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Balkanroute

Die Balkanroute

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Vom Nahen Osten nach Europa

Die Balkanroute bezeichnet die Fluchtrouten, die Flüchtlinge und Migranten nutzen, um über den Balkan vom Nahen Osten nach Europa zu gelangen.

Von den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln werden Migranten und Flüchtlinge auf das griechische Festland gebracht. Dort angekommen, versuchen viele von ihnen über den Landweg weiter nach Mitteleuropa zu kommen.

Schreckliche Zustände entlang der Fluchtroute

Von Januar bis September 2019 kamen 21.800 Menschen an der EU-Außengrenze in Bosnien-Herzegowina an. Die meisten kommen aus Pakistan, dem Iran, Irak, Afghanistan und Syrien. Tausende von ihnen versammelten sich nahe der kroatischen Grenze. Nur ein Bruchteil von ihnen stellte einen Asylantrag und selbst der Großteil von denen, die Asyl suchen, reisen weiter in den Norden.

In mehreren überfüllten Flüchtlingscamps an der Grenze zu Kroatien harren die Schutzsuchenden unter elendigen Bedingungen aus. Sie haben keinen Strom, kein fließendes Wasser und der Hygienezustand ist erschreckend.

Der UNHCR fordert die Möglichkeit einer legalen Migration für Vertriebene aus Konfliktgebieten. Wenn die Grenzen stärker gesichert werden und gleichzeitig keine legalen Übergansmöglichkeiten bestehen, begeben sich die Flüchtenden eher in die Hände von Schleppern und nehmen Risiken für ihre persönliche Sicherheit in Kauf.

Herausforderung COVID-19

Die hygienischen Bedingungen in vielen Flüchtlingsunterkünften sind in den meisten Fällen schwierig. Nicht selten müssen die Flüchtlinge für Stunden, dicht gedrängt auf Hilfsgüter warten.

Der UNHCR hat mit der Verbesserung der medizinischen Kapazitäten und der Verteilung von notwendigem Material begonnen. Gleichzeitig wird Personal ausgebildet und Informationskampagnen für die Bevölkerung durchgeführt, um die notwendigen Hygieneregeln - Händewaschen, Abstand halten - einzuhalten.

Weitere Informationen

Die Entwicklung der Fluchtrouten

Im Jahr 2015 reisten nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex über 760.000 Vertriebene auf der Balkanroute nach von der Türkei über Griechenland nach Zentraleuropa. Entlang der Route herrschten elende Zustände. Die Menschen versuchten, sich zu Fuß zur nächsten Grenze durchzuschlagen und strandeten im Nirgendwo.

Im März 2016 schlossen Slowenien, Kroatien, Serbien, nacheinander ihre Grenze. Nachdem die sogenannte alte Balkanroute unterbrochen war, entstand eine neue Balkanroute weiter westlich. Die Schutzsuchenden versuchen nun über Albanien, Montenegro und Bosnien in das EU-Land Kroatien oder gleich oder über die Adria nach Italien zu gelangen.

Auch heute werden die Routen weiterhin genutzt. Zwischen Januar und September 2019 sind rund 21.800 Menschen in Bosnien und Herzegowina angekommen, von denen sich Tausende im Nordwesten nahe der Grenze zu Kroatien aufhalten.

Zudem verabschiedeten die EU-Staaten im März 2016 einen Deal mit der Türkei, wonach die Türkei ihre Grenzen nach Griechenland besser überwachen soll, damit weniger Menschen über die Agäis-Inseln flüchten. Mehr Informationen über das EU-Türkei-Abkommen erhalten Sie hier auf unserer Europa-Seite.

Das macht der UNHCR vor Ort:

Der UNHCR ...

  • ... leistet humanitäre Hilfe vor Ort, und versorgt die Geflüchteten mit Hilfsgüter, Unterkünften, medizinischer Versorgung etc.
  • ... setzt sich für eine Verbesserung der Asylverfahren und der Aufnahmebedingungen in der Region ein.
  • ... unterstützt gezielt hilfsbedürftige Personen, damit sie schnell Unterstützung und den Zugang zu angemessenen Aufnahmeeinrichtungen erhalten. Besonders schutzbedürftigen Personen wie Kinder, ältere Menschen oder allein reisende Mütter müssen besonders unterstützt werden. Dazu benötigt jedes Land in der Region Unterstützung.
  • ... fördert die Integration in den Erstaufnahmeländern, um die Wahrscheinlichkeit zur Weiterreise zu verringern.
  • ... drängt auf Ressetlement-Plätze in den europäischen Staaten und Flüchtlingen das Recht auf Familiennachzug zu ermöglichen. So bekommen die Menschen einen legalen Weg, um sich ein neues Leben in Würde aufbauen zu können.

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