28.07.2017

Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Am 30. Juli rufen die Vereinten Nationen weltweit zum vierten Internationalen Tag gegen Menschenhandel auf, um der Betroffenen zu gedenken, für deren Rechte sie sich einsetzt.

Internationaler Tag gegen Menschenhandel

Die Zahlen sind erschreckend:

  • Über 20 Millionen Menschen leiden weltweit unter den Folgen von Menschenhandel.
  • Über zwei Drittel der Ausbeutung betrifft Zwangsprostitution.
  • 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen und Mädchen.
  • Ein Viertel der Opfer sind Kinder.

Insbesondere in Zeiten von hohen Flucht- und Migrationsbewegungen und angesichts der höchsten Zahl an Geflüchteten weltweit – 65,6 Millionen - ist es zwingend notwendig, den Kampf gegen Menschenhandel zu verstärken. Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, seien besonders bedroht, Opfer von Menschenhandel zu werden, so Yury Fedotov, Direktor des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen.  „Menschenschmuggler nutzen diese Not der Menschen aus“.

Deshalb verstärkte UNHCR in den letzten Jahren seine Zusammenarbeit gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Europäischen Union. „Wenn wir Menschenhändler gemeinsam bekämpfen, Opfer beschützen und ein System schaffen, wo Geflüchtete sich auf legalem Weg für Asyl bewerben können, werden wir den Kampf gewinnen", hält der ehemalige Flüchtlingskommentar und heutige UNO-Generalsekretär António Guterres fest.

Bedeutende Schritte wurden bereits unternommen. Mittlerweile haben über 150 Länder Menschenhandel unter Strafe gestellt – das sind knapp 120 mehr als noch im Jahr 2003. Wichtiger Bestandteil in diesem Prozess: Der 2013 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufene „Internationale Tag gegen Menschenhandel“. Der weltweit ausgerufene Tag richtet die Aufmerksamkeit auf betroffene Opfer, für die sich die internationale Gemeinschaft einsetzt und deren Rechte sie schützt.