Frau in der DR Kongo Flüchtlingskrise Kongo
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Flüchtlingskrise Kongo

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5,3
Millionen

Menschen im Kongo sind Ende 2025 Binnenvertriebene

518
Tausend

Menschen im Kongo sind Flüchtlinge und Asylsuchende

1,2
Millionen

kongolesische Flüchtlinge und Asylsuchende in Nachbarländern

Eine der größten Vertreibungskrisen weltweit

Stand: Januar 2026

Seit Jahrzehnten kommt die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) nicht zur Ruhe und steht weiterhin vor einer der komplexesten Flucht- und Vertreibungskrisen der Welt. Nachdem der Konflikt im Januar 2025 dramatisch eskalierte und Tausende Menschen getötet sowie Hunderttausende vertrieben wurden, weckte ein am 27. Juni 2025 in Washington unterzeichnetes Friedensabkommen zwischen der DR Kongo und Ruanda Hoffnung auf ein Ende der Gewalt. Doch im Dezember 2025 erreichten die Kämpfe in der Provinz Nord-Kivu erneut einen Höhepunkt: Mindestens 500.000 Menschen mussten allein in diesem Monat vor der Gewalt fliehen.

Sie töteten meine Eltern, weil sie zu alt waren, um zu laufen. Wir versteckten uns drei Tage im Busch, fast nackt, wir hatten kaum etwas dabei.

Priscilla (48) musste um ihr Leben rennen, als bewaffnete Männer Macheten und Gewehre schwingend in das Dorf eindrangen.

Ende 2025 waren rund 6,5 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter 5,3 Millionen Binnenvertriebene. Besonders betroffen sind die Provinzen Nord- und Süd-Kivu sowie Ituri, wo bewaffnete Gruppen um Macht, Land und Rohstoffe kämpfen. Das Vertrauen in staatliche Institutionen wie Polizei, Militär, Justiz und Parteien ist nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg stark erschüttert, während die Gewalt anhält.

Mehr als 1,2 Millionen Kongoles*innen haben in Nachbarländern Schutz gesucht, fast die Hälfte von ihnen in Uganda. Gleichzeitig leben in der DR Kongo rund 518.000 Geflüchtete aus anderen Ländern, vor allem aus der Zentralafrikanischen Republik und Ruanda, gefolgt von Burundi, dem Südsudan und weiteren Staaten. Geplante Rückführungen, etwa im Rahmen trilateraler Abkommen, stehen unter schwierigen Vorzeichen, da vielerorts Sicherheit, Versorgung und Perspektiven fehlen.

Bereits seit 1999 ist die UN-Friedensmission MONUSCO in der DR Kongo stationiert, um die Zivilbevölkerung zu schützen.

Schwierige Lebensbedingungen für Binnenvertriebene

Fragiler Frieden – anhaltende Gewalt trotz Hoffnungsschimmer

Mit dem Friedensabkommen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda im Juni 2025 war eine diplomatische Lösung versucht worden. Doch die Lage im Land bleibt extrem fragil.

Jahrzehntelange Konflikte, schwache staatliche Strukturen, bewaffnete Gruppen sowie Gewalt gegen die Zivilbevölkerung prägen weiterhin den Alltag vieler Menschen. 

Besonders in den östlichen Provinzen dauern die Kämpfe an, das Vertrauen in Institutionen ist gering. Friedensbemühungen stoßen an ihre Grenzen, solange Unsicherheit, Menschenrechtsverletzungen und geschlechtsspezifische Gewalt fortbestehen.

Hintergrund eines jahrzehntelangen Konfliktes

Was sind die Hintergründe des Konflikts in der DRKongo?

Die Hintergründe des Konflikts in der Demokratischen Republik Kongo sind komplex und reichen bis in die Kolonialzeit zurück. Wir beschränken uns auf die grobe Beschreibung der Geschehnisse nach dem Völkermord an den Tutsi 1994 in Ruanda, bei dem mehr als 2 Millionen Ruander, sowohl Tutsi als auch Täter des Massentötens, Angehörige der Hutu, in die angrenzenden östlichen Gebiete des damaligen Zaire flohen. Der Völkermord destabilisierte die gesamte Region der Großen Afrikanischen Seen. 

Es folgte der Erste Kongokrieg vom Herbst 1996 bis Mai 1997 auf dem Territorium der DRKongo (damals Zaire), mit großen politischen und militärischen Spannungen im Grenzgebiet zu Ruanda. Extremistische Hutu übernahmen in grenznahen Flüchtlingslagern die Macht und nutzten sie als militärische Basen. In Folge des darauffolgenden Krieges und Vormarsches auf die Hauptstadt Kinshasa wurde Diktator Mobutu Sese Seko gestürzt.

Ab 1996 wurden mit Unterstützung des UNHCR die Mehrheit der insgesamt über eine Million Flüchtlinge nach Ruanda repatriiert.

