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Flüchtlingskrise in Bangladesch

Nothilfe für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar

Über eine halbe Million Rohingya-Flüchtlinge haben ihr Leben riskiert und sind vor der Gewalt in Myanmar geflohen. Sie sind tagelang durch den Dschungel und über Berge gelaufen, um nach Bangladesch in Sicherheit zu gelangen. Viele wagen die gefährliche Fahrt über das Meer. Jeden Tag kommen mehr Familien über die Grenze.

Die Menschen sind erschöpft, hungrig und häufig krank oder verletzt.

Die meisten der Flüchtlinge halten sich in der Nähe der Flüchtlingslager Kutupalong und Nayapara im Südosten Bangladeschs auf. Sie leben in verstreut auf den Hügeln gebauten Unterkünften aus Bambus, Plastikplanen und allem, was vor dem Monsunregen schützen kann. Toiletten gibt es kaum und sauberes Wasser ist knapp. Um dem Ausbruch von Karnkheiten vorzubeugen, werden Latrinen und Brunnen gebaut.

Die offiziellen Flüchtlingslager Kutupalong sind völlig überfüllt. Die Hilfsorganisationen arbeiten rund um die Uhr, um den Neuankömmlingen eine Unterkunft, etwas zu essen und sauberes Trinkwasser geben zu können:

  • Flüchtlinge werden registriert, um die Hilfsmaßnahmen besser organisieren zu können.
  • 700 Tonnen Hilfsgüter wurden eingeflogen.
  • Plastikplanen, Decken, Moskitonetze und vieles mehr werden erteilt.
  • Viele Flüchtlinge werden in Gemeinschaftsküchen versorgt.
  • 8.000 Latrinen werden gebaut. 59 Brunnen wurden gebohrt.
  • Eine Impfkampagne wurde gestartet, um den Ausbruch von Cholera zu vermeiden.
  • Kranke und Verletzte werden medizinisch versorgt.

Weiterführende Informationen auf Englisch finden Sie hier:

Erst einen Tag alt und schon müssen sie um ihr Leben fürchten. Diese neugeborenen Zwillinge aus Myanmar sind unter den Hunderttausenden Flüchtlingen aus Myanmar, die in Bangladesch Schutz und Sicherheit suchen.

Viele Flüchtlinge erreichen Bangladesch per Boot über den Golf von Bengalen oder kämpfen sich tagelang, barfuß durch Dschungel und Reisfelder. Die Flüchtenden mussten ihr Hab und Gut zurücklassen. Sie sind hungrig. Viele sind krank oder verletzt, erschöpft und verzweifelt. Sie können diesen Menschen mit Ihrer Spende helfen.

Durch einen Klick auf die Bilderstrecke erhalten Sie weitere Informationen.

