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DAFI Stipendien

DAFI- Akademisches Stipendienprogramm für Flüchtlinge

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Starthilfe für eine bessere Zukunft

In den Wirren eines Krieges ist für Flüchtlinge der Zugang zu Bildung oftmals schwierig. Manchen fehlen notwendige Papiere, andere haben nicht das notwendige Geld für die Schul- oder Studiengebühren.

UNHCR ist bemüht, zumindest für Flüchtlingskinder den Besuch einer Grundschule zu ermöglichen. Doch der Besuch einer weiterführenden Schule oder gar einer Universität bleibt für den Großteil der Flüchtlinge leider unerreichbar. 61% der Jugendlichen weltweit besucht eine weiterführende Schule, aber nur 23% geflüchteter Jugendlichen. 37% junger Menschen weltweit haben Zugang zu höherer Bildung, aber nur 1% Geflüchteter. Damit geht das Potential einer ganzen Flüchtlingsgeneration verloren. Besonders begabten Flüchtlingen kann ein Studium durch das DAFI-Programm ermöglicht werden.

Programm

Die deutsche Bundesregierung hat 1992 die "Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein", kurz DAFI genannt, ins Leben gerufen, um besonders begabten Flüchtlingen ein Studium zu ermöglichen.

UNHCR sorgt für die Umsetzung dieses Programms. Es setzt auf dauerhafte Hilfe für Flüchtlinge und vergibt Stipendien für ein drei- bis fünfjähriges Studium im jeweilige Aufnahmeland.

Das Programm ist sehr erfolgreich: Rund 95 Prozent der Stipendiaten finden nach Beendigung ihres Studiums eine Beschäftigung. Auf der Liste der Absolventen stehen vor allem Ärzte, Lehrer und Ingenieure. Sie können in ihren Berufen einen wichtigen Dienst für andere Flüchtlinge leisten. Freiwilligenarbeit ist integraler Bestandteil des Programms und DAFI Stipendiaten haben etwa „health screenings“ organisiert oder unterrichten andere Geflüchtete.

Die Erfahrung zeigt: Die große Mehrheit kehrt später in ihre Heimat zurück und leistet dort wertvolle Aufbauarbeit.

Das DAFI-Stipendienprogramm

Die "Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein" vergibt an junge, sehr begabte Flüchtlinge Stipendien für ein Studium. UNHCR sorgt für die Umsetzung des Programms.

Mit Unterstützung der deutschen Regierung – aus Mitteln des Auswärtigen Amtes – und privaten Geldgebern hat das Programm seit 1992 viele Tausende junge Flüchtlinge gefördert.

14.500 Stipendiaten - 52 Länder

Mehr als 14.500 Flüchtlinge haben vom DAFI-Stipendienprogramm profitiert. Es gab Stipendien in einer Vielfalt an Fächern, die von ein bis vier Jahren an Universitäten, Kollegs und polytechnischen Fakultäten in den Gastländern reichten.

52 Länder haben am DAFI-Programm teilgenommen. Das Förderprogramm ist integraler Bestandteil des UNHCR-Mandats und soll den Beteiligten Qualifikationen vermitteln, die für den Wiederaufbau der Heimatländer sinnvoll sind.

Erfolgreiche Absolventen

Fast jeder Fünfte hat heute einen Job auf Regierungsebene oder arbeitet in einflussreichen Positionen in der freien Wirtschaft. Andere helfen ihrer Gemeinde, indem sie als Sozialarbeiter, Entwicklungshelfer, Rechtsanwalt oder Arzt ihren Dienst tun.

Insgesamt sind mehr als die Hälfte der DAFI-Stipendiaten direkt an der Entwicklungs- und Aufbauleistung ihres Heimatlandes beteiligt. 75 Prozent der Befragten berichten, dass sie heute überdurchschnittlich gut verdienen und so ihre Familien und ihre Gemeinden finanziell unterstützen können. Alle Absolventen sollen den zivilgesellschaftlichen Zweig der Rückkehrer stärken. Somit wird den Stipendiaten eine wichtige friedensfördernde und -stabilisierende Aufgabe zuteil. Seit 2008 erhalten auch ehemaligen Flüchtlingen nach der Rückkehr Stipendien in ihrer Heimat.

Unsere Hilfe

„Mit dem Stipendium habe ich mir wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet. Dank DAFI wurde ich befähigt, andere zu befähigen. Ich habe alle Werkzeuge erhalten, die ich brauche, um meinen Teil zu leisten.“ – Cairo, Flüchtling aus der Demokratischen Republik Kongo, der dank eines DAFI-Stipendiums in Ruanda studieren konnte und dort jetzt als Englischlehrer arbeitet.

Ziel:

Flüchtlingen ein Studium zu ermöglichen

Zielgruppe:

Hochqualifizierte junge Flüchtlinge

Hilfsmaßnahmen:

Rund 3.400 EUR reichen im Durchschnitt aus, um ein Studium für ein Jahr zu ermöglichen (Kosten variieren von Land zu Land). Mit einem Stipendium werden in der Regel die Einschreibungs- und Semestergebühren, Unterhaltskosten, Ausgaben für Bücher, Kleidung und Fahrtkosten gedeckt.

Hintergrund

Jeder kennt sein Gesicht. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker der Vergangenheit. Seine Relativitätstheorie machte ihn weltberühmt. Doch wer weiß, dass Albert Einstein ein Flüchtling war? Und Namensgeber einer erfolgreichen Flüchtlingsinitiative? Albert Einstein.

Albert Einstein gilt als genialer Forscher. Doch er setzte seine Bekanntheit auch für Menschenrechte und Frieden ein. Unter Hitler wurden seine Bücher verbrannt. Denn Albert Einstein war Jude. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten flüchtete er aus Deutschland und lebte bis zu seinem Tode im Exil in Amerika.

Sein Schicksal machte ihn zum Namensgeber einer Initiative, die die deutsche Bundesregierung 1992 ins Leben rief: die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein – kurz DAFI genannt.

  • Die ehemalige DAFI-Stipendiatin Yvonne musste als Kind ihre Heimat Ruanda verlassen. Heute arbeitet sie als Managerin einer Baufirma im Senegal.

    Die ehemalige DAFI-Stipendiatin Yvonne musste als Kind ihre Heimat Ruanda verlassen. Heute arbeitet sie als Managerin einer Baufirma im Senegal.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • Baraa, Rahaf, Sareya, Ammar und Wissam (von links nach rechts) haben ganz unterschiedliche Lebensgeschichten. Was sie vereint ist die Flucht aus Syrien und dass sie als DAFI-Stipendiaten im Libanon eine neue Chance für die Zukunft haben.

    Baraa, Rahaf, Sareya, Ammar und Wissam (von links nach rechts) haben ganz unterschiedliche Lebensgeschichten. Was sie vereint ist die Flucht aus Syrien und dass sie als DAFI-Stipendiaten im Libanon eine neue Chance für die Zukunft haben.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • Kairo ist ein erfolgreicher DAFI-Absolvent.

    Kairo ist ein erfolgreicher DAFI-Absolvent.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • Heute bildet Kairo Lehrer in Ruanda aus.

    Heute bildet Kairo Lehrer in Ruanda aus.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • Walaa kommt aus Syrien. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Das DAFI-Stipendienprogramm ermöglicht ihr im Exil im Libanon Arabische Literatur zu studieren.

    Walaa kommt aus Syrien. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Das DAFI-Stipendienprogramm ermöglicht ihr im Exil im Libanon Arabische Literatur zu studieren.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • Die Burunder Dieudonné, Evariste, André, Florenz, Cyriaque, Christian und Jean-Claude (von links nach rechts) sind DAFI-Stipendiaten aus dem Flüchtlingslager Mahama in Ruanda.

    Die Burunder Dieudonné, Evariste, André, Florenz, Cyriaque, Christian und Jean-Claude (von links nach rechts) sind DAFI-Stipendiaten aus dem Flüchtlingslager Mahama in Ruanda.

    © UNHCR/Antoine Tardy

  • DAFI-Studenten weltweit

    DAFI-Studenten weltweit

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