UNO-Flüchtlingshilfe

Leben retten - Rechte schützen

UNO-Flüchtlingshilfe - Über uns

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Im Zentrum unserer Arbeit steht der internationale Flüchtlingsschutz. Der UNHCR hat als einzige Organisation von der UN-Vollversammlung das Mandat erhalten,

  • um für die Einhaltung und Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention einzutreten.
  • Menschen zu schützen, die zur Flucht gezwungen sind, oder keine Nationalität besitzen.
  • Humanitäre Soforthilfe und Maßnahmen für den weltweiten Flüchtlingsschutz zu koordinieren.

Gemeinsam schaffen wir Perspektiven und erarbeiten dauerhafte Lösungen für Geflüchtete – weltweit und in Deutschland.

Unsere Vision

Alle Geflüchteten sollen ein menschenwürdiges Leben führen und ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen können.

Flucht und Vertreibung waren immer Teil der Menschheitsgeschichte und doch bleibt es unsere Vision, dass es eine Welt ohne Flüchtlinge geben wird. Solange Menschen fliehen, werden wir weltweit für ihren Schutz eintreten, ihnen ein Leben in Würde und Hoffnung sowie Zukunftsperspektiven ermöglichen.

Unsere Mission

Als nationaler Partner des UNHCR

  1. mobilisieren wir die Menschen in Deutschland, um die weltweite, lebensrettende Arbeit des UNHCR finanziell zu unterstützen;
  2. fördern wir Projekte für Geflüchtete in Deutschland;
  3. tragen durch unsere Informationsarbeit über Flucht, Fluchtursachen und -schicksale zur Bewusstseinsbildung in unserer Gesellschaft bei.

Unsere Werte

Wir glauben an die Menschlichkeit und die Unantastbarkeit der Würde jedes einzelnen Menschen. Deshalb setzen wir uns aus fester Überzeugung für Flüchtlinge ein.

Menschlichkeit und die Unantastbarkeit der Würde jedes Einzelnen sind Grundwerte unserer Arbeit. Deshalb setzen wir uns aus fester Überzeugung für Flüchtlinge ein.

Wir sind politisch, aber politisch unabhängig und überkonfessionell. Wir stellen alle Menschen auf der Flucht in den Mittelpunkt unseres Handelns, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe.

Wir setzen uns für den Zusammenhalt einer informierten und aktiven Zivilgesellschaft ein, mit der wir uns gemeinsam für den Schutz Geflüchteter stark machen.

Unsere Arbeitsweise

  • Wir verfolgen unsere Mission mit leidenschaftlichem Engagement.
  • Wir sprechen über Fakten und persönliche Schicksale, um das Ausmaß der globalen Flüchtlingssituation zu verdeutlichen.
  • Wir stehen an der Seite von Geflüchteten weltweit und begegnen ihnen auf Augenhöhe.
  • Wir verpflichten uns, die uns anvertrauten Spendengelder wirkungsvoll und nachhaltig zu verwenden.
  • Wir sind offen und transparent sowohl miteinander als auch gegenüber unseren Unterstützer*innen und unseren Partner*innen.
  • Wir sind innovativ und gehen permanent neue Wege, um Menschen für unsere Mission zu sensibilisieren und zu begeistern.

Wir fördern

  • lebensrettende Nothilfemaßnahmen im akuten Krisenfall,
  • Aus- und Weiterbildungsprogramme für eine bessere Zukunft,
  • Hilfsprogramme für freiwillig zurückkehrende Flüchtlinge,
  • psychosoziale Therapie für traumatisierte Flüchtlinge,
  • Asylverfahrensberatung in Deutschland sowie
  • Vernetzung und Qualifizierung haupt- und ehrenamtlicher Helfer, die sich in Deutschland für Flüchtlinge engagieren.

