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Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt

Seit Anfang November 2020 wird in Tigray (Äthiopien) gekämpft. Eine Militäroffensive der Regierung gegen regionale Streitkräfte stürzte die äthiopische Grenzregion zu Eritrea und ihre Bewohner in eine schwere Krise:

  • Fast 60.000 Menschen sind seit Anfang des Konfliktes aus der umkämpften Region Tigray in das Nachbarland Sudan geflohen
  • Der Konflikt hat sich mittlerweile auf die Regionen Afar sowie Amhara ausgeweitet, so dass nun in Äthiopien über 4 Millionen Binnenvertriebene leben.
  • Zwei Flüchtlingslager in Tigray, in denen eritreische Flüchtlinge Zuflucht gefunden hatten, wurden komplett zerstört. Die Bewohner haben sich in andere Landesteile geflüchtet. 
  • Trinkwasser und Lebensmittel gehen zur Neige und es gibt kaum eine Gesundheitsversorgung.

Die Grundversorgung der eritreischen Flüchtlinge in den beiden verbliebenen Camps ist aufgrund der schlechten Sicherheitslage seit vielen Monaten stark beeinträchtigt. Den Flüchtlingen fehlt es dort an Nahrung, Medikamenten und sauberem Wasser. Die verzweifelte Lage vor Ort ist ein schwerwiegendes Beispiel für die fehlenden Versorgung der Bevölkerung in der gesamten Region Tigray.

Der UNHCR ist angesichts der Berichte von Menschenrechtsverletzungen in großer Sorge und fordert alle Parteien zu einem Waffenstillstand und ungehinderten Zugang in die Region auf.

Falls Nahrungsmittel, Medikamente, Treibstoff und andere Hilfsgüter nicht sofort geliefert werden, die Flüchtlinge weiterhin nicht aus der Gefahrenzone gebracht werden können und keine lebensrettende Hilfe geleistet werden kann, werden noch mehr geflüchtete Menschen sterben.

Insgesamt schätzt die UN, dass rund 25,9 Millionen Menschen Ende 2021 in Äthiopien auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Gründe für die dramatische Ernährungssituation in der Region sind neben dem Konflikt in Tigray und der Corona-Pandemie, Dürren, Überschwemmungen, Heuschreckenplagen, nicht funktionierende Märkte und hohe Nahrungsmittelpreise.

Hilfe wird dringend benötigt

Alle vertriebenen Menschen benötigen dringend Hilfe, einschließlich Nahrung, Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Wasser und sanitäre Einrichtungen. UNHCR wiederholt den gemeinsamen Aufruf der Vereinten Nationen an alle Parteien, dringend die freie und sichere Bewegung der betroffenen Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Hilfe zu ermöglichen, auch über internationale und nationale Grenzen hinweg, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit.

Für seine Nothilfemaßnahmen benötigt der UNHCR 205,4 Millionen US-Dollar für das Jahr 2022. Davon sind bisher erst 34 Prozent finanziert. (Stand: Juli 2022) 

Bitte helfen Sie uns, das UNHCR-Nothilfeprogramm und damit die verzweifelten Menschen von Tigray zu unterstützen - bitte spenden Sie!

jetzt spenden & helfen

  • Die Lage in Tigray verschärft sich

  • Die UNHCR-Vertreterin für Äthiopien, Ann Encontre, spricht mit eritreischen Flüchtlingskindern im Lager Mai Aini in der Region Tigray in Äthiopien.
    © UNHCR/Petterik Wiggers

    Die UNHCR-Vertreterin für Äthiopien, Ann Encontre, spricht mit eritreischen Flüchtlingskindern im Lager Mai Aini in der Region Tigray in Äthiopien.

  • Notunterkünfte im Lager Mai Aini, in dem umgesiedelte eritreische Flüchtlinge untergebracht sind.
    © UNHCR/Elisabeth Arnsdorf Haslund

    Notunterkünfte im Lager Mai Aini, in dem umgesiedelte eritreische Flüchtlinge untergebracht sind.

  • "Ich hoffe, meine Tochter kann eines Tages nach Hause zurückkehren", sagt Nigsty, als sie ihr Kind erschöpft in den Händen hält. 2 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt in Tigray - gemeinsam können wir ihnen helfen!

  • Berhane Tilaho ist 48 Jahre alt. Wie viele andere Flüchtlinge, die aus Tigray geflohen sind, hat er seinen gesamten Besitz verloren und ist mit sehr wenig entkommen. Berhane begann nach seiner Ankunft im Flüchtlingslager Tunaydbah nach Möglichkeiten zu suchen, etwas Geld zu verdienen. Da er nicht die Mittel hatte, um ein Geschäft zu gründen, fand er einen Job in der örtlichen Gemeinde. Er arbeitet in einer kleinen Mühle, wo er ein kleines Einkommen erzielt, um seine Familie zu unterstützen.
    © UNHCR/Ahmed Kwarte

    Berhane Tilaho ist 48 Jahre alt. Wie viele andere Flüchtlinge, die aus Tigray geflohen sind, hat er seinen gesamten Besitz verloren und ist mit sehr wenig entkommen. Berhane begann nach seiner Ankunft im Flüchtlingslager Tunaydbah nach Möglichkeiten zu suchen, etwas Geld zu verdienen. Da er nicht die Mittel hatte, um ein Geschäft zu gründen, fand er einen Job in der örtlichen Gemeinde. Er arbeitet in einer kleinen Mühle, wo er ein kleines Einkommen erzielt, um seine Familie zu unterstützen.

