Nothilfe Rohingya Flüchtlinge

Nothilfe für Rohingya-Flüchtlinge

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Flüchtlingshilfe in Bangladesch

Rund 860.000 Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar leben derzeit in Bangladesch. Ein Großteil von ihnen (etwa 700.000 Menschen) floh im August 2017 dorthin. 

Nachdem es im Bundesstaat Rakhine in Myanmar zu brutalen Gewaltausbrüchen kam, muss die Minderheit der Rohingya um ihr Leben fürchten. Die meisten der Flüchtlinge haben in den Flüchtlingslagern Kutupalong und Nayapara im Südosten Bangladeschs Schutz gefunden.

860
Tausend

Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch

78
Prozent

der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder

319
Millionen US Dollar

Hilfsbedarf, wovon bisher lediglich 52% finanziert sind

Kutupalong: Die größte Flüchtlingssiedlung weltweit

Durch die hohe Anzahl von Geflüchteten ist im Distrikt Cox's Basar eine Ansiedlung von Flüchtlingsunterkünften entstanden, die in ihrer Ausbreitung ihres Gleichen sucht. Kutupalong ist mittlerweile mit fast 600.000 Bewohner*innen das größte Flüchtlingslager der Welt. Zum Vergleich: Dies entspricht etwa der Einwohnerzahl von Düsseldorf.

Viele der ersten Notunterkünfte entstanden 2017 über Nacht und gaben Anlass zu Besorgnis: es mangelte an ausreichend Schutz, an angemessener Wasserversorgung sowie Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die prekären Unterkünfte stellen insbesondere für Frauen und Mädchen ein starkes Sicherheitsrisiko dar. 52 Prozent der im Distrikt Cox’s Basar lebenden Flüchtlinge sind weiblich. Daher gehört die Instandsetzung und Instandhaltung von Unterkünften zu den Schwerpunkten der UNHCR-Hilfe. 

Drei Jahre Nothilfe für Rohingya Flüchtlinge in Bangladesch

Seit drei Jahren helfen wir, seit drei Jahren schenken wir Schutz. Mit der Unterstützung unserer Spender verändern wir Leben.

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Video Standbild

Herausforderung COVID-19

Die hygienischen Bedingungen in Flüchtlingslagern und -siedlungen sind in den meisten Fällen schwierig und eine ausreichende medizinische Versorgung der Flüchtlinge bei einer schnellen Ausbreitung der Krankheit kaum möglich. Wir haben große Sorge, dass sich das COVID-19 Virus in Kutupalong rasend schnell ausbreiten kann.

Mit Ihrer Unterstützung arbeiten wir hart dafür, die Verbreitung im Camp zu stoppen und Flüchtlinge zu schützen. So hat der UNHCR in Bangladesch mit der Verbesserung der medizinischen Kapazitäten und der Verteilung von notwendigem Material begonnen. Gleichzeitig wird Personal ausgebildet und mit Hilfe von 3.000 speziell geschulten Freiwilligen werden Informationskampagnen für die Bevölkerung durchgeführt, um die notwendigen Hygieneregeln - Händewaschen, Abstand halten - einzuhalten.

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COVID-19 Bangladesch

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So konnten wir beispielsweise helfen

(Stand: Ende Juli 2020)

65
Tausend

Handwaschstationen aufgebaut

125
Tausend

Haushaltsbesuche durch Gesundheitspersonal durchgeführt

194
Betten

in 2 Isolations- und Behandlungszentren eingerichtet

Starker Monsunregen führt zu Überschwemmungen

Kutupalong liegt in einer für Naturkatastrophen anfälligen Region. Von Mai bis Oktober ist das Flüchtlingslager von extremen Regenfällen bedroht. Die Flüchtlinge leben in einfachsten Bambushütten, die kaum vor den heftigen Regenfällen Schutz bieten können. Toiletten gibt es wenige und sauberes Wasser ist knapp.

Erdrutsche, Überschwemmungen und Stürme haben in den letzten Jahren immer wieder hunderte Unterkünfte beschädigt oder zerstört. Auch in diesem Jahr ist dies zu befürchten. UNHCR-Mitarbeiter*innen und speziell ausgebildete Flüchtlinge arbeiten rund um die Uhr, um gefährdete Flüchtlingsfamilien in Sicherheit zu bringen. Zugleich werden Hilfspakete verteilt, die dabei helfen sollen, beschädigte Häuser zu reparieren. Sie enthalten Seile, Plastikplanen, Wassereimer, Decken, Schlafmatten und Hygieneartikel.

Doch dieses Jahr droht durch den Monsun in Kombination mit der Gefahr durch den Coronavirus ein noch größeres Disaster.

Meine Kinder freuen sich immer riesig, wenn sie das Gemüse sehen. Es erinnert uns an unsere Farm zu Hause. Dieses Gemüse schmeckt wirklich gut, so muss ich nichts auf dem Markt kaufen.

Sahera floh vor Gewalt und Verfolgung der Rohingya 2017 nach Kutupalong. Dort gab es für die Bäuerin nur wenig Platz, um etwas anzubauen. Der UNHCR half zusammen mit einer lokalen Organisation, damit Frauen wie Sahera eigenes Gemüse anpflanzen können.

Die Not ist riesig: Weitere Hilfe wird dringend benötigt

Das internationale Hilfsprogramm für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch ist völlig unterfinanziert. Der UNHCR benötigt über 300 Millionen US Dollar, doch bisher ist davon nur die Hälfte finanziert. Zusätzlich werden weitere 25 Millionen US Dollar für die Corona-Hilfsmaßnahmen benötigt.

Um die Flüchtlinge weiterhin versorgen zu können und vor weiterem Schaden durch Regen, Überschwemmungen und Krankheiten zu schützen, werden dringend weitere Gelder benötigt.

 

Mädchen an Wasserstelle

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Kind auf den Schutern eines Mannes, Regen RF2129771_Rohingya-6-Oct-2017-016.jpg