Es ist zur guten Tradition geworden, dass der Bundestagspräsident die Schirmherrschaft der UNO-Flüchtlingshilfe übernimmt. 2017 hat Dr. Wolfgang Schäuble dieses Amt angetreten.

Dr. Wolfgang Schäuble über die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe:

„Die UNO-Flüchtlingshilfe ist auch in Zukunft auf das Mitwirken möglichst vieler Menschen angewiesen, um für die kommenden humanitären Herausforderungen gewappnet zu sein. Die beunruhigenden Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, wie wichtig ein verstärktes Engagement für Flüchtlinge ist – von uns allen.“

In 2017 erzielte die UNO-Flüchtlingshilfe Einnahmen von knapp 31,7 Millionen Euro (2016: 26,8 Mio) und konnte somit mit über 24 Millionen Euro für die weltweite Projektförderung sowie für Aktivitäten zur Verfügung stellen, die in der Öffentlichkeit Verständnis für Flüchtlinge schaffen sollen.

82 Prozent der Einnahmen wurden für die Projektförderung verwendet. Mehr als 19 Millionen Euro flossen in die Not- und Überlebenshilfe.

Innerhalb Deutschlands wurden - wie jedes Jahr - überwiegend Projekte gefördert, bei denen Flüchtlinge beraten und betreut werden - zum Beispiel von Flüchtlingsräten oder in psychosozialen Therapiezentren. 2017 wurden 68 solcher Projekte in Deutschland gefördert.

Detaillierte Informationen über geförderte Projekte sowie eine umfangreiche Bilanz entnehmen Sie bitte unserem Jahresbericht 2017.

Weitere Informationen zur UNO-Flüchtlingshilfe, Projekten und Mittelverwendung finden Sie unter Über uns

Ein TV-Interview und einhergehender Spendenaufruf für hungernde Flüchtlinge in Somalia von Yefime Zarjevski, dem damaligen Vertreter des UN-Flüchtlingskommissars in Deutschland, stellte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) vor ein unbedachtes Problem:

Internationale Organisationen wie UNHCR können nach deutschem Steuerrecht keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Angesichts der 1,2 Millionen Mark, die in kürzester Zeit gespendet wurden, musste eine Lösung gefunden werden: die Gründung eines Vereins.

Zunächst wurde die „Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe e. V.“ jahrelang ehrenamtlich von Dr. Gustav Koch geleitet. Doch mit der Zeit wurden die Aufgaben immer umfangreicher, so dass eine Geschäftsstelle mit Geschäftsführer eingerichtet wurde.

In 2004 wurde der Verein umbenannt in „UNO-Flüchtlingshilfe e. V.” und eine eigenständige Stiftung gegründet, um die Flüchtlingsarbeit dauerhaft zu sichern. Mit ihren Erträgen unterstützt die Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe ausschließlich die Arbeit des Vereins.

Geschäftsstelle

In der Bonner Geschäftsstelle arbeiten derzeit 27 hauptamtliche Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung sowie 15 Aushilfen. Geschäftsführer ist Peter Ruhenstroth-Bauer. Hier finden sie ein Organigramm der UNO-Flüchtlingshilfe.

Seit 1990 wird die Geschäftsstelle zudem ehrenamtlich von Honorarprofessor Dr. Reinhold Friedl unterstützt. Als Leiter der Regionalstelle Nord baut er Pressekontakte im norddeutschen Raum auf, organisiert Vorträge und repräsentiert den Verein bei Veranstaltungen in der Region.

Werden Sie Mitglied und gestalten Sie die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe aktiv mit:

Beitrittserklärung zum Download

Beratungsstellen für Flüchtlinge

Die UNO-Flüchtlingshilfe kann selbst keine Rechtsberatung anbieten.

Eine Liste mit Beratungsstellen für ganz Deutschland finden Sie zum Beispiel Pro Asyl: Zur Internetseite

Ansprechpartner

Ihren passenden Ansprechpartner bei der UNO-Flüchtlingshilfe finden Sie hier: Kontakt