  • Mihret Gerezgiher (rechts) ist 25 Jahre alt. Sie ist ausgebildete Ingenieurin und Lehrerin. Seit ihrer Flucht aus Tigray lebt sie im Flüchtlingslager Tunaydbah im Sudan. Mihret hat alles zurücklassen müssen  und auf ihrer Flucht schreckliche Gewalt miterlebt. Aber trotz allem bleibt sie hoffnungsvoll, sehnt sich nach Frieden und einer Chance, nach Hause zurückzukehren. In der Zwischenzeit arbeitet sie ehrenamtlich, um Bauarbeiten zu überwachen und Flüchtlingsmüttern dabei zu helfen, medizinische Versorgung für sich und ihre Kinder zu erhalten.
    © UNHCR/Ahmed Kwarte

    Mihret Gerezgiher (rechts) ist 25 Jahre alt. Sie ist ausgebildete Ingenieurin und Lehrerin. Seit ihrer Flucht aus Tigray lebt sie im Flüchtlingslager Tunaydbah im Sudan. Mihret hat alles zurücklassen müssen  und auf ihrer Flucht schreckliche Gewalt miterlebt. Aber trotz allem bleibt sie hoffnungsvoll, sehnt sich nach Frieden und einer Chance, nach Hause zurückzukehren. In der Zwischenzeit arbeitet sie ehrenamtlich, um Bauarbeiten zu überwachen und Flüchtlingsmüttern dabei zu helfen, medizinische Versorgung für sich und ihre Kinder zu erhalten.

  • Surafuel Gebrehiwot ist 54 Jahre alt. Er floh aus seiner Heimat, als die Kämpfe in der äthiopischen Region Tigray begannen. Auf der Flucht in den Sudan wurde er von seiner Frau und seinen Kindern getrennt. Er landete im Lager Tundaybah und seine Familie wurde nach Um Rakuba umgesiedelt. Er hat sie seit über einem Monat nicht mehr gesehen. UNHCR-Mitarbeiter haben Surafuels Tochter im Flüchtlingslager Um Rakuba aufgespürt und sie fotografiert. Als er ihr Foto sah, brach er in Tränen aus. Es sah seine Tochter zum ersten Mal seit der Flucht aus Tigray.
    © UNHCR/Ahmed Kwarte

    Surafuel Gebrehiwot ist 54 Jahre alt. Er floh aus seiner Heimat, als die Kämpfe in der äthiopischen Region Tigray begannen. Auf der Flucht in den Sudan wurde er von seiner Frau und seinen Kindern getrennt. Er landete im Lager Tundaybah und seine Familie wurde nach Um Rakuba umgesiedelt. Er hat sie seit über einem Monat nicht mehr gesehen. UNHCR-Mitarbeiter haben Surafuels Tochter im Flüchtlingslager Um Rakuba aufgespürt und sie fotografiert. Als er ihr Foto sah, brach er in Tränen aus. Es sah seine Tochter zum ersten Mal seit der Flucht aus Tigray.

  • Um die lebensrettenden Nothilfemaßnahmen für Flüchtlinge aus Tigray im Ostsudan umsetzen zu können, flog der UNHCR 24 Fahrzeuge, darunter 2 Krankenwagen, nach Khartoum, Sudan, ein.
    © Kuehne+Nagel

    Um die lebensrettenden Nothilfemaßnahmen für Flüchtlinge aus Tigray im Ostsudan umsetzen zu können, flog der UNHCR 24 Fahrzeuge, darunter 2 Krankenwagen, nach Khartoum, Sudan, ein.

FAQs zur Situation in Äthiopien

Wie kam es zu dem Konflikt in Tigray?

Tigray ist eine Region im Norden Äthiopiens. Sie grenzt an Eritrea und den Sudan und ist die Heimat von rund 6,5 Millionen Menschen. Mit einer Fläche von etwa 85.000 Quadratkilometern ist Tigray etwa so groß wie Österreich.

Die Spannungen zwischen der Landesregierung und der in Tigray regierenden Partei (Volksbefreiungsfront von Tigray / Tigrayan People's Liberation Front/TPLF) haben zugenommen, seit dort am 9. September 2020 Regionalwahlen stattfanden, obwohl die landesweiten Wahlen aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt wurden.

