Venezuela: UNHCR weitet Erdbebenhilfe aus
Besonders betroffen ist der Bundesstaat La Guaira. Dort fehlen Lebensmittel, die Grundversorgung ist weitgehend zusammengebrochen und viele Menschen haben nur eingeschränkten Zugang zu Hilfsleistungen.
Eine erste Erhebung des UNHCR zeigt das Ausmaß der Krise:
- 75 Prozent der Befragten berichteten von Verletzten in ihren Gemeinden, 56 Prozent von Todesfällen.
- Die Hälfte der Betroffenen ist bei Angehörigen oder Nachbarn untergekommen, 39 Prozent leben auf Straßen oder öffentlichen Plätzen.
- Viele Notunterkünfte bieten weder ausreichenden Schutz noch angemessene Hygiene oder Privatsphäre.
- Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie unbegleitete Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen.
UNHCR baut seine Hilfe deshalb weiter aus. Hilfsgüter werden aus einem Lager in Táchira nach La Guaira gebracht, weitere Lieferungen aus den globalen Notfallbeständen in Panama stehen bereit. Gemeinsam mit Partnerorganisationen unterstützt UNHCR zudem die Registrierung Betroffener, stärkt den Kinderschutz und verbessert die Verteilung von Hilfsgütern.
Nach Angaben der Behörden kamen bislang 1.719 Menschen ums Leben, mehr als 5.000 wurden verletzt und fast 16.000 Menschen sind von den Erdbeben betroffen.
Die UNO-Flüchtlingshilfe hat die Nothilfsmaßnahmen bereits mit 300.000 Euro als Soforthilfe unterstützt.
Doch weitere Untersützung wird dringend benötigt.
Um in den kommenden sechs Monaten rund 30.000 Betroffene mit Schutz, Notunterkünften und lebenswichtigen Hilfsgütern zu versorgen, benötigt UNHCR 14,85 Millionen US-Dollar.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende den Menschen in Venezuela!