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Fakten und Zahlen

Flüchtlingszahlen

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Zahlen & Fakten zu Menschen auf der Flucht

Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2018 lag die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht waren, bei 70,8 Millionen. Im Vergleich dazu waren es Ende 2016 65,6 Millionen Menschen.

In Deutschland nahm die Zahl der Asylsuchenden im Vergleich zu 2017 deutlich ab.  84 Prozent der Flüchtlinge leben nach wie vor in Entwicklungsländern.

Flüchtlinge

Die Zahl der Flüchtlinge ist mit 25,9 Millionen höher als jemals zuvor.

67 Prozent der Flüchtlinge kommen aus nur 5 Ländern: Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (6,7 Millionen). Aber auch in vielen anderen Ländern kam es zu tausendfachem Flüchtlingselend. Der Hunger im Osten Afrikas, im Südsudan und im Jemen, Kämpfe im Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, der Ukraine zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Zahl der Minderjährigen und Kinder, die unbegleitet, also sich ohne ihre Eltern, Verwandte oder die Unterstützung von Freunden auf der Flucht befinden, hat sich nach Angaben von 53 Ländern auf über 111.000 Kinder erhöht. Allein in Uganda waren es nach offiziellen Angaben 41.200. Da nicht alle Länder Angaben machen, ist die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtinge weltweit sicherlich deutlich höher.

27.600 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben 2018 Anträge auf Asyl gestellt.

Kinder, die allein auf der Flucht sind, sind ganz besonders gefährdet. Der UNHCR hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, ein verstärktes Bewusstsein für die Bedürfnisse und Rechte der Kinder zu schaffen. Mehr zum Thema Flüchtlingskinder.

Die meisten Flüchtlinge leben in armen Ländern

84 Prozent der Flüchtlinge weltweit lebten Ende 2018 in Staaten mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Dies liegt zum einen an der geographischen Nähe vieler armer Staaten zu Konfliktregionen. Zum anderen fehlt es international an einem Konsens, wenn es um das Thema Aufnahme von Flüchtlingen geht.

Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge und andere aus ihrer eigentlichen Heimatregion geflohene Menschen unterstützen, brauchen darum eine robuste finanzielle Ausstattung und Hilfe. Deren Fehlen kann Instabilität herbeiführen und hat Konsequenzen für lebenssichernde humanitäre Hilfe oder löst Weiterwanderung aus.

Zur Situation am Mittelmeer finden Sie hier weitere Informationen.

 

Die größten Aufnahmeländer:

Die fünf größten Herkunftsländer von Flüchtlingen

Syrien - 6,7 Millionen
Afghanistan - 2,7 Millionen
Südsudan - 2,3 Millionen
Myanmar - 1,1 Millionen
Somalia - 0,9 Millionen
 

Die fünf größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen

Türkei - 3,7 Millionen
Pakistan - 1,4 Millionen
Uganda - 1,2 Millionen
Sudan - 1,1 Millionen
Deutschland - 1,1 Millionen
 

Die fünf Länder mit den meisten Binnenvertriebenen

Kolumbien - 7,8 Millionen
Syrien - 6,2 Millionen
DR Kongo - 5 Millionen
Äthiopien - 2,6 Millionen
Somalia - 2,6 Millionen

Alle Informationen und Zahlen stammen aus "Global Trends 2018". Der UNHCR-Report wird jedes Jahr zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni herausgegeben und bezieht sich auf Zahlen, die bis Ende Dezember des Vorjahres erfasst wurden.

 

 

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GlobalTrends

Binnenvertriebene und Asylsuchende

Die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind, liegt bei 41,3 Millionen im Vergleich zu 40 Millionen im Jahr zuvor. Kolumbien, Syrien und die Demokratische Republik Kongo stehen weiterhin an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und –vertreibung betroffen sind. Binnenvertreibung macht demnach über 58 Prozent der Gesamtzahl von 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht aus.

Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Asylbewerber, also Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und anderswo internationalen Schutz als Flüchtlinge suchen. Ende 2018 betrug ihre Zahl derjenigen, die auf eine entscheidung ihres Asylgesuches warteten weltweit 3,5 Millionen.

„Egal welchen Maßstab man nimmt, diese Zahl ist nicht zu akzeptieren“, betont UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

„Wir müssen zusammen sicherstellen, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden.“

Rückkehr - Resettlement

Für viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene konnte die Lebenssituation durch die Rückkehr oder Resettlement-Programme in Drittstaaten verbessert werden. Die Zahl der Flüchtlinge, die dank des Ressettlement-Programms Schutz in einem Drittland fanden, sank jedoch wegen des niedrigeren Angebots and Plätzen in den Aufnahmeländern von rund 100.000 Menschen auf 81.300 Menschen.

Etwa 600.000 Flüchtlinge konnten in ihr Heimatland zurückkehren, zudem rund 2,3 Millionen Binnenvertriebene in ihre jeweiligen Heimatregionen – wenngleich viele von ihnen keineswegs unter idealen Bedingungen und mit unsicheren Zukunftsaussichten.


Ausgewählte Fakten

  • Ende 2018 waren 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde.
  • Im Schnitt werden jede Minute 25 Menschen auf der Welt zur Flucht gezwungen.
  • Fast 4 von 5 Flüchtlingen leben im Nachbarland ihres Heimatstaates.
  • Jeder zweite Flüchtlinge weltweit ist unter 18 Jahren.
  • 2018 stellten 27.600 unbegleitet Flüchtlingskinder Asylanträge.
  • Rund 600.000 Flüchtlinge konnten 2018 in ihre Heimat zurückkehren.
  • 84 % der Flüchtlinge leben in Entwicklungsländern.


(Zahlen bis Ende 2018)

Die beidseitig bedruckte Weltkarte „Wir schützen Flüchtlinge“ bietet Interessierten eine breite Informationsübersicht mit Zahlen und Fakten zu weltweiten Krisenherden.

Zur Mediathek

Der im Juni jeden Jahres erscheinende Global Trends Report vom UNHCR bietet umfassende Zahlen und Fakten zum thema Flucht, Vertreibung und Staatenlosigkeit.

Global Trends Report

Der Mid-Year Trends Report von UNHCR zeigt die Entwicklung der weltweiten Flüchtlingssituation im ersten Halbjahr des jeweiligen Jahres auf.

Mid-Year Trends

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