Der bewaffnete Konflikt entflammte am 3. November 2020. Der äthiopische Präsident Abiy Ahmed befahl dem Militär, die Offensive gegen die TPLF zu starten. Am selben Tag verhängte die TPLF ein Flugverbot über ihrem Territorium. Daraufhin erklärte die Regierung am 6. November 2020 einen sechs Monate andauernden Notstand für die Region Tigray. Zudem hat die äthiopische Regierung am 7. November 2020 beschlossen, die Regionalregierung von Tigray aufzulösen und eine Übergangsregierung in der Region zu installieren, die Wahlen abhalten und die Entscheidungen der Landesregierung durchsetzen soll.

Seitdem kommt die Region Tigray nicht zur Ruhe. Kämpfe, Übergriffe, Unsicherheit und die Ernährungslage bestimmen das Leben der Bewohner und zwingen die Menschen zur Flucht.

Was sind die größten Herausforderungen in Tigray?

Die Sicherheitslage in Tigray ist weiterhin sehr schlecht und verunsichert einen Großteil der vertriebenen Bevölkerung. Der Konflikt hat zudem nicht nur rund 2,1 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen, sondern auch zur Zerstörung gemeinschaftlicher Infrastrukturen aller Art (Wasserstellen, Gesundheitseinrichtungen, Schulen) geführt. Strom gibt es nur unregelmäßig. Felder wurden zerstört, Viehherden getötet. Die Lebensmittelvorräte gehen zu Neige, sodass eine Hungersnot in Tigray droht.

Gleichzeitig erschweren Straßenblockaden und Zugangsbeschränkungen die Hilfsmaßnahmen. Der UNHCR steht in Verhandlungen mit der äthiopischen Regierung, um ungehinderten Zugang zu den notleidenden Menschen zu bekommen und appelliert an alle Konfliktparteien, humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

Wie hilft der UNHCR in Tigray?

Die Nothilfemaßnahmen für eritreische Flüchtlinge in der Region wurden aufgestockt. In der Region Amhara wird ein neues Flüchtlingslager für rund 25.000 Geflüchtete gebaut. Diejenigen, die aus den zerstörten Flüchtlingslagern stammen und anderswo Zuflucht gefunden haben, müssen registriert werden, erhalten eine Unterkunft, Hilfsgüter und werden - wenn möglich - mit dort lebenden Verwandten zusammengeführt. Gleichzeitig arbeitet der UNHCR an der Verbesserung der Wasserversorgung und plant den Bau eines neuen Flüchtlingslagers - die Verhandlungen mit der äthiopischen Regierung sind bereits weit vorangeschritten, so dass dieses demnächst errichtet werden kann.

In den Siedlungen, wo sich Binnenvertriebene niedergelassen haben, weitet der UNHCR seine Beratungsstellen aus, so dass zum einen der Hilfsbedarf erfasst werden kann und zum anderen die Vertriebenen wichtige Informationen erhalten; auf der Flucht von ihren Familien getrennte Kinder mit ihren Familien wieder zusammengeführt werden können; Personen mit besonderem Hilfsbedarf (wie zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, Kranke oder Alleinerziehende) identifiziert werden können.

Zusätzlich verteilt der UNHCR dringend benötigte Hilfsgüter wie Küchensets, Schlafmatten oder Hygienesets an die Vertriebenen, kümmert sich um zusätzliche Unterkünfte und den (Aus-)Bau von Gemeinschaftsbädern und -küchen.

Wie hilft der UNHCR den Flüchtlingen aus Tigray im Sudan?

Seit November 2020 sind rund 47.000 Menschen aus der Region Tigray in den Osten des Sudan geflüchtet.

Vor Ort arbeitet der UNHCR eng mit den sudanesischen Behörden zusammen, um den äthiopischen Frauen, Kindern und Männern, Schutz und Zuflucht zu gewähren. Die Neuankömmlinge werden registriert und vorübergehend in Transitzentren in der Nähe der Grenzübergangspunkte untergebracht und versorgt. Wasser und Mahlzeiten werden bereitgestellt sowie Gesundheitsuntersuchungen, auch für COVID-19, durchgeführt.

Der UNHCR und die Behörden haben weiter im Landesinneren zwei Flüchtlingslager (Um Rakuba und Tunaydbah) errichtet, wo die Flüchtlinge eine Unterkunft, Wasser, Nahrung und Hilfsgüter erhalten sowie Zugang zu medizinischer Versorgung und Schulen bekommen. 

Die beginnende Regenzeit führte Ende Mai und Anfang Juni zu Schäden an einer Reihe von Familienzelten, gemeinsamen Latrinen und andere Einrichtungen in den Flüchtlingslagern Um Rakuba und Tunaydbah. Diese wurden repariert oder ersetzt. Die Ausweitung der Hochwasservorsorgemaßnahmen bleibt eine Priorität.

Ihre Spende kommt an

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der nationale Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Bereits seit 1980 unterstützt sie dessen Hilfsprogramme für Flüchtlinge in aller Welt. In ihrer Spendenverwendung handelt sie stets seriös und effizient. Dies wird ihr mit dem Spendensiegel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt.

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Gruppe von Flüchtlingen im Sonnenaufgang Tigray-Aethiopien-SudanRF2314486.jpg