Zerstörung in Beirut

Explosion in Beirut: Nothilfe für den Libanon

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Am 4. August erschütterte eine riesige Explosion Beirut und zerstörte ganze Stadtviertel. Hunderte Menschen kamen zu Tode und Tausende wurden verletzt. Häuser und Wohnungen wurden zerstört.

Noch immer kämpfen viele Bewohner weiter mit den Folgen. Auch viele Flüchtlinge sind betroffen.

Der UNHCR stellt seine landesweiten Lagerbestände an Unterkunftssets, Plastikplanen, Großzelten und zehntausende andere wichtige Hilfsgüter wie Decken und Matratzen zur sofortigen Verfügung, um die Not zu lindern.

Unser UNHCR-Kollege Nabil Narch berichtet von der Hilfe vor Ort:

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UNHCR-Mitarbeiter in Beirut

FAQs zur Explosion in Beirut

Was ist in Beirut passiert?

Am 4. August 2020 explodierte im Hafen von Beirut gegen 18 Uhr ein Lagerhaus, in dem eine große Menge Ammoniumnitrat gelagert wurde. Die Explosionen war enorm und zerstörte ein ganzes Stadtviertel.

Mehr als 178 Menschen starben und über 6.500 wurden verletzt. Noch immer sind viele Menschen verschollen.

Die Druckwelle zerstörte und beschädigte Häuser und Wohnungen. Laut UN-Angaben wurden 6 Krankenhäuser, 20 Gesundheitszentren und 120 Schulen durch die Explosion beschädigt. Ca. 300.000 Menschen haben aufgrund des Unglücks kein Dach mehr über dem Kopf.

Was wird in Beirut gebraucht ?

Die Überlebenden der Explosion müssen medizinisch versorgt werden. Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, die zum Teil beschädigt wurden, brauchen Unterstützung und medizinisches Material. Das Gesundheitssystem im Libanon ist aufgrund der Corona-Situation jedoch bereits überlastet.

Diejenigen, deren Häuser und Wohnungen zerstört wurden, brauchen Notunterkünfte und Material, um Schäden wenigstens provisorisch auszubessern. Die Menschen brauchen außerdem Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Haushaltsartikel wie Töpfe und Geschirr.
 

Was hat das mit Flüchtlingen zu tun ?

Im Libanon leben fast 2 Millionen Flüchtlinge. 1,5 Millionen von ihnen sind vor dem Krieg in Syrien geflohen, weitere 18.500 Flüchtlinge kommen aus Äthiopien, Irak, Sudan und aus anderen Ländern. Dazu kommen 200.000 palästinensische Flüchtlinge unter dem Mandat der UNRWA.

In Beirut wohnen ca. 200.000 Flüchtlinge. Durch die Explosion starben 13 Flüchtlinge, 57 von ihnen gelten noch als verschollen, 224 Flüchtlinge wurden verletzt.

Durch die Wirtschaftskrise, hohe Arbeitslosigkeit, steigenden Preise und jetzt die Not vieler Menschen in Beirut, können die sozialen Spannungen im Libanon zunehmen und sich in Fremdenfeindlichkeit und Ressentiments gegen Flüchtlinge äußern.

Mehr Informationen zum Libanon

 

Wie hilft der UNHCR in Beirut?

Die Arbeit des UNHCR im Libanon nach der Explosion konzentriert sich auf drei Schlüsselbereiche – Unterkünfte, Gesundheit und Schutz.

Die Wohnungen und Häuser hunderttausender Menschen wurden durch die Explosion ganz oder teilweise zerstört. Der Bedarf an Unterkünften ist deshalb enorm.

Der UNHCR stellt seine landesweiten Lagerbestände an Unterkunftssets, Plastikplanen, Großzelten und zehntausende andere wichtige Hilfsgüter wie Decken und Matratzen zur sofortigen Verfügung. UN-Mitarbeiter helfen bei Aufräumarbeiten und der Versorgung der Menschen.

 

Diese Hilfsgüter werden jetzt gebraucht:

65
Euro

für 5 Plastikplanen, um Fenster und Türen abzudichten

180
Euro

für ein Reparatur-Kit mit Holz, Planen, Werkzeug etc.

420
Euro

Bargeldunterstützung, um die erste Not zu lindern

 

 

Ich lief auf die Straße und sah Menschen auf den Autos, auf dem Boden. Es war furchtbar – jenseits aller Vorstellungskraft.

Ahmad, 34, brachte seine Kinder von Syrien nach Beirut, damit sie in Sicherheit sind. Durch die Explosion im Hafen der Stadt wurden die Jungen und seine Frau schwer verletzt. Der zweijährige Zakariya hatte Schnittwunden am Kopf und musste 25 mal genäht werden.

 

 

 

Helfer in Beirut

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