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"Kinder von fern"

Vier Kinder erzählen von ihrer Flucht

Samuel, Fatima, Azad und Tamar mussten mit ihren Familien aus der Heimat fliehen. Die Kinder berichten von dem Leben in Syrien und Afghanistan, das sie zurückgelassen haben und den schrecklichen Geschehnissen, die sie zur Flucht zwangen.

Die Vier erzählen von ihren Träumen und Hoffnungen: Samuel möchte später einmal so gut Fußball spielen wie sein Großvater. Fatima hingegen zeichnet leidenschaftlich gerne – besonders die bunten Rosen auf dem Hijab ihrer Oma haben es ihr angetan. Doch dann bricht der Krieg aus, und beide müssen ihre Heimat hinter sich lassen. Ähnliches erleben Azad und Tamar, deren Eltern vor den neuen Machthabern in Afghanistan fliehen müssen.

Die Flucht der Kinder - durch Kanalrohre, im Schlauchboot über das Mittelmeer oder in der Hand von Schleusern – ist beschwerlich und macht Angst. Aber alle vier schaffen es irgendwie bis nach Europa, wo sie schließlich in einer Schulklasse in den Niederlanden zusammentreffen.

Hier gibt es noch mehr Kinder aus anderen Ländern. Allen gemeinsam ist, dass sie die teils traumatischen Erlebnisse hinter sich gelassen haben und trotz allem oder gerade deshalb ihre Hoffnung für eine neue Zukunft verfolgen. Lehrerin, Fußballspieler, Ärztin oder Richter – alle vertrauen auf die Chance eines Neuanfangs. Samuel fasst es zusammen:

„Seht nur! Wir haben alle Pläne, die Welt besser zu machen!“

Fazit
Das Buch „Kinder von fern“ weckt Verständnis, wenn es einfühlsam erklärt, warum Menschen ihr Land verlassen müssen und welche Herausforderungen dies mit sich bringt. Von den Gefahren und Entbehrungen hinter diesen Schicksalen, wird altersgerecht berichtet. Es wird deutlich, dass Kinder Kinder bleiben, egal woher sie kommen und was sie erlebt haben.

ab 8 Jahren

Kinder von fern
Carlsen Verlag, 2025
Autorin: Martine Letterie
Illustration: Elena Cavion
ISBN 978-3-551-55951-7
EUR 14