19.08.2015

Internationaler Tag der humanitären Hilfe

UNHCR-Helfer mit Flüchtlingskind

Am Tag der humanitären Hilfe feiern wir alle humanitären Helfer und Helferinnen – von den engagierten Mitarbeitern, den Freiwilligen und gastfreundlichen Einheimischen in den Zufluchtsländern bis hin zu unseren großzügigen Spendern. Alle von ihnen tun, was sie können und arbeiten hart, um die Welt für die Millionen Kinder, Frauen und Männer, die fliehen mussten, etwas einfacher und schöner zu machen.

Der Tag der humanitären Hilfe wird jedes Jahr zum Gedenken an die Toten und Verletzten des Anschlages auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 begangen. Damals wurden 22 UN-Mitarbeiter getötet und über 100 verletzt. Darunter auch UNHCR-Mitarbeiter Sergio Viera de Mello.

Immer häufiger ist das Leben von humanitären Helfern in Gefahr. Mehr als 40 UNHCR-Mitarbeiter wurden in den vergangenen Jahren getötet, Dutzende mehr verletzt oder gekidnapped. Einer von ihnen ist Vincent Cochetel, der für 317 Tage gefangen gehalten wurde. Heute ist er Direktor des UNHCR-Büros für Europa. Über seine Erlebnisse berichtete er im TEDTalk.

UNHCR-Helfer in Aktion

UNHCR hat über 9.000 Mitarbeiter, die weltweit daran arbeiten, Flüchtlingen zu helfen und auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Sie arbeiten rund um die Uhr und müssen täglich schwierige Entscheidungen treffen.

Die Arbeit als humanitärer Helfer stellt einen täglich vor neue Herausforderungen. Die Arbeitsorte sind mitunter lebensgefährlich und man erlebt immer wieder herzzerreißende Momente.

Doch UNHCR-Helfer sind sich einig: Es gibt keinen besseren Job.
Warum? Schauen Sie sich dieses Video an und finden Sie es heraus:

UNHCR-Helferin in Jordanien

Familienhilfe in Jordanien

“Ich arbeite in einer UNHCR-Außenstelle. Hier bieten wir viele verschiedene Hilfsleistungen an. Besonders wichtig ist unser "Cash-Assistant"-Programm für die Ärmsten der Flüchtlinge, die sich in den Städten selbst versorgen müssen. Ich mag meinen Beruf, weil ich etwas verändern kann. Ich habe das Gefühl, Teil einer großen humanitären Gemeinschaft zu sein. Ich kann den Krieg zwar nicht beenden, aber ich kann den Menschen helfen, die unter ihm leiden.”

UNHCR-Mitarbeiter in Nepal

Öffentlichkeitsarbeit in Nepal

“Ich arbeite eng mit Flüchtlingen und Vertriebenen zusammen. Dabei merke ich immer wieder, dass wir oft die gleichen Gefühle und Träume haben. Wenn ich Geschichten der Not und des Leidens höre, die trotzdem einen Hoffnungsschimmer enthalten, dann bin ich sehr motiviert, meinen Beitrag zu leisten - möge er auch noch so klein sein. Teil des UNHCR-Teams zu sein, gibt mir das Gefühl, die Welt zu einem bessern Ort machen zu können und das gibt mir die Kraft, mich dieser Herausforderung zu stellen."

UNHCR-Helfer in Tansania/Burundi

Flüchtlingstransport von Burundi nach Tanzania

“Die meisten Flüchtlinge haben mitbekommen, dass ich diese Operation koordiniere und sie kommen mit ihren Problemen zu mir. Dann höre ich zu und treffe die Entscheidungen, je nachdem, was sie brauchen. Ich fühle mich nicht erschöpft, weil ich froh bin, Leben gerettet zu haben. Ich arbeite seit drei Wochen Tag und Nacht und schlafe hier auf dem Schiff.”

UNHCR-Mitarbeiterin in Kongo

Flüchtlingsschutz in DR Kongo

“Meine Mutter hat 15 Jahre für UNHCR gearbeitet und hat mir beigebracht, dass es im Leben mehr gibt als nur uns selbst. Ich habe jahrelang in der Privatwirtschaft gearbeitet und als ich die Möglichkeit hatte, hier zu arbeiten, ging ein Traum in Erfüllung. Ich habe sehr viel über die Demokratische Republik Kongo gelernt – über das Land, über die Menschen, denen wir helfen, über die Arbeit, die wir machen und über mich selbst.”

Paul - UNHCR-Helfer

Energie Experte

“Licht und Energie sind wesentliche Hilfsleistungen. Aber in dem Sektor arbeiten nicht viele Hilfsorganisationen, die erneuerbaren Energien den Vorrang geben. Ich wollte Teil einer Organisation sein, die dies tut. Denn dies hat eine enorme Wirkung auf die Menschen, die davon profitieren können. Licht und Energie sind für jeden Einzelnen unglaublich wichtig – die Nächte sind lang, doch mit Licht haben die Menschen wieder Möglichkeiten und Freiheiten, die sie nach Sonnenuntergang sonst nicht haben.”

Wir helfen Flüchtlingen - zu jeder Zeit, an jedem Ort der Welt!