Aufbau & Struktur

So arbeitet die UNO-Flüchtlingshilfe

Die UNO-Flüchtlingshilfe wurde 1980 als gemeinnütziger Förderverein gegründet. Seitdem unterstützt sie Flüchtlingsprojekte im In- und Ausland und informiert die deutsche Öffentlichkeit über Fluchtursachen und -folgen. Gemäß ihrer Satzung (English) hat die UNO-Flüchtlingshilfe folgende ehrenamtlichen Gremien:

  • Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ der UNO-Flüchtlingshilfe. Sie bestimmt Richtlinien und Tätigkeit des Vereins.
  • Der von der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand entscheidet gemäß Förderrichtlinien sowie nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Effektivität über die Verwendung der Mittel.
    Derzeitige Mitglieder des Vorstands sind: Bernd Schlegel (Vorsitzender), Bernhard von Grünberg (Stellvertreter), Jörn-Erik Gutheil (Stellvertreter)
  • Die Mitglieder des Aufsichtrates sind Günter Burkhardt, Annette Windgasse, Wolfgang Grenz, Rita Kühn, Stefan Telöken, Martin Schmidt, Stefan Osthaus
  • Die Rechnungsprüfer werden durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Rechnungsprüfer sind Andreas Becher und Tim Moritz Hector. Sie prüfen den Jahresabschluss und haben das Recht jederzeit in die Bücher Einsicht zu nehmen.

Es ist zur guten Tradition geworden, dass der Bundestagspräsident die Schirmherrschaft der UNO-Flüchtlingshilfe übernimmt. 2005 hat Prof. Dr. Norbert Lammert dieses Amt angetreten.

Prof. Dr. Norbert Lammert über die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe:

„Menschen werden nicht als Flüchtlinge geboren, sie werden dazu gemacht. Sie fliehen vor Gewalt und Verfolgung, sie fliehen aus Angst um ihr Leben. Auf der Flucht zu sein, heißt verletzlich zu sein und auf fremde Hilfe vertrauen zu müssen. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt Menschen, die meist alles verloren haben. Sie hilft ihnen zu überleben. Sie gibt ihnen ein Stück ihrer Würde zurück, sie ermöglicht einen Neuanfang.“

In 2014 erzielte die UNO-Flüchtlingshilfe Einnahmen von fast 15 Millionen Euro (2014: 9,4 Mio) und konnte somit mehr als zwölf Millionen Euro für die weltweite Projektförderung sowie für Aktivitäten zur Verfügung stellen, die in der Öffentlichkeit Verständnis für Flüchtlinge schaffen sollen.

90 Prozent der Einnahmen wurden für die Projektförderung verwendet. 10,5 Millionen Euro flossen in die Nothilfe.

Innerhalb Deutschlands wurden - wie jedes Jahr - überwiegend Projekte gefördert, bei denen Flüchtlinge beraten und betreut werden - zum Beispiel von Flüchtlingsräten oder in psychosozialen Therapiezentren. 2014 wurden 42 solcher Projekte in Deutschland gefördert.

Detaillierte Informationen über geförderte Projekte sowie eine umfangreiche Bilanz entnehmen Sie bitte unserem Jahresbericht 2014.

Weitere Informationen zur UNO-Flüchtlingshilfe, Projekten und Mittelverwendung finden Sie unter Fragen & Antworten.

Das Vertrauen unserer Spender ist für eine wirksame Flüchtlingshilfe unerlässlich. Deshalb berichten wir in unseren jährlichen Jahresberichten ausführlich über unsere Arbeit und den Weg, den die Spenden bis zur Verwendung nehmen, sowie über Kosten und Ausgaben. 

Ein externer Wirtschaftsprüfer überprüft jährlich unseren Jahresabschluß und bescheinigt uns regelmäßig Seriosität und Professionalität. Ein ausführlicher Auszug seines Prüfberichts befindet sich im jeweiligen Jahresbericht. 

DZI-Spendensiegel

DZI-Spendensiegel

Seit Jahren werden wir zudem mit dem Spendensiegel des Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgeszeichnet. Das DZI bestätigt uns damit die satzungsgemäße und sparsame Verwendung der Spendeneinnahmen.

Mehr zum DZI-Spendensiegel

Initiative Transparente Zivilgesellschaft 

Transparente Zivilgesellschaft

Im Sommer 2010 haben wir uns der Initiative Transparente Zivilgesellschaft angeschlossen und deren freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet. Dies beinhaltet Angaben zu Kontrolle und Transparenz bei der UNO-Flüchtlingshilfe.

Mehr zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Ein TV-Interview und einhergehender Spendenaufruf für hungernde Flüchtlinge in Somalia von Yefime Zarjevski, dem damaligen Vertreter des UN-Flüchtlingskommissars in Deutschland, stellte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) vor ein unbedachtes Problem:

Internationale Organisationen wie UNHCR können nach deutschem Steuerrecht keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Angesichts der 1,2 Millionen Mark, die in kürzester Zeit gespendet wurden, musste eine Lösung gefunden werden: die Gründung eines Vereins.

Zunächst wurde die „Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe e. V.“ jahrelang ehrenamtlich von Dr. Gustav Koch geleitet. Doch mit der Zeit wurden die Aufgaben immer umfangreicher, so dass eine Geschäftsstelle mit Geschäftsführer eingerichtet wurde.

In 2004 wurde der Verein umbenannt in „UNO-Flüchtlingshilfe e. V.” und eine eigenständige Stiftung gegründet, um die Flüchtlingsarbeit dauerhaft zu sichern. Mit ihren Erträgen unterstützt die Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe ausschließlich die Arbeit des Vereins.

Geschäftsstelle

In der Bonner Geschäftsstelle arbeiten derzeit 20 hauptamtliche Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung sowie 9 Aushilfen. Geschäftsführer ist Dirk Sabrowski.

Seit 1990 wird die Geschäftsstelle zudem ehrenamtlich von Honorarprofessor Dr. Reinhold Friedl unterstützt. Als Leiter der Regionalstelle Nord baut er Pressekontakte im norddeutschen Raum auf, organisiert Vorträge und repräsentiert den Verein bei Veranstaltungen in der Region.


Projektförderung

Die UNO-Flüchtlingshilfe fördert Hilfsprojekte für Flüchtlinge im In- und Ausland. Unser größter und engster Partner dabei ist UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen. Aber auch in Deutschland unterstützt die UNO-Flüchtlingshilfe bundesweit Vereine und Initiativen, die sich für Flüchtlinge engagieren.

Organisationen, die darüber nachdenken, einen Antrag bei der UNO-Flüchtlingshilfe zu stellen, sollten sich zunächst mit den inhaltlichen und formalen Kriterien vertraut machen.

Förderrichtlinien der UNO-Flüchtlingshilfe

Rufen Sie uns an und besprechen Sie mit uns den Antrag und seine Chancen.

 

Werden Sie Mitglied und gestalten Sie die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe aktiv mit:

Beitrittserklärung zum Download

Beratungsstellen für Flüchtlinge

Die UNO-Flüchtlingshilfe kann selbst keine Rechtsberatung anbieten.

Eine Liste mit Beratungsstellen für ganz Deutschland finden Sie zum Beispiel Pro Asyl: Zur Internetseite

Kontaktadressen und Informationen bietet auch das UNHCR-Büro in Berlin: Zur Internetseite

Ansprechpartner

Ihren passenden Ansprechpartner bei der UNO-Flüchtlingshilfe finden Sie hier: Kontakt