Der Zweite Kongokrieg fand von 1998 bis 2003 auf dem Gebiet der DRKongo statt. Mehrere untereinander zerstrittene Rebellengruppen versuchten, die Regierung zu stürzen.  Beide Seiten wurden massiv von mehreren anderen afrikanischen Staaten unterstützt. 1999 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, 2002 wurde ein Friedensvertrag unterzeichnet und 2003 nahm eine Allparteienregierung ihre Arbeit auf, die 2006 freie Wahlen durchführte.

Insbesondere die Regionen Nord- und Süd-Kivu sind jedoch auch nach 2003 nicht zur Ruhe gekommen. Die reichen Bodenschätze im Osten der DRKongo sind einer der Hauptgründe für die Auseinandersetzungen, da sowohl Rebellengruppen als auch ausländische Mächte von der Ausbeutung der Ressourcen profitieren, was den Konflikt weiter anheizt.

Eskalierende Gewalt und humanitäre Krise

Durch eskalierende Gewalt Anfang des Jahres 2025 wurden mehr als eine halbe Million Menschen vertrieben. 

Ende Januar haben Truppen der M23 Miliz Goma, die Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu, eingenommen und rückten kurz danach auf die südlich gelegene Stadt Bukavu vor.

Sowohl in Nord- als auch in Süd-Kivu wurden durch schweren Beschuss und Plünderungen die meisten Camps für Binnenvertriebene zerstört. Hunderttausende von Vertriebenen sind in überfüllten Behelfsunterkünften, Kirchen, Schulen und Krankenhäusern untergebracht.

Die Gesundheitslage in der Region ist dramatisch. Die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen, einschließlich Leichenhallen und überfüllten Krankenhäusern erhöhen das Risiko von Infektionskrankheiten. Erste Cholerafälle in Vertriebenencamps wurden gemeldet. 

Durch die unsichere Lage in der Region sind die Preise für Lebensmittel drastisch gestiegen.

 

Warum wird im Osten der DRKongo seit Jahren gekämpft?

Seit 1994 findet in den Ostprovinzen Kivu und Ituri ein vom ersten und zweiten Kongokrieg weitgehend unabhängiger Milizenkrieg statt. 

Nord-Kivu ist für sein hohes Vorkommen an Rohstoffen wie Coltan, die unter anderem für die Produktion von Handys, Computern oder Elektroautos gebraucht werden, bekannt und umkämpft. 

Alle Kriegsparteien werfen sich gegenseitig schwerste Menschenrechtsverletzungen vor. 

Wer ist am jetzigen Konflikt in der DRKongo beteiligt?

Auf der einen Seite steht die M23-Miliz (Bewegung des 23. März), der vorgeworfen wird, von der Regierung Ruandas unterstützt zu werden. Sie kontrolliert weiterhin große Teile der Provinz Nord-Kivu und ist zuletzt auch in Süd-Kivu aktiv. Die M23 gibt an, die Interessen der Tutsi-Bevölkerung zu vertreten. Ihr werden jedoch schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter Hinrichtungen von Vertriebenen, die in ihre Herkunftsregionen zurückkehrten.

Gegen die M23 kämpft ein Bündnis aus der kongolesischen Armee sowie verbündeten Milizen, darunter die „Allianz der Patrioten für einen freien und souveränen Kongo“. Beide Seiten beanspruchen strategisch wichtige Grenzregionen, insbesondere in Nord- und Süd-Kivu. Der Konflikt ist geprägt von einem erbitterten Kampf um Territorien und wertvolle Rohstoffe.

Hilfe am Limit

Die humanitäre Hilfe steckt in einer schweren Finanzierungskrise. 

Weltweit verlieren Flüchtlinge den Zugang zu lebenswichtiger Hilfe – weil das Geld fehlt.

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Humanitäre Notlage verschärft sich – Hilfe dringend unterfinanziert

Millionen Menschen leiden unter Hunger, Krankheiten und fehlender Versorgung. Rund 28 Millionen Menschen sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, immer wieder kommt es zu Choleraausbrüchen in überfüllten Lagern. Der Zugang für Hilfsorganisationen ist vielerorts eingeschränkt, während gleichzeitig massive Finanzierungslücken die Hilfe gefährden. 

Notwendige Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Hygiene, Unterkünfte und Schutz mussten bereits gekürzt oder eingestellt werden. Ohne ausreichende internationale Unterstützung droht sich die humanitäre Krise weiter zu verschärfen – mit dramatischen Folgen für die Zivilbevölkerung, insbesondere für Frauen und Kinder.

Im Jahr 2023 unterstützte die UNO-Flüchtlingshilfe die dringend benötigte und lebensrettende Soforthilfe des UNHCR in der DRKongo mit knapp 1,2 Millionen Euro. Im Jahr 2024 waren es aufgrund der gesunkenen Spendeneinnahmen nur 300.000 Euro.

Um den Flüchtlingen weiter helfen zu können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

Regionale Entwicklungen

Die Krise in der DR Kongo ist auch in den Nachbarländern deutlich spürbar.

Frau mit Esel und Karren

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