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Vorurteile gegen Flüchtlinge auf dem Prüfstand

„Seit über drei Jahrzehnten arbeite ich mit Flüchtlingen. Aber in diesen drei Jahrzehnten habe ich noch nie einen solchen Zynismus gesehen, ein solches Gift in der Sprache der Politik, in den Medien, in den sozialen Medien, sogar in alltäglichen Gesprächen, wie heute."                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               - Filippo Grandi, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge1

Sie halten sich hartnäckig, vergiften das politische Klima und machen eine sachliche Diskussion über die Themen Flucht und Vertreibung unmöglich: Vorurteile.

Flüchtlingen erschweren sie so das Ankommen, den Menschen und Organisationen, die ihnen helfen möchten, die Arbeit.

Bei genauerer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass sie der komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit keineswegs gerecht werden oder gar jeder Grundlage entbehren.

Die UNO-Flüchtlingshilfe hat einige gängige Vorurteile untersucht und ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Lesen Sie hier den Faktencheck!

„Europa nimmt die meisten Flüchtlinge auf.“

„Wir in Deutschland können doch nicht alle aufnehmen!“

„Das sind doch alles Asyltouristen und Wirtschaftsflüchtlinge!"

„Wer soll denn die Herkunftsländer aufbauen, wenn die alle hierherkommen?"

„Flüchtlinge kommen nur, um vom deutschen Sozialstaat zu profitieren und kriegen mehr als Deutsche!“

„Flüchtlinge kosten zu viel Geld!"

„Flüchtlinge sind ungebildet, belasten die deutsche Volkswirtschaft und nutzen uns nicht.“

„Flüchtlinge sind kriminell.“

„Seenotrettung ist Schlepperei und die UNO-Flüchtlingshilfe beteiligt sich daran.“

„Flüchtlinge bringen Corona und andere Krankheiten ins Land.“

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise

Die Macht der Wörter

Wie wir über Flüchtlinge sprechen, was wir über sie lesen oder hören, beeinflusst unmittelbar, wie wir von ihnen denken. Sprache prägt unsere politische Realität und beeinflusst unser Handeln. Sprache ist mächtig. Dies gilt besonders für den Flüchtlingsdiskurs. Hier werden immer wieder Begriffe verwendet, die häufig mehr über den aussagen, der sie verwendet, als über die Menschen, die sie bezeichnen. Hier einige Begriffe bei denen sie aufmerksam werden sollten.

Warum ist „Asylant“ ein Unwort?

Was ist am Begriff „Flüchtlingswelle“ problematisch?

Wie wird der Begriff „Flüchtlingskrise“ verwendet?

Was suggeriert der Begriff "Obergrenze für Flüchtlinge“?

Gibt es einen Unterschied zwischen „Rückführung“ und „Abschiebung“?

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