Nothilfe Südsudan
© UNHCR/Corentin Fohlen
Nothilfe Südsudan
© UNHCR/Corentin Fohlen

Nothilfe im Südsudan

Millionen Menschen aus dem Südsudan auf der Flucht

Stand: Juli 2026

Der Südsudan wurde 2011 nach Jahrzehnten von Krieg und Gewalt unabhängig. Doch auch nach der Staatsgründung kam das Land nie dauerhaft zur Ruhe. Seit 2013 prägen Gewalt, politische Instabilität, Armut und schwache staatliche Strukturen das Leben vieler Menschen

2025 verschlechterte sich die Sicherheitslage erneut deutlich. Seit Februar 2025 flohen rund 190.000 Südsudanes*innen in Nachbarländer. Ende 2025 lebten insgesamt mehr als 2,4 Millionen südsudanesische Flüchtlinge in der Region – vor allem in Uganda, Sudan, Äthiopien und Kenia. Viele weitere Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben.

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Hunger und Überschwemmungen verschärfen die Not

Die Krise im Nachbarland Sudan verschärft die Lage zusätzlich. Viele Menschen suchen im Südsudan Schutz oder kehren dorthin zurück – oft in Regionen, die selbst von Gewalt, Hunger und Überschwemmungen betroffen sind.

Im Südsudan bedroht Hunger weiterhin Millionen Menschen. Viele Familien können wegen Gewalt und Vertreibung nicht mehr anbauen oder ernten. Besonders Kinder leiden unter Mangelernährung.

Hinzu kommen schwere Überschwemmungen. Sie zerstören Häuser, Felder, Viehbestände und Wasserstellen. Dadurch verlieren Familien ihre Lebensgrundlage, Krankheiten breiten sich leichter aus und viele Menschen werden erneut vertrieben.

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Hilfe am Limit

Die humanitäre Hilfe steckt in einer schweren Finanzierungskrise. 

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Wie der UNHCR im Südsudan hilft

Der UNHCR unterstützt im Südsudan Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Rückkehrer*innen mit Schutz und lebenswichtiger Hilfe.

Dazu gehören Hilfsgüter, sichere Unterkünfte, medizinische Unterstützung, Registrierung, Schutz für Kinder und Hilfe bei Familienzusammenführungen. Besonders wichtig ist auch der Zugang zu Bildung, damit Kinder trotz Flucht und Krise weiter lernen können.

Doch die Hilfe ist oft schwierig: Viele Orte sind abgelegen, Straßen schlecht oder während der Regenzeit unpassierbar. Gleichzeitig sind die Hilfsmaßnahmen stark unterfinanziert. 

Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützte die UNHCR-Arbeit im Südsudan 2024 mit 500.000 Euro.

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