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Flüchtlingskinder in einer Reihe

Füchtlinge in Afrika

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Konflikte in Afrika lassen Flüchtlingszahlen ansteigen

Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, ist auf 79,5 Millionen angestiegen. Zu dem Anstieg tragen auch verschiedene gewaltsame Konflikte in afrikanischen Ländern bei. Sieben von den zehn Ländern, aus denen im Jahr 2018 die meisten Menschen fliehen mussten, liegen auf dem afrikanischen Kontinent. Darunter sind zum Beispiel der Südsudan, Somalia und der Sudan.

Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Afrika zeigt eine Analogie zum globalen Trend. Ende des Jahres 2019 ist die Zahl der Flüchtlinge in Afrika etwa 6,3 Millionen - fast drei Mal so hoch wie 2008 (2,3 Millionen). Die Zahl der Binnenvertriebenen ist von 6,4 Millionen im Jahr 2009 auf über 18,5  Millionen gestiegen. Über 950.000 Menschen auf dem afrikanischen Kontinent sind staatenlos. Wenn man alle schutzbedürftigen Gruppen mit einbezieht, benötigen über 27,2 Millionen Menschen in Afrika Unterstützung.

Eine neue Herausforderung: COVID-19

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie stellt den UNHCR und seine Partnerorganisationen in Afrika vor große Herausforderungen. Flüchtlinge müssen aufgrund ihrer eingeschränkten Versorgungslage besonders geschützt werden, damit sie sich nicht infizieren.

In vielen Ländern wurden Ausgangssperren ausgerufen. Flüchtlinge leben jedoch oft an Orten, die überfüllt sind. Unter beengten Bedingungen eines Flüchtlingslagers oder -siedlung ist "social distancing" jedoch schwer einzuhalten. Die öffentliche Gesundheitswesen sind in den meisten Ländern bereits überlastet oder schlecht ausgestattet ist.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Corona: Flüchtlinge sind besonders schutzbedürftig

Welchen Gefahren sind Vertriebene auf der Flucht ausgesetzt?

Die meisten Vertriebenen bleiben innerhalb ihrer Heimat oder flüchten in direkte Nachbarländer. Viele Länder, aus denen die Menschen fliehen, nehmen gleichzeitig sehr viele Flüchtlinge auf. Einige zeigen sich dabei gastfreundlich, wie Uganda, wo viele Flüchtlinge ein Stück Land erhalten, um sich selbst versorgen zu können.

Wenn sich afrikanische Migrant*innen und Flüchtlinge auf den Weg nach Europa machen, ist die Überfahrt über das Mittelmeer in überfüllten und oftmals nicht seetauglichen Booten lebensgefährlich: Im Jahr 2018 starben im Mittelmeer schätzungsweise 2.275 Menschen – das sind jeden Tag sechs Tote. 2019 riskierten 63.111 Menschen ihr Leben bei der Mittelmeerüberquerung. Mindestens 1.028 Menschen bezahlten die Flucht 2019 mit dem Leben.

Bevor sie ans Mittelmeer gelangen durchqueren die Migrant*innen und Flüchtlinge die Wüste, oder Orte, in denen Krieg herrscht. Viele Länder der Region, vor allem in der Sahelzone, sind von einer Gewalteskalation betroffen, darunter Burkina Faso, Nigeria, Niger, Kamerun und die Zentralafrikanische Republik. Besonders die Situation in Libyen ist dramatisch. Zurzeit werden tausende Flüchtlinge und Migrant*innen in Libyen in Internierungslagern festgehalten.

Nach Einschätzungen des UNHCR ist der Weg zum Mittelmeer deutlich gefährlicher als die Überfahrt nach Europa.

Wir gehen davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben als im Mittelmeer selbst.

Vincent Cochetel, Sondergesandter des UNHCR für das Mittelmeer und Libyen

Wer kommt nach Deutschland?

Nur die wenigsten Schutzsuchenden, die sich auf den Weg nach Europa machen, gelangen an ihr Ziel.

Unter den 10 größten Herkunftsländern der Asylerstantragstellenden in Deutschland im Jahr 2019 befinden sich drei afrikanische Staaten. Darunter ist Nigeria mit 9.070 Menschen, die einen Erstantrag auf Asyl gestellt haben, Eritrea mit 3.520 Menschen und Somalia mit 3.572 Antragstellenden.

Was macht der UNHCR vor Ort?

Der UNHCR arbeitet mit den Regierungen der Gastländer zusammen, um eine angemessene Registrierung der afrikanischen Flüchtlinge zu gewährleisten und die Datenverwaltung zu verbessern.

In Notfallsituationen stellt der UNHCR zunächst Lebensmittel, Wasser, Gesundheitsversorgung, sanitäre Einrichtungen und Unterkünfte zur Verfügung. Es werden Bedingungen für eine gute Lebensgrundlage, Bildung und Beschäftigung geschaffen. Die Sicherheit in den Camps soll verbessert werden, um unter anderem sexuelle Gewalt zu verhindern. Zu diesen Maßnahmen zählen zum Beispiel die Beleuchtung an öffentlichen Plätzen, getrennte Sanitäranlagen und die Schaffung eines sicheren Umfelds in den Schulen.

Wenn sich Flüchtlinge und Migrant*innen für eine Heimkehr entscheiden, wird vom UNHCR unterstützt, sofern sie unter sicheren und würdigen Bedingungen stattfindet. Für das Jahr 2020 plant der UNHCR beispielsweise die Rückkehr von 68.500 Flüchtlingen in die Zentralafrikanische Republik, 60.000 nach Nigeria und 44.000 nach Mali.

Unsere Hilfe in Afrika

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