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Flüchtlingshilfe in Deutschland

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Unsere Hilfsprojekte in Deutschland

Ende 2019 lebten laut Ausländerzentralregister (AZR) 1,8 Millionen Schutzsuchende in Deutschland. Rund 1,3 Millionen der Schutzsuchenden verfügten über einen humanitären Aufenthaltstitel und damit über einen anerkannten Schutzstatus. Damit gehört Deutschland zu den führenden Aufnahmeländern von Schutzsuchenden weltweit.

Um Flüchtlingen das Leben in Deutschland zu erleichtern, fördert die UNO-Flüchtlingshilfe eine Vielzahl an Einrichtungen in ganz Deutschland, die zum Beispiel Asylsuchende rechtlich beraten, Flüchtlinge psychologisch und persönlich betreuen oder Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete anbieten.

Hier stellen wir Ihnen einige ausgewählte Beispielprojekte vor:

Eine vollständige Übersicht über die geförderten Projekte in Deutschland in 2019 finden Sie hier: 

Projektförderung in Deutschland 2019

Flüchtlinge bei Ankunft und Integration unterstützen

Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, sieht sich mit einer Flut von Verwaltungsabläufen konfrontiert. Oft finden sich die Flüchtlinge völlig unvorbereitet in einem Behördendschungel wieder, der ohne Hilfe kaum zu meistern ist. Allein schon die Sprachbarriere ist eine riesige Hürde.

Dazu kommt, dass viele Flüchtlinge in ihren Heimatländern oder während der Flucht äußerst schlechte Erfahrungen mit Behörden und Beamten gemacht haben. Sie haben oft Angst und kein Vertrauen in staatliche Stellen. Dies hat zur Folge, dass manche Flüchtlinge nur bruchstückhaft über ihre Fluchtgründe berichten. Damit schwinden jedoch ihre Chancen als Flüchtling anerkannt zu werden und Asyl zu erhalten.

Erste Schritte in einem fremden Land

Gleichzeitig ist vielen Flüchtlingen, das Leben in Deutschland fremd. Jeder Tag bringt viele neue Fragen mit sich. Sei es im Umgang mit Behörden, die fremde Sprache oder ungewohnte Verhaltensweisen. Viele Flüchtlinge fühlen sich überfordert oder auch einsam und allein gelassen. Besonders minderjährige Flüchtlinge, die ohne Familie nach Deutschland gekommen sind, leiden darunter und brauchen Unterstützung.

Um Flüchtlingen das Leben in Deutschland zu erleichtern, haben verschiedene lokale Flüchtlingsinitiativen Netzwerke von ehrenamtlichen Helfern aufgebaut, die die Flüchtlinge in ihrem Alltag begleiten und ihnen beratend zur Seite stehen.

Denn Geflüchtete möchten ihre Kompetenzen und Fähigkeiten nutzen, um die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Das Lernen der Sprache, das Zurechtfinden in der neuen Umgebung und das Verstehen unbekannter Abläufe ist dabei eine essentielle Voraussetzung. Die Verantwortung, dass das möglichst schnell gelingt, liegt bei allen Menschen in Deutschland und ist abhängig von gegenseitiger Solidarität. Sowohl Flüchtlinge als auch die Aufnahmegesellschaft müssen einander offen gegenüberstehen und aufeinander zugehen, damit Integration gelingen kann.

Auftakt für ein neues Leben

Der syrische Flüchtling Mohammad Alkhalaf sitzt im Führerstand eines Intercity-Express-Zuges (ICE) im Bahnbetriebswerk Hamburg-Eidelstedt der Deutschen Bahn. Er macht eine Ausbildung zum Lokführer. Mohammad wuchs auf der Olivenfarm seiner Familie in Idlib im Nordwesten Syriens auf. Im Jahr 2014 musste er dann seine Heimat verlassen und fliehen. Mit einem Boot fuhr er von der Türkei nach Italien. Er träumte davon, seinen Bruder in Schweden zu treffen.  Doch nach Jahren der Ungewissheit erhielt er endlich Asyl in Deutschland. Er hatte bereits selber die Sprache gelernt und wollte Elektriker werden. Wenn er in drei Jahren seine Abschlussprüfung besteht ist ihm eine feste Anstellung bei der Deutschen Bahn garantiert.

Mit Traumata leben lernen

Besonders Kinder, unbegleitete Frauen oder traumatisierte Flüchtlinge haben es schwer, sich auf die neue Situation einzustellen und aktiv teilzunehmen. Denn Vertreibung, Verfolgung, Folter und Vergewaltigung sind traumatische Erlebnisse, die tiefe Spuren hinterlassen. Um diese Erfahrungen verarbeiten zu können, sie als Teil des eigenen Lebens zu akzeptieren und sich wieder ein neues Leben aufbauen zu können, brauchen Flüchtlinge nicht nur Zeit, sondern auch psychologische Hilfe.

Diese erhalten sie in sogenannten Psychosozialen Zentren. Dort arbeiten speziell ausgebildete Psychologen, die sich um die traumatisierten Flüchtlinge kümmern. In Einzel- oder Gruppentherapien lernen die Flüchtlinge sich mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen, mit dem Erlebten zu leben und neue Kraft zu schöpfen, um das teils zermürbende Asylverfahren durchzustehen.

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