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Afghanistan

Flüchtlinge in Afghanistan

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Jahrzehntelange Flucht und Vertreibung

Afghanistan ist von 40 Jahren Konflikt und Vertreibung geprägt. Die Bevölkerung ist von fortlaufender Unsicherheit, Konflikten und extremen Wetterereignissen bedroht. Mit fast 2,5 Millionen Flüchtlingen im Februar 2020 bleibt Afghanistan das Land, mit der weltweit zweitgrößten Flüchtlingszahl.

Afghanistan hat heute eine Bevölkerung von 35 Millionen Menschen. Fast 25 Prozent sind ehemalige Flüchtlinge, die in den letzten 18 Jahren nach Hause zurückgekehrt sind. Seit 2002 sind mehr als 5,2 Millionen afghanische Flüchtlinge mit Hilfe des UNHCR in ihr Land zurückgekehrt. Im Jahr 2019 waren es knapp über 8.000 Rückkehrer – weniger als in den vorangegangenen Jahren, da sich die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert und die sozioökonomischen Bedingungen weiterhin verheerend sind.

1
Million

Binnenvertriebene

2,5
Millionen

Flüchtlinge

5,2
Millionen

Rückkehrer seit 2002

Binnenvertriebene, Flüchtlinge und Rückkehrer, sowie die Aufnahmegemeinden brauchen dringend Unterstützung. Das Leben der Menschen ist von Lebensmittelknappheit, unangemessene Unterkünfte, sowie der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Rechtsbeistand geprägt. Aus diesem Grund benötigt Afghanistan Unterstützung bei der Stärkung der Infrastruktur sowie der Gemeinden, in denen die Flüchtlinge leben. Nur so kann eine nachhaltige Integration oder eine freiwillige Rückführung in die Heimat gelingen.

Herausforderung COVID-19

In Afghanistan steht das öffentliche Gesundheitswesen vor großen Herausforderungen. Viele der rückkehrenden Flüchtlinge leben in ärmsten Verhältnissen, ohne Möglichkeit die notwendigen Hygienemaßnahmen verfolgen zu können. Viele afghanische Flüchtlinge, in Pakistan und Iran, die im informellen Sektor arbeiten, haben durch die Corona-Beschränkungen ihre Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage verloren. 

Der UNHCR unterstützt die Verteilung von notwendigem Material. Gleichzeitig wird Personal ausgebildet und Informationskampagnen für die Bevölkerung durchgeführt, um die notwendigen Hygieneregeln - Händewaschen, Abstand halten - einzuhalten.

Weitere Informationen

Rückkehr in die Ungewissheit

Trotz schleppender Friedensverhandlungen und einer instabilen Sicherheitslage in manchen Landesteilen, haben sich seit 2002 mehr als 5,2 Millionen afghanische Flüchtlinge dazu entschlossen in ihr Heimatland zurückzukehren.

Der UNHCR unterstützt die Rückkehrer mit Informationen über die Lage in ihren Heimatregionen, über rechtliche Bedingungen oder führt zum Beispiel Minenaufklärungsprogramme durch. Der Aufbau der Infrastruktur, wie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sind für Rückkehrer besonders wichtig. Um die Wiedereingliederung der Rückkehrer erfolgreich zu gestalten, müssen sie Möglichkeiten bekommen, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.

Ich bin froh wieder zurück in meiner Heimat Afghanistan zu sein, aber hier gibt es überhaupt keine Arbeit, gar nichts.

Noor-Alam (65) floh als junger Mann nach Pakistan, wo er über 40 Jahre mit seiner Frau und den zwei Kindern lebte. Nun sind sie nach Afghanistan zurückgekehrt. Für Noor Alam, der ab und zu als Taxi-Fahrer arbeitet, ist das schwierig, weil er nicht weiß, wie er den Lebensunterhalt der Familie bestreiten soll.

1 Million Binnenvertriebene

Mehr als eine Million Menschen leben als Binnenvertriebene im eigenen Land. Allein 2019 mussten 436.000 Menschen durch die Konflikte im Land und 295.900 aufgrund von Naturkatastrophen ihre Häuser und Dörfer verlassen.

Binnenvertriebene, Flüchtlinge und Rückkehrer, sowie die Aufnahmegemeinden brauchen dringend Unterstützung. Das Leben der Menschen ist von Lebensmittelknappheit, unangemessene Unterkünfte, sowie der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Rechtsbeistand geprägt. Aus diesem Grund benötigt Afghanistan Unterstützung bei der Stärkung der Infrastruktur sowie der Gemeinden, in denen die Flüchtlinge leben. Nur so kann eine nachhaltige Integration oder eine freiwillige Rückführung in die Heimat gelingen.

Situation der Frauen

Nach dem Sturz des Taliban-Regime im Jahr 2001 hat sich die Lebenssituation der Frauen verbessert. Mädchen können zur Schule gehen, Frauen studieren, einen Beruf ausüben oder auch selbständig sein. Derzeit befürchten viele afghanische Frauen aber die Rückkehr der Taliban an die Macht und damit die Einschränkung oder Abschaffung der errungenen Rechte.

Ich habe die Pflicht, Frauen zu helfen. Ich möchte ihnen helfen, damit es ihnen besser geht.

Saleema Rehman (28) wurde als Flüchtling in Pakistan geboren. Ihr Leben lang hat sie mit den Schwierigkeiten gekämpft, als Mädchen eine Ausbildung zu bekommen. Ihr Vater hat sie dabei unterstützt. Jetzt arbeitet sie als erste weibliche, turkmenische Ärztin in einem Krankenhaus.

Flüchtlinge in den Nachbarländern

Noch immer leben rund 4,6 Millionen Afghanen - darunter 2,5 Millionen registrierte Flüchtlinge - außerhalb des Landes. Rund 90 Prozent von ihnen leben in den Nachbarländern Pakistan (über 1,4 Millionen) und dem Iran (950.000).

Mehr als 1 Millionen afghanische Flüchtlinge in Pakistan und Iran sind Kinder unter 14 Jahren. Drei Viertel der Flcühtlinge dort sind unter 25 Jahre alt.

In Europa machen Asylbewerber aus Afghanistan die größte Gruppe der Neuankömmlinge aus.

Was macht der UNHCR vor Ort?

Der UNHCR

  • … leistet lebensrettende Nothilfe vor Ort, indem Notunterkünfte und andere Hilfsgüter zur Verfügung gestellt werden.
  • … arbeitet mit der Regierung zusammen, um sicherzustellen, dass internationales Recht eingehalten wird und eine Rückkehr freiwillig, sicher und in Würde erfolgt.
  • ... berät die Menschen vor Ort bei rechtlichen Fragen und bietet psychosoziale Unterstützung.
  • … unterstützt in Regionen mit einer besonders hohen Zahl von Binnenvertriebene und Rückkehrern, damit die Menschen sich eine eigene Lebensgrundlage aufbauen können.
  • … fördert Bildungsmaßnahmen, z.B. durch Stipendien für ausgewählte Schüler*innen. Die Schulbildung fördert die Selbstständigkeit und die Wiedereingliederung der zurückgekehrten Jugendlichen und ermöglicht es ihnen, zum Wiederaufbau der vom Konflikt zerstörten Gemeinden beizutragen.

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