte von besondere Bedeutung für sie ist und warum ihr die Wörter „unser Mädchen“ so wichtig sind. Außerdem geht es um Alltags-Rassismus, Familiengeschichten und darum, wie jede*r Einzelne sich engagieren kann.

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Folge 2: Yared Dibaba erzählt über's Ankommen in Deutschland

Yared Dibaba wurde 1969 in Äthiopien geboren. 1979 musste er mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg im Land fliehen und kam als Flüchtling nach Niedersachsen. Heute lebt er noch immer im Norden Deutschlands, ist Schauspieler, Musiker und Autor und als Moderator auch viel im Fernsehen und bei Youtube zu sehen.

Im Gespräch erzählt er von seiner norddeutschen Identität, warum offene Gespräche in der Familie so elementar wichtig sind und warum sein Vater nach Dibabas erster Fahrrad-Tour in Deutschland fast die Polizei rufen wollte.

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Folge 1: Marina Weisband erzählt über's Ankommen in Deutschland

Marina Weisband wurde 1987 in Kiew geboren und kam mit ihrer jüdischen Familie 1993 als so genannte "Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Heute ist sie Beteiligungspädagogin,  Diplompsychologin, Netzaktivistin und politisch sehr engagiert - erst als politische Geschäftsführerin in der Piratenpartei, inzwischen bei den Grünen. Im Gespräch mit Peter Ruhenstroth-Bauer und Svenja von Reuss von der UNO-Flüchtlingshilfe erzählt sie vom Aufbruch in der Ukraine, dem Ankommen in Deutschland und darüber, wie ihr eigener Fluchthintergrund ihr Leben und ihr politisches Engagement geprägt hat. Persönlich, bewegend und voller Hoffnung - jetzt reinhören!

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Unser Moderatorenteam

Svenja von Reuss:

Svenja von Reuss ist die Social Media Redakteurin bei der UNO-Flüchtlingshilfe. Sie ist seit 2014 im Bereich der Flüchtlingshilfe aktiv, als sie als Mitgründerin ein Mentoring-Programm für jugendliche Geflüchtete ins Leben gerufen hat, welches inzwischen erfolgreich an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland etabliert ist. In den darauffolgenden Stationen war sie unter anderem für den UNHCR in Irland aktiv und hat dort unterschiedliche Projekte betreut und begleitet, die in enger Zusammenarbeit mit Flüchtlingen durchgeführt wurden. Seit 2019 arbeitet sie in Bonn bei der UNO-Flüchtlingshilfe.

Peter Ruhenstroth-Bauer:

Peter Ruhenstroth-Bauer ist Geschäftsführer und Syndikusrechtsanwalt der UNO-Flüchtlingshilfe, dem Nationalen Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). In seinen zahlreichen beruflichen Stationen war er als Kommunikations- und Verwaltungsexperte an der Schnittstelle von öffentlichen Bereich und freier Wirtschaft tätig. Als Hörfunk Parlamentskorrespondent wechselte er 1992 als Sprecher in die Vertretung des Saarlandes beim Bund in Bonn und war zuletzt Bevollmächtigter beim Bund. 1998 wurde er stellvertretender Chef des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung und 2002 Staatssekretär im Bundesfamilienministerium. 2006 hat er in seiner Anwaltskanzlei in Berlin und Bonn Kommunikations- und Strategieberatung für NGOs, Stiftungen und den öffentlichen Bereich angeboten. Seit 2017 ist er Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.

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