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  • Nach tagelanger Flucht rastet eine Gruppe von Flüchtlingen aus Myanmar am Rande der Straße. Sie konnten nur so viel mitnehmen, wie sie eben tragen konnten. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Erschöpft nach tagelangen Märschen
    Nach tagelanger Flucht rastet eine Gruppe von Flüchtlingen aus Myanmar am Rande der Straße. Sie konnten nur so viel mitnehmen, wie sie eben tragen konnten.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • Seit zwei Tagen ist Rohingya-Flüchtling Imran unterwegs mit seiner Tochter und dem Enkel unterwegs. Als er die Grenze nach Bangladesch überquert, kann er die Tränen vor Erleichterung und Verzweiflung nicht zurückhalten. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Am Rande der Verzweiflung
    Seit zwei Tagen ist Rohingya-Flüchtling Imran unterwegs mit seiner Tochter und dem Enkel unterwegs. Als er die Grenze nach Bangladesch überquert, kann er die Tränen vor Erleichterung und Verzweiflung nicht zurückhalten.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • Drei Rohingya-Jungen tragen ihr ganzes Hab und Gut auf den Schultern. Sie sind am Naf River in Bangladesch unterwegs. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Zu Fuß auf der Flucht
    Drei Rohingya-Jungen tragen ihr ganzes Hab und Gut auf den Schultern. Sie sind am Naf River in Bangladesch unterwegs.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • “Ich musste durch den Dschungel, über Hügel, Straßen und Flüsse.” Die 70-jährige Azala ist seit fünf Tagen unterwegs. Ihr Dorf wurde angezündet, ihre Häuser zerstört. Zum Glück hilft der Sohn, wenn sie nicht mehr kann. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Mutter und Sohn
    “Ich musste durch den Dschungel, über Hügel, Straßen und Flüsse.” Die 70-jährige Azala ist seit fünf Tagen unterwegs. Ihr Dorf wurde angezündet, ihre Häuser zerstört. Zum Glück hilft der Sohn, wenn sie nicht mehr kann.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • Halbmond-Boote werden die für diese Region typische Boote genannt, in denen Rohingya-Flüchtlinge aus dem Norden Rakhines nach Bangladesch flüchten. Die Fahrt über den rauen Golf von Bengalen dauert etwa fünf Stunden. <br>Foto: UNHCR/V.Tan
    Bootsflüchtlinge erreichen Bangladesch
    Halbmond-Boote werden die für diese Region typische Boote genannt, in denen Rohingya-Flüchtlinge aus dem Norden Rakhines nach Bangladesch flüchten. Die Fahrt über den rauen Golf von Bengalen dauert etwa fünf Stunden.
    Foto: UNHCR/V.Tan
  • Unter ein paar Bäumen rastet eine Flüchtlingsfamilie am Straßenrand nahe der Flüchtlingssiedlung Thangkali in Bangladesh. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Pause am Straßenrand
    Unter ein paar Bäumen rastet eine Flüchtlingsfamilie am Straßenrand nahe der Flüchtlingssiedlung Thangkali in Bangladesh.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • UNHCR-Mitarbeiterin Nadira Islam spricht mit neu angekommenen Flüchtlingen, die in einer Schule im Flüchtlingslager Kutupalong angekommen sind. <br>Foto: UNHCR/A.Dean
    Registrierung von Neuankömmlingen
    UNHCR-Mitarbeiterin Nadira Islam spricht mit neu angekommenen Flüchtlingen, die in einer Schule im Flüchtlingslager Kutupalong angekommen sind.
    Foto: UNHCR/A.Dean
  • Im Flüchtlingslager Kutupalong verteilen freiwillige Helfer in einer Schule Essen an die erschöpften Neuankömmlinge.
    Essensausgabe für Neuankömmlinge
    Im Flüchtlingslager Kutupalong verteilen freiwillige Helfer in einer Schule Essen an die erschöpften Neuankömmlinge.
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UNHCR-Helfer arbeiten rund um die Uhr und verteilen Hilfsgüter wie Plastikplanen für Notunterkünfte, Kleidung, Decken und Schlafmatten. Sauberes Wasser und Latrinen werden gebraucht, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.

Um den Flüchtlingen weiter helfen zu können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

  • 20 Euro reichen für fünf Decken.
  • 60 Euro kostet ein Familien-Nothilfepaket mit Wasserkanistern, Schlafmatten, Zeltplane, Moskitonetz und Seife.
  • 150 Euro helfen, geschwächte Flüchtlinge medizinisch zu versorgen.
  • 360 Euro kostet ein Zelt.

Meldungen aus der Krisenregion

Das Flüchtlingslager Kutupalong in Bangladesch ist mittlerweile das größte Flüchtlingslager der Welt. Es liegt in einer der anfälligsten Regionen für Naturkatastrophen. Die Angst vor dem Monsun ist daher groß. UN-Generalsekretär und UNHCR-Chef Grandi waren vor Ort, um den Menschen die Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft auszudrücken – gerade in dieser schweren Zeit.

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Seit August letzten Jahres mussten über 700.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch fliehen. Sie suchen Schutz vor Gewalt, Unterdrückung und sozialer Ausgrenzung. Eine von diesen Leidtragenden ist Gul Zahar, deren Familie bereits in vierter Generation im Exil lebt.

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Unter den Rohingya-Flüchtlingen in Bangladesch gibt es mindestens 31.000 Familien, die sich ohne männliches Familienoberhaupt durchschlagen müssen. Oft wurden die Männer getötet oder sind in Myanmar vermisst. Die Frauen müssen sich um eine Unterkunft, um Essen und um die Zukunft ihrer Familie kümmern. Seit August 2017 sind mehr als 687.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch geflohen.

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