Information direkt vor Ort

Infostände der UNO-Flüchtlingshilfe in deutschen Innenstädten

Die UNO-Flüchtlingshilfe wird in deutschen Innenstädten von Info-Partner*innen an sogenannten Face-to-Face-Ständen unterstützt. So werden bundesweit die Menschen über die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und dessen Unterstützung durch die UNO-Flüchtlingshilfe informiert und neue Unterstützer*innen gewonnen.

Als nationaler Partner des UNHCR mobilisiert die UNO-Flüchtlingshilfe die deutsche Zivilgesellschaft bereits seit knapp 40 Jahren – und fördert so die weltweiten, lebensrettenden Einsätze des UNHCR, aber auch die Flüchtlingsarbeit in Deutschland. Vergangenes Jahr konnte die UNO-Flüchtlingshilfe den UNHCR mit insgesamt 21 Millionen Euro finanziell unterstützen. Rund 1,4 Millionen Euro der Fördergelder wurden an deutsche Projekte für Flüchtlinge ausgeschüttet.

Was erwartet mich an einem Face-to-Face-Stand?

Infostände spielen eine besondere Rolle für die aktive Informations- und Mitgliederarbeit der UNO-Flüchtlingshilfe. Indem wir über Flucht, Fluchtschicksale und Fluchtursachen aufklären, wollen wir die Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema sensibilisieren und so zur Bewusstseinsbildung beitragen. Infostände befinden sich meistens in Fußgängerzonen oder auf belebten Plätzen. Der direkte Kontakt ermöglicht interessierten Menschen sich umfassend über die Situation von Flüchtlingen bzw. die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe zu informieren und aktiv Unterstützung zu leisten.

Deshalb bietet jeder Stand neben digitalen Informationsmaterialien auch Printprodukte, die die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe erklären sollen. Zusätzlich steht jedem die Möglichkeit offen, dauerhaft zu spenden.

Wer sind die Ansprechpartner vor Ort?

An jedem Infostand befinden sich in der Regel bis zu fünf engagierte Info-Partner*innen. Meistens handelt es sich um Studierende. Sie arbeiten für Agenturen, die die UNO-Flüchtlingshilfe gezielt für Standkampagnen einsetzt. Info-Partner*innen werden von der UNO-Flüchtlingshilfe intensiv geschult und begleitet, um sicherzustellen, dass unsere Organisation und unsere Arbeit in der Öffentlichkeit kompetent, professionell und seriös präsentiert wird.

Info-Partner*innen bekommen einen festen Stundenlohn. Wir verweisen sowohl auf dem Stand, den Ausweisschildern der Info-Partner*innen und im Formular immer wieder darauf hin, dass diese für die von uns beauftragten Agenturen arbeiten und für ihre Arbeit entlohnt werden. Auch auf direkte Nachfrage sind die Info-Partner*innen angehalten, hierüber zu informieren. Thema der Gespräche ist aber natürlich vorrangig die Situation von Geflüchteten und die Arbeit des UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Aktuell arbeiten wir mit zwei Dienstleistern, die ausschließlich zur Arbeit von Non-Profit bzw. Nicht-Regierungsorganisationen informieren, nämlich „DialogDirect GmbH, Berlin " oder „hello I DIE DIALOG AGENTUR GmbH & Co. KG, Hamburg“.

Warum nutzt die UNO-Flüchtlingshilfe Informationsstände?

Diese Art der Informations- und Spendenwerbung hat für die UNO-Flüchtlingshilfe im Einnahmemix verschiedener Maßnahmen eine sehr hohe und wachsende Bedeutung. Die Einnahmen refinanzieren bereits nach einigen Monaten die eingesetzten Kampagnenkosten. Da dauerhafte Spender*innen gewonnen werden, wiederholt sich der Spendenbetrag in den weiteren Jahren. Gerade mit dieser Unterstützung ist die weltweite Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen des UNHCR in den Projekten dauerhaft möglich.

Nach Angaben des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) stimmt das Konzept der Infostände mit den Richtlinien des DZI-Spendensiegels überein. Dieses Siegel vergibt das DZI nur an solche Hilfsorganisationen, „die im Rahmen einer sparsamen Haushaltsführung eine transparente und ordnungsgemäße Verwendung der Spenden nachweisen können“.  Das DZI bescheinigt uns mit seinem DZI-Siegel angemessene Verwaltungsausgaben. Im letzten Jahr betrugen die Verwaltungs- (2%) und Werbekosten (22%) lediglich 24% Prozent der Gesamtausgaben.

Die UNO-Flüchtlingshilfe unterliegt als gemeinnützige Organisation aber nicht nur der Kontrolle durch das DZI, sondern auch den erforderlichen Prüfungen durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer. Schließlich hält die UNO-Flüchtlingshilfe sich an die Berichtspflichten gegenüber dem UNHCR, der in seinem Global Report (s. Links unten) ebenfalls über unsere Arbeit und die Unterstützung berichtet. Als Mitglied der Transparenzinitiative von Transparency International Deutschland sind wir verpflichtet, Zahlen zu geförderten Projekten und Ausgaben für Verwaltung sowie Spenderkommunikation und -werbung im Jahresbericht sowie auf unserer Webseite offenzulegen.

Genaue Angaben zu unseren Einnahmen und Ausgaben finden Sie hier:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/shop/informationsmaterial/127/jahresbericht-2017
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/shop/informationsmaterial/133/global-trends-2017
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ueber-uns/transparenz-kontrolle/

An wen richte ich eine Beschwerde?

Neben vielen großen und seriösen Organisationen gibt es leider auch immer einige „schwarze Schafe“, die zu aufdringlich auftreten und bei denen die Verwendung des Geldes höchst unklar ist. Das Vertrauen unserer Spender*innen ist für eine wirksame Flüchtlingshilfe unerlässlich. Deshalb legen wir als UNO-Flüchtlingshilfe äußerst großen Wert darauf, dass alle Info-Partner*innen sich mit den Grundsätzen und Aufgaben unserer Arbeit identifizieren. Vereinbarte Prinzipien in der Zusammenarbeit mit Agenturen beruhen auf Information, Transparenz und Diskretion.

Falls Sie andere Erfahrungen mit von uns beauftragten Info-Partner*innen machen sollten, wenden Sie sich bitte direkt an uns:

UNO-Flüchtlingshilfe
Graurheindorfer Str. 149 a
53117 Bonn
Tel: (0228) 90 90 86-00
Fax: (0228) 90 90 86-01
E-Mail: info@uno-fluechtlingshilfe.de