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Steigende Flüchtlingszahlen über die Jahre

Flüchtlingszahlen

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Zahlen & Fakten zu Menschen auf der Flucht

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Mitte 2018 waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es Ende 2016 65,6 Millionen Menschen und vor zehn Jahren 37,5 Millionen Menschen.

In Deutschland nahm die Zahl der Asylsuchenden im Vergleich zu 2016 hingegen deutlich ab.  85 Prozent der Flüchtlinge leben nach wie vor in Entwicklungsländern.

Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge ist mit 25,4 Millionen höher als jemals zuvor. Das sind 2,9 Millionen Menschen mehr als 2016 - der größte Anstieg der Flüchtlingszahlen in einem Jahr in der Geschichte von UNHCR (seit 1951).

Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (6,3 Millionen). Aber auch in vielen anderen Ländern kam es zu tausendfachem Flüchtlingselend. Der Hunger im Osten Afrikas, im Südsudan und im Jemen, Kämpfe im Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, der Ukraine zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht.

Die meisten Flüchtlinge leben in armen Ländern

85 Prozent der Flüchtlinge weltweit lebten Ende 2017 in Staaten mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Dies liegt zum einen an der geographischen Nähe vieler armer Staaten zu Konfliktregionen. Zum anderen fehlt es international an einem Konsens, wenn es um das Thema Aufnahme von Flüchtlingen geht.

Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge und andere aus ihrer eigentlichen Heimatregion geflohene Menschen unterstützen, brauchen darum eine robuste finanzielle Ausstattung und Hilfe. Deren Fehlen kann Instabilität herbeiführen und hat Konsequenzen für lebenssichernde humanitäre Hilfe oder löst Weiterwanderung aus.

Zur Situation am Mittelmeer finden Sie hier weitere Informationen.
 

Die sechs größten Herkunftsländer von Flüchtlingen

Syrien - 5,5 Millionen
Afghanistan - 2,5 Millionen
Südsudan - 1,4 Millionen
Somalia - 1,1 Millionen
Sudan - 650.600
DR Kongo - 537.500
 

Die sechs größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen

Türkei - 2,9 Millionen
Pakistan - 1,4 Millionen
Libanon - 1 Million
Iran - 979.400
Uganda - 940.800
Äthiopien - 791.600
 

Die sechs Länder mit den meisten Binnenvertriebenen

Kolumbien - 7,4 Millionen
Syrien - 6,3 Millionen
Irak - 3,6 Millionen
DR Kongo - 2,2 Millionen
Sudan - 2,2 Millionen
Nigeria - 2,2 Millionen

Alle Informationen und Zahlen stammen aus "Global Trends 2017"  - der UNHCR-Report wird jedes Jahr zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni herausgegeben und bezieht sich auf Zahlen, die bis Ende Dezember des Vorjahres erfasst wurden.

Binnenvertriebene und Asylsuchende

Die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind, liegt bei 40 Millionen im Vergleich zu 40,3 Millionen im Jahr zuvor. Syrien, Irak und weiterhin Kolumbien stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und –vertreibung betroffen sind. Dieses Problem hat jedoch eine globale Dimension und ist verantwortlich für fast zwei Drittel der Gesamtzahl von 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht.

Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Asylbewerber, also Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und anderswo internationalen Schutz als Flüchtlinge suchen. Ende 2017 betrug ihre Zahl weltweit 3,1 Millionen.

„Egal welchen Maßstab man nimmt, diese Zahl ist nicht zu akzeptieren“, betont UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

„Wir müssen zusammen sicherstellen, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden.“

Rückkehr - Resettlement

Für viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene konnte die Lebenssituation durch die Rückkehr oder Resettlement-Programme in Drittstaaten verbessert werden. Die Zahl der Flüchtlinge, die dank des Ressettlement-Programms Schutz in einem Drittland fanden, sank jedoch wegen des niedrigeren Angebots and Plätzen in den Aufnahmeländern um mehr als 40 Prozent auf rund 100.000 Menschen.

Etwa 670.000 Flüchtlinge konnten in ihr Heimatland zurückkehren, zudem rund 4,2 Millionen Binnenvertriebene in ihre jeweiligen Heimatregionen – wenngleich viele von ihnen keineswegs unter idealen Bedingungen und mit unsicheren Zukunftsaussichten.


Ausgewählte Fakten

  • Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde.
  • Im Schnitt wird alle zwei Sekunden jemand auf der Welt zur Flucht gezwungen.
  • Einer von 110 Menschen weltweit ist von Flucht und Vertreibung betroffen.
  • 52 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind Kinder (unter 18 Jahren).
  • 2016 stellten 75.000 unbegleitet Flüchtlingskinder Asylanträge.
  • 2017 konnten rund 670.000 Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren.
  • 9 von 10 Flüchtlingen (85%) leben in Entwicklungsländern.


(Zahlen bis Ende 2017)

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