Kinder auf der Flucht

Flüchtlingskinder

Flüchtlingskinder

51 Prozent der knapp 60 Millionen Menschen, die sich auf der Flucht oder in flüchtlingsähnlichen Situationen befinden, sind jünger als 18 Jahre.

Besondere Gefahren

Flüchtlingskindern drohen in den Kriegswirren besondere Gefahren: Sie werden als Kindersoldaten rekrutiert und zum Kämfen und Töten gezwungen. Sie müssen häufig lange und schwer arbeiten, um ein bisschen Geld zum Überleben zu verdienen. Und es kommt immer wieder zu Zwangsehen und Vergewaltigungen.

Seelische Wunden

Die Erfahrungen und Erlebnisse, die Kinder im Krieg und auf der Flucht machen, hinterlassen in ihrer Seele tiefe Verletzungen. Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen sowie jahrelange psychosomatische Leiden sind die Folgen und können die Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Auch die Ungewissheit um die eigene Zukunft macht den jungen Flüchtlingen zu schaffen. Mädchen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden aber auch Kindersoldaten, die selbst zu den grausamsten Taten gezwungen wurden, leiden oft ein Leben lang unter Scham und Ausgrenzung.

Besondere Bedürfnisse

Kinder wollen spielen und lernen. UNHCR bemüht sich daher, Flüchtlingskindern den Schulbesuch sowie Spiel- und Freizeitmöglichkeiten zu ermöglichen. Denn ein geregelter und abwechslungsreicher Tag gibt den Kindern ein wenig Struktur und Sicherheit zurück. Zudem ist eine gute Ausbildung der Schlüssel für eine hoffentlich bessere Zukunft und die Ablenkung beim Spiel lässt sie die Schrecken der Flucht wenigstens für eine Weile vergessen.

Allein auf der Flucht

Immer wieder werden Kinder auf der Flucht von ihren Eltern und Angehörigen getrennt oder sie werden zu Waisen. Sie sind besonders verletzlich und schutzbedürftig. Auch in Deutschland kommen seit Jahren immer mehr minderjährige Flüchtlinge alleine an und sind auf besondere Hilfestellung angewiesen. Lesen Sie mehr dazu: