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UNHCR warnt: Schutzangebote für Millionen Menschen in Gefahr

Die weltweite Flüchtlingshilfe steht unter erheblichem finanziellen Druck. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnt vor den Folgen: Fast 8,3 Millionen Flüchtlinge, andere gewaltsam vertriebene und staatenlose Menschen könnten wichtige Schutz- und Unterstützungsangebote verlieren.

Für 2026 fehlen bislang fast zwei Drittel der benötigten Mittel

Die Finanzierungslage hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Zwischen 2024 und 2025 gingen die verfügbaren Mittel vom UNHCR um rund ein Viertel zurück. Für 2026 ist die Situation noch angespannter: Bis Ende Juli waren erst 32 Prozent des benötigten Budgets finanziert. Rund 68 Prozent der für dieses Jahr benötigten Mittel waren damit noch nicht gedeckt.

Das bleibt nicht ohne Folgen. Denn wenn die Finanzierung zurückgeht, können Schutzangebote nicht einfach unbegrenzt weitergeführt werden. UNHCR hat deshalb bereits Programme reduziert und priorisiert.

Wenn Schutzangebote wegfallen

In mehreren Ländern zeigen sich die Auswirkungen bereits konkret:

  • Im Tschad drohen für Hunderttausende Menschen Verzögerungen bei der Registrierung. Bis zu 200.000 Frauen und Mädchen könnten den Zugang zu sicheren Anlaufstellen und Präventionsangeboten verlieren. Auch der Kinderschutz ist gefährdet.
  • In Äthiopien hat sich die Kapazität von Schutzunterkünften für Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. In einigen Regionen ist die Reichweite von Kinderschutzangeboten um bis zu 85 Prozent zurückgegangen.
  • Im Sudan könnten Zehntausende Überlebende sexualisierter Gewalt und Kinder wichtige Schutzangebote verlieren.

Auch Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben gerät unter Druck. Im Tschad sind Angebote zur Existenzsicherung und beruflichen Qualifizierung für rund 395.000 Flüchtlinge und Menschen aus den aufnehmenden Gemeinden gefährdet. Im Irak könnten bis zu 350.000 Flüchtlinge und Asylsuchende Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Teilhabe verlieren.

 

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