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Seenotrettung Flüchtlingskrise Mittelmeer

Flüchtlingskrise Mittelmeer

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Flucht nach Europa

Schon seit Jahren fliehen Menschen aus den Krisenregionen der Welt über das Mittelmeer nach Europa – mit verheerenden Auswirkungen: Im Jahr 2016 ertranken über 5.000 Menschen im Mittelmeer. 2017 starben oder verschwanden laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 3.100 Geflüchtete. Und in 2018 waren mehr als 2.300 Tote und Vermisste zu beklagen.

Owohl die Zahl der Ankünfte über die Mittelmeerroute seit 2016 stark gesunken ist (2016: 372.562 Menschen, 2017:185.139 Menschen, 2018: 116.600), bleibt der Weg übers Mittelmeer die tödlichste Seeroute der Welt.

21800
Ankünfte

2019

507
Menschen

2019 verstorben/vermisst

6
Tote im Mittelmeer

jeden Tag

Warum wagen Menschen die lebensgefährliche Flucht?

Diese grausame Bilanz verdeutlicht, dass die Menschen verzweifelt sind. Sie fürchten um ihr Leben. Sie suchen nach Schutz und einem Neuanfang. Sie sehen in ihrer Heimat oder den angrenzenden Nachbarländern keine Perspektive mehr – weder für sich, noch für ihre Kinder. Darum wagen sie die Flucht in seeuntauglichen Schlauchbooten und in den Händen skrupelloser Schlepper. Viele unter ihnen werden Opfer von Gewalt und Ausbeutung.

UNHCR veröffentlicht hierzu regelmäßig den Report "Desperate Journeys". Der Bericht informiert über die Situation ankommender Flüchtlinge in und außerhalb Europas und liefert Statistiken über die Entwicklung von Migrations- und Fluchtbewegungen auf internationaler Ebene. Die wesentlichen Aussagen haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Jeden Tag 6 Tote im Mittelmeer

  • 2018 ertranken im zentralen Mittelmeer im Schnitt jeden Tag sechs Menschen bei dem Versuch das Mittelmeer zu überqueren.
  • Insgesamt starben 2018 mindestens 2.277 Menschen.
  • Zwischen Libyen und Europa bezahlte jeder 15. Flüchtling und Migrant den Überquerungsversuch mit dem Leben.

Dies sind die wichtigsten Zahlen des neuen UNHCR-Berichtes "Desperate Journeys" zur Lage am Mittelmeer. Durch die zurückgefahrene Seenotrettung ist die Flucht über das Mittelmeer wieder zur tödlichsten (See-)Fluchtroute der Erde geworden. In den ersten Wochen des Jahres 2019 sind nach UNHCR-Schätzung schon 402 Menschen im Mittelmeer ertrunken. UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi appelliert daher: "Menschen aus Seenot zu retten ist keine Frage für Debatten oder die Politik, es ist eine Verpflichtung seit Menschengedenken."

Die Situation derjenigen Flüchtlinge und MigrantInnen, die die Flucht über das Mittelmeer wagen, hat sich weiter verschlechtert:

  • Viele Menschen in Not saßen nach ihrer Rettung auf See fest und mussten tagelang warten, bis sie an Land gehen konnten.
  • Rettungsschiffe und Mannschaften werden bei ihren Hilfsmissionen immer weiter eingeschränkt.
  • Tausende Überlebende, die auf See aufgebracht wurden, kamen bei ihrer Rückkehr nach Libyen in Internierungslager, wo sie unter entsetzlichen Bedingungen ausharren.
  • Auf der Flucht sind die die Menschen Schleppern und Kriminellen ausgeliefert und werden Opfer von Entführungen, Folter, Vergewaltigung und Misshandlung.

 

Der Bericht „Desperate Journeys“ auf Englisch ist hier abrufbar.

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Seenotrettung Flüchtlingskrise Mittelmeer

Eine Europäische Lösung ist nicht in Sicht

Eine europäische Einigung über den Umgang mit den Flüchtlingen ist in den vergangenen Monaten nicht erzielt worden. Die Notleidenden sind die Flüchtlinge, die sich nun in einer Sackgasse befinden. Zurückkehren können sie nicht, aber einen Zufluchtsort haben viele von ihnen auch noch nicht gefunden.

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, appellierte deshalb an die Regierungen dieser Welt endlich zu handeln, denn solange es keine legalen Alternativen gibt, werden Flüchtlinge sich weiterhin in die Hände von Schleppern begeben und ihr Leben riskieren.

Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die in Europa ankommen, zu reduzieren, ohne gleichzeitig Frieden, Entwicklung und sichere Wege zu verstärken, ist moralisch inakzeptabel.

Fluchtrouten verlagern sich

Asylsuchende, die im vergangenen Jahr den Seeweg nach Griechenland wählten, fanden sich häufig in überfüllten Aufnahmelagern mit langen Wartezeiten wieder. Wer versuchte, das Meer nach Italien zu überqueren, musste damit rechnen, von der Libyschen Küstenwache abgefangen und inhaftiert zu werden. Immer mehr Menschen wählen daher die Route über das Mittelmeer nach Spanien.

Die Ankunftszahlen in Italien sind 2018 deutlich gesunken. In Spanien hingegen sind die Zahlen gestiegen und in Griechenland relativ gleich geblieben.

  • Italien: 23.400 Flüchtlinge und MigrantInnen
  • Spanien: 54.800 Menschen über See, 8.000 Menschen über Land (in den Enklaven Ceuta und Melilla)
  • Griechenland: 32.500 Flüchtlinge und MigrantInnen

Weitere Informationen zur Situation am Mittelmeer (auf Englisch) finden Sie hier.

So hilft UNHCR vor Ort

UNHCR-Helferinnen und Helfer sind sowohl in den betroffenen Regionen Afrikas, als auch in den Ankunftsländern Europas aktiv, um die Mittelmeerregion zu stabilisieren. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützte deshalb Projekte des UNHCR für Schutzsuchende in und auf dem Weg nach Europa.

In Afrika (Algerien, Libyen, Niger, Nigeria, Äthiopien…):

  • Versorgung der Flüchtlinge mit Nothilfegütern
  • Identifizierung von und Hilfe für besonders schutzbedürftigen Personen
  • Zusammenarbeit mit den Regierungen der betroffenen Länder und Unterstützung bei ihren internationalen Verpflichtungen
  • Sensibilisierung und Aufklärung zu Risiken der Flucht
  • Ausbildungsunterstützung für Küstenwachen
     

In Europa (Griechenland, Italien, Spanien…):

  • Aufnahme und Begleitung von Asylsuchenden
  • Versorgung mit Nothilfegütern
  • Technische Hilfe bei Errichtung von Aufnahmezentren
  • Identifizierung von und Hilfe für besonders schutzbedürftigen Personen, beispielsweise Minderjährige oder Opfer von Gewalt
  • Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, um auf Lösungen für Flucht- und Vertreibungssituationen hinzuwirken
  • Verbesserung der Konditionen von Such- und Rettungsaktionen

 

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