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Flüchtlinge mit Mundschutz
© Ritzau Scanpix

Corona Pandemie

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Corona-Virus: Füchtlinge besonders gefährdet

Deutschland befindet sich noch immer im Ausnahmezustand. Auch wenn die Anzahl der an Corona Erkrankten nicht mehr so rasant steigt wie vor einigen Wochen, sterben nach wie vor jeden Tag Menschen an COVID-19 und wir alle versuchen unseren Alltag in dieser Situation zu koordinieren und zu bestehen.

Gleichzeitig erleben wir eine Welle der Solidarität, die großartig ist! Doch diese sollte sich nicht auf Deutschland beschränken.

Flüchtlinge müssen aufgrund ihrer eingeschränkten Versorgungslage besonders geschützt werden, damit sie sich nicht mit dem neuartigen Virus Covid-19 infizieren. Sie befinden sich oft an Orten, die überfüllt sind oder an denen das öffentliche Gesundheitswesen bereits überlastet oder schlecht ausgestattet ist und sind deshalb besonders schutzbedürftig. Oft fehlen sauberes Wasser und Sanitäranlagen oder auch nur Seife, um etwas gegen die Verbreitung von Krankheitserregern zu tun.

Das Virus kann jeden treffen, und es liegt in unserer kollektiven Verantwortung, sicherzustellen, dass die globale Reaktion alle Menschen einschließt.

Filippo Grandi, der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge

Mehr als 70 Millionen Menschen weltweit wurden durch Verfolgung, Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Davon sind mehr als 20 Millionen Flüchtlinge, von denen 84 Prozent von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen aufgenommen werden, die über ein schwächeres Gesundheitswesen, Wasserversorgungssystem und unzureichende Sanitäranlagen verfügen.

Wie kann man Flüchtlinge schützen?

Die offensichtlichste und nachhaltigste Lösung, um Flüchtlinge zu schützen, besteht darin, die hygienischen Bedingungen und das Gesundheitssystem in den Flüchtingslagern zu verbessern, damit die Flüchtlinge eine gerechte Versorgung erhalten können.

Der UNHCR kennt sich mit dem Management globaler Notfälle wie SARS, Ebola oder Grippe aus und verschärft derzeit weltweit seine allgemeinen Vorsorge-, Präventions- und Reaktionsmaßnahmen im Rahmen von COVID-19.

Dazu gehören:

  • die lückenlose Versorgung mit sauberem Wasser, Seife, Sanitäranlagen
  • die Ausbildung von Personal zur Sicherstellung der Infektionskontrolle
  • Maßnahmen zur Abfallentsorgung zu verstärken
  • Informationskampagnen zu starten


Der UNHCR braucht jetzt dringend für die nächsten Monate zusätzlich 745 Millionen US-Dollar. Diese Summe ist wesentlich, um auf den erhöhten Gesundheitsbedarf von Flüchtlingen durch COVID-19 reagieren zu können und um die Vorbereitungs-, Präventions- und Reaktionsmaßnahmen zu verstärken.

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Hände waschen

Wie hilft der UNHCR vor Ort?

In Griechenland...

  • ... unterstützt der UNHCR die Behörden verstärkt dabei, die Wasser- und Sanitärkapazität zu erhöhen, Hygieneartikel zu liefern sowie medizinische Einheiten und Räume für Screening, Isolierung und Quarantäne einzurichten.
  • ... stellt der UNHCR für Asylsuchende auch den Zugang zu Informationen über Hotlines und Dolmetschleistungen sowie durch die Mobilisierung von Freiwilligen sicher.
  • ... hat der UNHCR die Behörden wiederholt dazu aufgefordert, die Transfers von den überfüllten Aufnahmezentren auf den griechischen Inseln zu erhöhen. Dort sind 35.000 Asylsuchende in Einrichtungen untergebracht, die eigentlich für weniger als 6.000 Menschen ausgelegt sind.

 

In Bangladesch...

  • ... werden Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen geschult, die in den Rohingya-Siedlungen arbeiten. In diesen Camps leben rund 850.000 Flüchtlinge auf sehr engem Raum.
  • ... arbeiten mehr als 2.000 Freiwillige aus der Flüchtlingsgemeinschaft mit, um wichtige Präventionsmaßnahmen zu kommunizieren.
  • ... schaltet der UNHCR Radiospots, Videos, Poster und Broschüren in den Sprachen Rohingya, Burmesisch und Bengali.
  • ... stellt der UNHCR sicher, dass Seife und Wasser für alle zugänglich sind.
  • ... erhöht der UNHCR die Anzahl der Waschmöglichkeiten.
  • ... unterstüzt der UNHCR den Bau von neuen Isolations- und Behandlungseinrichtungen für Flüchtlinge und die umliegende Aufnahmegemeinschaft.

