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Nothilfe Südsudan

Gewalt und Hunger im Südsudan

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Fast 4 Millionen Menschen auf der Flucht

+++ sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen in Maban County +++ etwa 200.000 Menschen von der Naturkatastrophe betroffen +++

Im Jahr 2011 wurde der Südsudan nach Jahrzehnten von Krieg und Gewalt unabhängig vom Sudan. Doch auch nach der Unabhängigkeit kam das Land nie zur Ruhe. Der Südsudan gilt als ein sogenannter gescheiterter Staat, in dem seit 2013 der Bürgerkrieg andauert. Nach der Unterzeichnung eines Abkommens am 12. September 2018, der den Weg für einen dauerhaften Frieden bereiten soll, gab es einen (partiellen) Rückgang der Kampfhandlungen. Ein wirklicher Frieden ist aber noch nicht in Sicht.

3,7 Millionen Menschen - fast ein Drittel der sudanesischen Gesamtbevölkerung des Südsudan - ist durch den Konflikt entwurzelt.

Auf der Suche nach Schutz sind über 2,2 Millionen von ihnen in die Nachbarländer geflohen. Die meisten in Uganda (855.000), gefolgt von Sudan (810.000), Äthiopien (319.000) und Kenia (120.000). Und täglich flüchten Tausende über die Grenze nach Uganda. Rund 1,5 Millionen Südsudanesinnen und Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht.

Fast 85 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.  63 Prozent der südsudanesischen Flüchtlinge in Uganda sind unter 18. Sie sind besonders auf Unterstützung angewiesen.

Viele sudanesische Kinder überqueren alleine die Grenzen, erschöpft und hungrig.

Nahrungsmittelknappheit bedroht Millionen Menschen

Im Südsudan selbst besteht Nahrungsmittelknappheit für Millionen von Menschen. Aufgrund der Vertreibungen können die Felder nicht mehr bestellt werden. Hunger im Land zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. In den letzten Jahren warnten die UN-Organisationen WFP (Welternährungsprogramm) und FAO (Weltgesundheitsorganisation) wiederholt vor einer bevorstehenden Hungersnot.

Ein Großteil der ankommenden südsudanesischen Flüchtlinge ist unterernährt.

Der Hunger und die Kämpfe wurden immer schlimmer und es gab absolut nichts mehr zu essen. Wir hatten keine Wahl als hierher zu kommen.

Das erzählt Nyepach Benyluok , die mit 30 anderen Flüchtlingsfrauen mit kleinen Kindern, nach einer wochenlangen Wanderung im Lager ankam.

1,5
Millionen

Binnenvertriebene

85
Prozent davon

Frauen und Kinder

2,2
Millionen

Flüchtlinge

UNHCR rechnet mit weiteren Flüchtlingen

Nach den Jahren der Gewalt ist das Leben vieler Südsudanesen zerstört. Der brutale Konflikt hat bereits zehntausende Todesopfer gefordert und zentrale Teile des Landes vernichtet. Für viele Flüchtlinge bedeutet der Konflikt Gewalt, Missbrauch, Vertreibung und Verlust der Lebensgrundlage. Und so lange dieser Konflikt andauert, werden die Flüchtlingszahlen weiter ansteigen.

In Südsudan, Uganda, Äthiopien und Kenia sind UNHCR-Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um Flüchtlinge und Vertriebene mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Doch die Hilfslieferungen werden häufig durch die schwierige Sicherheitslage erschwert. Zudem liegen die meisten Flüchtlingslager in sehr abgelegenen Gegenden, die aufgrund der schlechten Infrastruktur nur mit großem Aufwand zu erreichen sind. Insbesondere während der Regenzeiten ist eine Versorgung manchmal nur noch per Luftbrücke möglich.

Die Flucht war schrecklich. Die Sonne brannte und wir fanden nichts zu Essen und kein Wasser. Unser Onkel beschloss zurückzugehen, aber wir gingen weiter, weil wir zur Schule gehen wollen.

Das erzählt der 17-Jährige Kenyi (weißes T-Shirt), der mit seinen Geschwistern nach Uganda flüchtete.

Aufnahmeland Uganda

Mit der Aufnahme von 855.000 Südsudansen ist Uganda zum größten Flüchtlings-Aufnahmeland Afrikas geworden. In dem Land leben jetzt insgesamt 1,2 Millionen Geflüchtete aus verschiedenen afrikanischen Staaten.

Der Bedarf für die südsudanesischen Flüchtlinge in Uganda und den anderen Aufnahmeländern ist riesig. Für die benötigte Hilfe fehlt jedoch das Geld: Der regionale Hilfsplan für 2019 für den Südsudan ist gerade mal zu einem Drittel finanziert.

Der UNHCR im Einsatz

In Südsudan, Uganda, Äthiopien und Kenia sind UNHCR-Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um Flüchtlinge und Vertriebene mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Doch die Hilfslieferungen werden häufig durch die schwierige Sicherheitslage erschwert. Zudem liegen die meisten Flüchtlingslager in sehr abgelegenen Gegenden, die aufgrund der schlechten Infrastruktur nur mit großem Aufwand zu erreichen sind. Insbesondere während der Regenzeiten ist eine Versorgung manchmal nur noch per Luftbrücke möglich.

UNHCR-Mitarbeiter registrieren an den Grenzen der aufnehmenden Nachbarländer ankommende Flüchtlinge, sorgen für medizinische Hilfe, Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte. Bis Ende 2019 plant der UNHCR, 80 Prozent aller Flüchtlings-Haushalte mit Latrinen zu versorgen. 85.000 Frauen sollen Hygiene- und Gesundheitsartikeln erhalten.

77 Prozent der Flüchtlingskinder die Grundschule besuchen können. Das Bildungsniveau der südsudanesischen Kinder und Jugendlichen gehört zu den niedrigsten auf der Welt. Viele Kinder haben im Flüchtlingslager zum ersten Mal überhaupt die Möglichkeit, zur Schule zu gehen.

Der Hilfseinsatz für Südsudan und seine Nachbarländer war auch im letzten Jahr dramatisch unterfinanziert! Die chronische Finanzknappheit gefährdet lebensrettende Hilfsmaßnahmen für Menschen, die vor Gewalt und Hunger fliehen mussten. Um den Menschen weiter helfen zu können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung! Gerade deshalb hat die UNO-Flüchtlingshilfe deshalb mehr als 2,8 Millionen Euro im letzten Jahr an die UNHCR-Operation im Südsudan und den betroffenen Nachbarländern gegeben.

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