Flüchtlingskinder in einer Reihe
© UNHCR/Xavier Bourgois
Flüchtlingskinder in einer Reihe
© UNHCR/Xavier Bourgois

Füchtlinge in Afrika

25,1
Millionen

Flüchtlinge und Binnenvertriebene leben in Süd- und Ostafrika

21,2
Millionen

Flüchtlinge und Binnenvertriebene leben in West- und Zentralafrika

Konflikte in Afrika lassen Flüchtlingszahlen ansteigen

Die Zahl der Menschen, um die sich der UNHCR kümmert, darunter Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene, Staatenlose und Rückkehrer, ist 2025 auf über 129 Millionen angestiegen. Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Afrika folgt dem globalen Trend. Wenn man alle schutzbedürftigen Gruppen mit einbezieht, kümmert sich der UNHCR um über 69 Millionen Menschen in Afrika, was mehr als die Hälfte der weltweiten Zahl entspricht.

Vor allem der Krieg im Sudan aber auch die nicht enden wollenden Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo haben zum Anstieg der Zahlen von Geflüchteten geführt. Gleichzeitig überschneiden sich Konflikte mit Armut, Ernährungsunsicherheit, Vertreibung und den Auswirkungen des Klimawandels. Wiederholte Vertreibungen zerstören Lebensgrundlagen und gefährden Sicherheit, Bildung und Gesundheit.

  • 2025 galt der Konflikt im Sudan mit über 17.000 zivilen Todesopfern als der tödlichste in Afrika. Mitte 2026 waren 6,6 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben. 4,4 Millionen Flüchtlinge aus dem Sudan leben in der Region. Der größte Teil von ihnen hat in Ägypten und dem Osten des Tschad Zuflucht gesucht.
  • Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo kommt seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe. Ein anstehender Friedensvertrag gab 2025 Hoffnung. Neu aufflammende Kämpfe zwangen jedoch allein 2025 eine halbe Million Menschen zur Flucht. Mitte 2026 liegt die Zahl der Binnenvertriebenen bei 5,7 Millionen Menschen.

Was macht der UNHCR vor Ort?

Der UNHCR arbeitet mit den Regierungen der Gastländer zusammen, um eine angemessene Registrierung der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen zu gewährleisten und die Datenverwaltung zu verbessern.

In Notfallsituationen stellt der UNHCR zunächst Lebensmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung, sanitäre Einrichtungen und Unterkünfte zur Verfügung. Es werden Bedingungen für eine gute Lebensgrundlage, Bildung und Beschäftigung geschaffen. Die Sicherheit in den Camps soll verbessert werden, um unter anderem sexuelle Gewalt zu verhindern. Zu diesen Maßnahmen zählen zum Beispiel die Beleuchtung an öffentlichen Plätzen, getrennte Sanitäranlagen und die Schaffung eines sicheren Umfelds in den Schulen.

Wenn sich Flüchtlinge und Migrant*innen für eine Heimkehr entscheiden, wird vom UNHCR unterstützt, sofern sie unter sicheren und würdigen Bedingungen stattfindet.

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