 

In Jordanien...

  • ... wird am Eingang der Flüchtlingslager Zaatari und Azraq ein Temperatur-Screening durchgeführt.
  • ... laufen Sensibilisierungskampagnen und
  • ... die Stromversorgung wurde verbessert.
  • ... haben die Supermärkte längere Öffnungszeiten, um den Mindestabstand von Menschen zueinander sicherzustellen.

Im Sudan...

  • ... hat der UNHCR über 260.000 Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Mitgliedern der Aufnahmegemeinschaften mit Seife versorgt.
  • ... führen der UNHCR mit anderen UN-Organisationen und dem Gesundheitsministerium eine umfangreiche Sensibilisierungskampagne in mehreren Sprachen durch.
  • ...wurden rund 15.000 Textnachrichten mit Informationen und Präventionshinweisen an in Khartum lebende Flüchtlinge gesendet.

In Brasilien...

  • ...  haben der UNHCR und Partner in Boa Vista eine Isolationseinrichtung errichtet, um mögliche Verdachtsfälle unter venezolanischen Flüchtlingen und Migranten aufzunehmen.
  • ... wurden 1.000 Hygienekits an die indigene Bevölkerung in Belem und Santarem verteilt.

Der UNHCR arbeitet zudem mit UN-Partnern zusammen, um Lösungen für logistische Herausforderungen zu finden, die sich aufgrund von Produktionseinschränkungen und Grenzschließungen ergeben. Dazu zählt zum Beispiel die Organisation von Luftbrücken.
 

So konnte bereits geholfen werden

Dank der schnelle Unterstützung von Regierungen, aber auch von Spendern in aller Welt, konnte der UNHCR innerhalb nur weniger Wochen die weltweiten Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen COVID-19 auf- und ausbauen.

6,5
Millionen

Mundschutze

6
Tonnen

Schutzausrüstung für medizinisches Personal

30
Millionen US $

Bargeldhilfe für Flüchtlinge in 65 Ländern


Darüber hinaus wurden weltweit 850.000 Krankenhauskittel, 3.600 Sauerstoffgeräte, 640 Beatmungsgeräte sowie mehr als 1.600 mobile Flüchtlingsunterkünfte (RHUs) und 50 Krankenhauszelte bereitgestellt.

Werden Kriegsflüchtlinge weiterhin Grenzen überqueren können?

Länder können Maßnahmen zur Eingrenzung von COVID-19 ergreifen, doch sie dürfen Flüchtlinge nicht daran hindern, in Sicherheit zu gelangen. Wenn ein Verdacht auf eine Erkrankung besteht, könne weitere Maßnahmen ergriffen werden, wie Tests oder eine zeitlich begrenzte Quarantäne.

Können Flüchtlinge von Diskriminierung betroffen sein?

Wenn Angst und Unsicherheit aufkommen, sind Sündenböcke schnell gefunden. Wir haben bereits Wut und Feindseligkeiten gegenüber einigen Menschen erlebt. Über Social Media wurden Gerüchte verbreitet. Wenn das nicht aufhört, werden weitere Gruppen beschuldigt und ausgegrenzt. Minderheiten, Randgruppen, oder einfach jeder Mensch, der als „Ausländer“ gilt.

Jede*r sollte vor dem Coronavirus geschützt werden!

COVID-19 diskriminiert niemanden. Warum sollten wir es also tun?

Tourist*innen, Businessleute und Minister*innen wurden schon infiziert. COVID-19 fordert nicht nur unser Gesundheitssystem und unsere Fähigkeiten zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, sondern auch unseren Zusammenhalt als eine Gemeinschaft von Nationen, die in einer gemeinsamen Krise zusammenarbeiten.
Lassen Sie uns sicher, klug und freundlich bleiben.

Helfen Sie uns, für Flüchtlinge da zu sein

Wasser und Hygiene

Jahresration Seife

3,00 €

Gesundheit

Basis-Gesundheitsversorgung

10,00 €

Wasser und Hygiene

Sauberes Wasser für einen Monat

30,00 €

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