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Kongo

Flüchtlingskrise Kongo

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Mehr als 5 Millionen vertriebene Menschen - ein nicht enden wollender Konflikt

Der Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo nimmt kein Ende. Seit Jahren leiden die Menschen unter der Gewalt sich bekämpfender Gruppen. Die Lage ist unübersichtlich und die Bevölkerung hat jedes Vertrauen in Institutionen wie Polizei, Militär, Justiz und Parteien verloren. Bereits seit 1999 ist dort die MONUC, die größte internationale Friedensmission, stationiert. Und obwohl der sogenannte „Zweite Kongokrieg“, an dem sich zahlreiche afrikanische Länder beteiligt haben, bereits seit 2003 beendet ist, kommt das Land nicht zur Ruhe.

Fast 6 Millionen Menschen sind im Kongo entwurzelt worden: 5 Millionen Menschen leben als Vertriebene im eigenen Land und fast 900.000 Kongolesen als Flüchtlinge in verschiedenen afrikanischen Ländern. Mehr als 2 Millionen Menschen wurde innterhalb der letzten 18 Monate aus ihren Dörfern und Städten in Nord- und Süd-Kivu und der Ituri- Provinz vertrieben.

55 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder, die im katastrophalen gesundheitlichen Zustand und oft traumatisiert die Grenzen überqueren.

Gleichzeitig leben im Kongo über 500.000 Flüchtlinge aus Burundi, der Zentralafrikanischen Republik, Ruanda und dem Südsudan. UN-Organisationen gehen davon aus, dass 2020 etwa 8,1 Millionen Menschen im Kongo humanitäre Hilfe benötigen.

Sie töteten meinen Eltern, weil sie zu alt waren, um zu laufen. Wir versteckten uns drei Tage im Busch, fast nackt, wir hatten kaum etwas dabei.

Priscilla (48) musste um ihr Leben rennen, als bewaffnete Männer Macheten und Gewehre schwingend in das Dorf eindrangen.

Täglich werden Dörfer angegriffen und Häuser niedergebrannt. Zivilist*innen werden Opfer von Gewaltexzessen und schwersten Menschenrechtsverletzungen, Zwangsrekrutierungen, Missbrauch und Folter.

Es fehlt an allem: die Menschen brauchen Wasser, Nahrung, Unterkünfte und andere Hilfsgüter. Doch Hilfsorganisationen haben nicht immer Zugang zu den notleidenden Menschen. Und die schwindenden finanziellen Mittel machen eine langfristige Hilfe immer schwieriger.

Die Gewalt zerstört Menschenleben und die Hoffnung der nächsten Generationen auf eine friedliche Zukunft.
900
Tausend

Flüchtlinge in Nachbarländern

4,5
Millionen

Binnenvertriebene

530
Tausend

Flüchtlinge aus anderen Ländern


Wie hilft der UNHCR vor Ort ?

In den Zufluchtsländern hat der UNHCR Flüchtlingslager errichtet und unterstützt die lokalen Gemeinden, die die Flüchtlinge großherzig aufnehmen und das Wenige, das sie haben, mit ihnen teilen.

UNHCR-Helfer bringen die Flüchtlinge von den Grenzgebieten in Transitzentren oder Flüchtlingslager, wo sie Lebensmittel, Unterkünfte und Hilfsgüter wie Matratzen, Decken, Kochutensilien und Seife erhalten und medizinisch versorgt werden.

Besonders benötigt

Unterkünfte

Sauberes Wasser, Latrinen

Schutz von Frauen und Kindern

Schulen

 

Aufgrund der katastrophalen Lage in Ituri und Nord-Kivu hat der UNHCR die Zahl seiner Nothelfer vor Ort erhöht, Gemeinschaftsunterkünfte in Form von Großraumhallen errichtet sowie Basisgüter wie Decken, Hygiene-Artikel, Reinigungsseife für Wäsche und Wasserkanister verteilt. Insbesondere versorgt der UNHCR gefährdete Flüchtlingsgruppen wie Kinder, Frauen und Ältere.

Im Jahr 2019 haben wir die dringend benötigte und lebensrettende Soforthilfe des UNHCR inn der DRKongo mit mehr als 2 Millionen Euro unterstützt.

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